Syrien: Russische Kriegsschiffe eingelaufen

Demonstriert Moskau seine Unterstützung für den syrischen Machthaber Assad? UN-Generalsekretär Ban ist tief besorgt angesichts der Lage in Syrien.

Wieder gingen in Syrien Zehntausende auf die Straßen, um gegen das Assad-Regime zu protestieren.
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Wieder gingen in Syrien Zehntausende auf die Straßen, um gegen das Assad-Regime zu protestieren.
(c) AP (Mohammad Hannon)

Der russische Flugzeugträger "Admiral Kusnezow" und weitere schwere Kriegsschiffe sind in der russischen Militärbasis Tartus in Syrien vor Anker gegangen. Die Einheiten der russischen Nordflotte würden dort Vorräte auffrischen und ihre Ausrüstung prüfen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Bisher sei geplant, dass die Schiffe an diesem Montag wieder die syrischen Gewässer verlassen.

Russische Medien hatten berichtet, Moskau wolle im Syrienkonflikt mit der Anwesenheit der Kriegsschiffe in der Region eine Drohkulisse gegen die Nato aufbauen. Russland unterhält enge Beziehungen zu Syrien. So ist das arabische Land ein wichtiger Käufer russischer Waffen.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat sich besorgt über die Gewalt in Syrien geäußert. "Ich bleibe tief besorgt wegen der sich verschlechternden Lage in Syrien, wo seit März vergangenen Jahres Tausende ihr Leben verloren und Menschen weiterhin täglich getötet werden", sagte Ban. Jede Gewalt sei "unannehmbar" und müsse "sofort gestoppt" werden.

Bei dem Selbstmordanschlag zur Zeit des Freitagsgebets waren in Damaskus nach offiziellen Angaben 26 Menschen getötet und 63 weitere verletzt worden. Syriens Regierung und Opposition machten sich gegenseitig verantwortlich, die Muslimbrüder verlangten eine internationale Untersuchung. Der syrische Nationalrat, in dem die wichtigsten Oppositionsgruppen vertreten sind, gab der Regierung die Schuld. Die Regierung wiederum sah Islamisten hinter der Tat.

Sicherheitskräfte erschossen zudem acht Menschen, als in ganz Syrien zehntausende Menschen erneut gegen Assad demonstrierten.

(Ag.)

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