Bankeinbruch via Tunnel: Täter als Bauarbeiter getarnt

In Berlin soll eine ''Soko Tunnel'' die Arbeit aufnehmen und die Bankräuber ausforschen. Diese hatten ihren Coup offenbar lange und gut vorbereitet.

Die Polizei bei der Einfahrt zur Parkgarage von der ein Tunnel zur Bank gegraben wurde.
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Die Polizei bei der Einfahrt zur Parkgarage von der ein Tunnel zur Bank gegraben wurde.
Die Polizei bei der Einfahrt zur Parkgarage von der ein Tunnel zur Bank gegraben wurde. – (c) EPA (PAUL ZINKEN)

Zur Aufklärung eines spektakulären Einbruchs in eine Berliner Bank hat die Polizei eine Sonderkommission "Tunnel" gebildet. Einen Tag nach der Entdeckung der aufwendig vorbereiteten Tat hatten die Fahnder mehr als 20 Hinweise. Die Täter sollen sich als Bauarbeiter getarnt und einen 30 Meter langen Tunnel zur Bank gegraben haben. Eine heiße Spur gebe es allerdings nicht, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Nachbarn der Bank im Stadtteil Steglitz bemerkten in den vergangenen Monaten Bauarbeiter in der Umgebung der Tiefgarage. Die Polizei geht jetzt davon aus, dass die Täter so verdeckt arbeiten konnten. Der Abstellplatz in der Tiefgarage war bereits seit Februar 2012 gemietet. Vermutlich begannen die Einbrecher schon damals mit ihren Vorbereitungen und dem Graben.

Tunnel mittels Kamera untersucht

Die Kriminalpolizei untersuchte den 30 Meter langen Tunnel am Dienstag zunächst mit einer Kamera auf Rädern, die von den Wasserwerken ausgeliehen war. Bisher habe noch kein Polizist den Tunnel betreten, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf. Man wisse nicht, ob der sehr professionell gebaute unterirdische Gang noch sicher sei und die Täter alle Stützen stehen ließen. Außerdem hätten sie ja ein Feuer gelegt, das möglicherweise die Sicherung beschädigte.

Am Wochenende wurde nach Polizeiangaben ein Wachschutz der Bank alarmiert. Die Wachleute konnten aber nichts entdecken. Die Polizei fragt sich, ob die Täter bei ihrem Diebstahl unterbrochen wurden. Nur ein Drittel der 800 vermieteten Schließfächer wurde aufgebrochen.

Bei dem Coup durchbrach die Bande auch Betonwände zu den Kellerräumen der Bank. Günstig für die Einbrecher war dabei, dass das Bankgebäude ein alleinstehendes Haus ist und daher wohl niemand nachts oder am Wochenende Lärm oder Vibrationen von Grabungsmaschinen im Boden bemerkte. Wie viel Geld, Gold oder Schmuck die Räuber erbeutet haben, ist der Polizei nicht bekannt.

(APA/dpa)

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