Tsipras will "faulem griechischen Staat" Ende bereiten

Die radikalen Linken rechnen bei den Parlamentswahlen am Sonntag in Griechenland mit einem Sieg. Schon am Montag wollen sie das Sparprogamm aufkündigen und "Bonzen" abschaffen.

Greek leader of Coalition of the Radical Left party (SYRIZA) Alexis Tsipras delivers a speech to his
Schließen
Greek leader of Coalition of the Radical Left party (SYRIZA) Alexis Tsipras delivers a speech to his
Tsipras – (c) AP (Petros Giannakouris)

Das Bündnis der radikalen Linken (Syriza) will am Montag nach den Wahlen in Griechenland dem "faulen griechischen Staat ein Ende bereiten" und beim Verbleib in der Eurozone einen Neustart wagen. Dies erklärte am Dienstag der Chef der griechischen Linksradikalen, Alexis Tsipras, im griechischen Fernsehen. "Wir übernehmen die Regierung und beenden am Montag das Memorandum (Sparprogramm) für ein gerechteres Griechenland", sagte Tsipras.

Die Syriza war bei den Wahlen am 6. Mai als zweitstärkste Partei hervorgegangen, dürfte sich am kommenden Sonntag bei den Neuwahlen nach Umfragen mit den Konservativen ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

"Bonzen wird es nicht mehr geben"

Seine Regierung wolle für eine gerechte Verteilung der Lasten sorgen, unterbreitete er sein Wahlprogramm. Überbezahlte Parteiberater und "Bonzen" werde es nicht mehr geben, meinte Tsipras weiter. "Reichwerden mit staatlichem Geld ist zu Ende!", sagte er. Die Löhne der Minister würden halbiert. Für Bürger, die arbeitslos und verschuldet sind, soll es einen Schuldenschnitt geben. Die Arbeitslosigkeit und die Kriminalität sollen vehement bekämpft werden.

Woher er die Gelder für diese Wahlversprechungen nehmen wollte, sagte Tsipras nicht. In Griechenland finde "eine friedliche Revolution" statt. "Das griechische Volk wird am Sonntag Geschichte schreiben", sagte Tsipras.

(Ag.)

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.