IWF bleibt an Euro-Rettung auch in Zukunft beteiligt

Ausstattung des neuen EU-Währungsfonds ist offen. Wird „ausreichend sein“, so Merkel.

Brüssel/Go/Ag. Trotz der Gründung eines eigenen europäischen Währungsfonds will die EU den Internationalen Währungsfonds weiterhin in die Rettung gefährdeter Euroländer einbeziehen. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy erklärte am Rande des EU-Gipfels, dass der IWF am neuen Europäischen Krisenmechanismus wie bei den bisherigen Instrumenten beteiligt bleibe.

„Es gibt keine Organisation, die über solche Expertise in diesem Bereich verfügt wie der IWF. So kann man auch aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Außerdem verleiht die Präsenz des IWF der Umstrukturierung mehr Glaubwürdigkeit, und die Umstrukturierung ist in ein multilaterales System eingebettet, was besonders dann wichtig ist, wenn viele der Gläubiger aus dem nicht europäischen Ausland kommen“, sagte der österreichische Jurist Michael Waibel, der an der Universität Cambridge staatliche Finanzkrisen erforscht, zur „Presse“.

Über die finanzielle Ausstattung des neuen Rettungsfonds schwiegen die Staats- und Regierungschefs der EU. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wies lediglich darauf hin, dass der Mechanismus „überzeugend“ sein müsse. Die Ausstattung werde jedenfalls „ausreichend“ sein.

Van Rompuy versuchte indessen, Ängste zu zerstreuen, dass der noch bis 2013 gültige Rettungsfonds von 750Milliarden Euro nicht ausreichen könnte. Eine Ausweitung sei „bisher nicht notwendig“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.12.2010)

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