Persischer Golf: US-Marine rüstet auf

Die USA bereiten sich auf eine mögliche Eskalation des Iran-Konflikts vor. In der Straße von Hormuz brauche man eine "abgesägte Schrotflinte", sagt Admiralstabschef Greenert.

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USS John C. Stennis – (c) AP (Mc3 Kenneth Abbate)

Die USA bauen angesichts des wachsenden Konflikts mit dem Iran ihre Marinepräsenz im Persischen Golf aus. Admiralstabschef Jonathan Greenert teilte US-Journalisten mit, dass die Zahl der Minenräumboote von vier auf acht verdoppelt werde. Außerdem sollen vier zusätzliche MH-53-Helikopter in die Gegend verlegt werden. Alle US-Schiffe, die die Straße von Hormuz passieren, werden mit Maschinenkanonen ausgestattet, um sich gegen mögliche Angriffe kleinerer iranischer Schiffe verteidigen zu können.

Greenert erklärte, die bisherige Bewaffnung der US-Marine im Persischen Golf sei auf Langstreckengefechte ausgelegt und nicht unbedingt für Kämpfe in einem engen Wasserweg wie der Straße von Hormuz geeignet. Dort brauche man "vielleicht eher eine abgesägte Schrotflinte". Man wolle die US-Kriegsschiffe "tödlicher und effektiver" machen, sagte Greenert.

Der Iran beharrt im Streit mit der internationalen Gemeinschaft auf einer Forstsetzung seines Atomprogramms, das friedlichen Zwecken diene. Die USA und ihre Verbündeten sind hingegen besorgt, dass die Islamische Republik Atomwaffen entwickeln könnte. Israel droht deshalb seit Monaten mit Militärschlägen. Der Westen befürchtet auch eine mögliche Blockade der Straße von Hormuz durch den Iran. Durch diese wichtigste Ölroute der Welt werden bis zu 40 Prozent des weltweit mit Tankern verschifften Öls transportiert.

(Red.)

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