EU-Erweiterung: EU-Tür für Albanien bleibt zu

Tirana muss noch länger auf Beitrittsverhandlungen warten, jene mit Belgrad starten bereits am 21. Jänner.

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(c) EPA (ARMANDO BABANI)

Wien/Brüssel/Berlin. Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel ließ bei ihrer Regierungserklärung keinen Zweifel offen: Die CDU-Vorsitzende lehnt den EU-Beitrittsstatus für den „potenziellen Kandidaten“ Albanien ab. Zunächst müssten weitere Reformgesetze beschlossen werden, forderte die Kanzlerin. Der heute, Donnerstag, beginnende EU-Gipfel werde sich mit der Frage beschäftigen.

Die Regierung in Tirana hat den offiziellen Antrag auf eine EU-Mitgliedschaft im Frühjahr 2009 eingereicht. Eine klare Perspektive zum EU-Kandidatenstatus soll es nun im Juni geben.

Serbien ist schon mehr als einen Schritt weiter: Die Beitrittsverhandlungen mit Belgrad starten am 21.Jänner, wie die EU-Außen- und Europaminister in Brüssel entschieden haben. Die EU habe Reformen und Bemühungen zur Normalisierung mit dem Kosovo anerkannt, erklärte Erweiterungskommissar Stefan Füle.

Serbien hat 2010 offiziell den Antrag auf EU-Mitgliedschaft gestellt und ist seit 2012 EU-Kandidat. Fortschritte auf dem Weg zum Beitritt waren seither stets an eine weitere Normalisierung der Beziehungen zum Kosovo geknüpft worden. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.12.2013)

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