Philippinen verzichten auf Millionen-Hilfe der EU

Der philippinische Präsisident Rodrige Duterte hatte in den vergangenen Monaten immer wieder seine Geringschätzung und seinen Ärger angesichts der Kritik aus Europa geäußert. Nun verzichtet er auf ein Hilfsdarlehen in Höhe von 250 Millionen Euro.

Präsident Rodrigo Duterte hatte kritische Europäer als verrückt bezeichnet
Schließen
Präsident Rodrigo Duterte hatte kritische Europäer als verrückt bezeichnet
Präsident Rodrigo Duterte hatte kritische Europäer als verrückt bezeichnet – AFP (KING RODRIGUES)

Nach Spannungen wegen der europäischen Kritik am gewaltsamen Anti-Drogen-Feldzug auf den Philippinen hat das Land seinen Verzicht auf Hilfsdarlehen der EU erklärt. Die Entscheidung der Regierung von Präsident Rodrigo Duterte betreffe rund 250 Millionen Euro, erklärte der EU-Botschafter für die Philippinen, Franz Jessen, am Donnerstag in Manila.

"Die philippinische Regierung hat uns informiert, dass sie keine EU-Darlehen mehr annehmen werde", hieß es in einer Erklärung der EU-Vertretung. Das philippinische Finanzministerium kündigte noch für Donnerstag eine Stellungnahme zu dem Thema an. Duterte hatte in den vergangenen Monaten immer wieder seine Geringschätzung und seinen Ärger angesichts der Kritik aus Europa geäußert. Eine kritische Resolution des Europaparlaments kommentierte der Präsident mit einem ausgestreckten Mittelfinger.

Duterte führt seit seinem Amtsantritt im Juni 2016 einen aggressiven Kampf gegen Drogenkriminelle. Tausende Menschen wurden seither getötet, darunter mehr als 2.700 von der Polizei. Organisationen wie Amnesty International werfen den Sicherheitskräften Menschenrechtsverletzungen vor.

Duterte nennt kritische Europäer "verrückt"

(APA/AFP)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Philippinen verzichten auf Millionen-Hilfe der EU

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.