USA: Demokratinnen wollen Sex von Männern regulieren

Eingeschränkter Orgasmus, Sextherapeut vor Viagrakauf: Amerikanische Politikerinnen wollen Männer per Gesetz im Bereich der "reproduktiven Gesundheit" einschränken.

Mann und Frau im Bett
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Symbolbild – (c) www.bilderbox.com (Bilderbox.com)

Eingeschränkter Orgasmus, Sextherapeut vor Viagrakauf: Amerikanische Politikerinnen wollen mit verschiedenen Initiativen gegen die aggressive Debatte über Abtreibung und Verhütung protestieren. Auch die damit verbundenen gesetzlichen Einschränkungen der Wahlfreiheit für Frauen stoßen ihnen sauer auf. Das berichtete der "ORF" unter Berufung auf das National Public Radio (NPR) am Freitag.

In dem amerikanischen Bundesstaat Ohio haben Demokratinnen daher einen Gesetzesentwurf eingebracht, in dem sie das Verbot von Vasektomien - die chirurgische Sterilisation von Männern - fordern. Der Grund für diesen Schritt: Jährlich würden in dem Bundesstaat „tausende Babys" nicht geboren werden, weil Männer sich die Samenleiter durchtrennen lassen. Weiters wird gefordert, dass sich Männer, bevor sie die Potenzpille Viagra kaufen dürfen, einem Herztest unterziehen müssen. Das soll sicherstellen, dass sie für den Geschlechtsverkehr fit genug sind. Auch sollen sie dazu verpflichtet werden, vor dem Kauf der Potenzpille Viagra, einen Sextherapeuten aufzusuchen und sich ein Rezept verschreiben zu lassen.

(K)ein Recht auf einen Orgasmus

In Oklahoma gibt es eine ähnliche Initiative: Hier fordern Politikerinnen des demokratischen Lagers, die Einschränkung des Recht des Mannes auf einen Orgasmus. Denn, „jede Handlung, in der ein Mann ejakuliert oder auf andere Weise Samen woanders als in der Vagina einer Frau deponiert, soll als Vergehen gegen ungeborenes Leben definiert werden."

Nina Turner, Senatorin in Ohio, will mit solchen Schritten aufzeigen, dass die Gesetzgeber ständig versuchten die Möglichkeiten von Frauen zu verhüten oder abzutreiben zu regulieren. Das sei befremdlich. Daher gehe man nun daran, auch die reproduktive Gesundheit von Männern gesetzlich einzuschränken. Vor allem gehe es aber um Bewusstseinsbildung.

Die Chancen auf Umsetzung für diese Initiativen geht laut "NPR" derzeit aber gegen null. Trotzdem könnte das Thema für politischen Sprengstoff im US-Wahlkampf sorgen. Denn die Regulierung von Verhütung und das Verbot von Abtreibungen zählen zu den zentralen Punkten der Republikaner.

(Red.)

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