Suche nach Wulff-Nachfolger geht in heiße Phase

Die deutsche Kanzlerin berät sich mit den Parteien. Das Feld der Kandidaten soll sich bereits gelichtet haben. DDR-Bürgerrechtler Gauck hat kaum Chancen.

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(c) EPA (Wolfgang Kumm)

Wer wird neuer deutscher Präsident? Die Spitzen der schwarz-gelben Koalition haben am Samstag ihre Beratungen über einen Nachfolger von Bundespräsident Christian Wulff fortgesetzt. Und sie sind dabei vorangekommen: Wie mehrere Quellen der Deutschen Presse-Agentur bestätigten, habe sich das Feld der Kandidaten deutlich gelichtet.

Der frühere CDU-Umweltminister Klaus Töpfer sei aus dem Rennen, hieß es in Koalitionskreisen. Auch der von der SPD favorisierte Ex-DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck scheint im Lager von Union und FDP kaum durchsetzbar. Gauck hatte die Wahl 2010 gegen Wulff verloren.

Voßkuhle will nicht

Wie es weiter hieß, fielen in den Beratungen unter anderem die Namen von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle. Letztgenannter hat aber bereits abgelehnt, berichtet "Spiegel Online".

Die Spitzen von Koalition und Opposition wollen sich dann am Sonntagabend im Bundeskanzleramt treffen. berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der nächste deutsche Bundespräsident soll ein "parteiübergreifender Kandidat" sein. Kurz nach dem Rücktritt Wulffs kündigte Kanzlerin Angela Merkel an, bei der Suche nach einem Nachfolger auf die Opposition zuzugehen. SPD und Grüne haben für Samstagnachmittag zu einer gemeinsamen Pressekonferenz eingeladen. Damit signalisieren sie, wie schon im Jahr 2010 bei der Aufstellung eines Kandidaten gemeinsam vorzugehen.

Eile ist jedenfalls geboten. Schon in 30 Tagen müssen Bundestag und Ländervertreter einen neuen Präsidenten wählen.

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(Ag/Red.)

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