Zehntausende demonstrierten in Frankreich gegen Homoehe

Ein französischer Gesetzesentwurf sieht ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare vor.

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Demonstration – (c) AP (Claude Paris)

Zehntausende Menschen haben am Samstag in Frankreich gegen die geplante Homo-Ehe und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare demonstriert. In der Hauptstadt Paris versammelten sich mehrere tausend Menschen auf dem Platz Denfert-Rochereau mit rosa T-Shirts und Luftballons. In Lyon beteiligten sich laut Behörden 22.000 Menschen an einer ähnlichen Kundgebung, an der auch mehrere kirchliche Vertreter teilnahmen. Auch in Toulouse und Marseille demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen die Homoehe.

Die Veranstalter in Paris verwiesen darauf, dass die Kundgebung weder politisch noch religiös motiviert sei und sich auch "gegen Homophobie" richte. Das französische Kabinett hatte Anfang November einen Gesetzentwurf zur Homo-Ehe auf den Weg gebracht. Dieser sieht erstmals auch ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare vor. Die Nationalversammlung soll sich ab Jänner mit dem Gesetzentwurf befassen, gegen den die konservative Opposition und die katholische Kirche Sturm laufen. Bereits seit 1999 können homosexuelle Paare in Frankreich eine eingetragene Lebenspartnerschaft (PACS) eingehen, Adoptionen durch solche Paare sind bisher aber nicht möglich.

(APA/AFP)

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