Nach Moskauer Mafiamord: Passantin in Lebensgefahr

Ein Heckenschütze hatte den "König der russischen Mafia" getötet. Eine 30-jährige war in die Schusslinie geraten. Ihr Gesundheistzustand ist kritisch.

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Archivbild – (c) EPA (SERGEI ILNITSKY)

Nach einem Auftragsmord am russischen Mafiaboss Aslan Ussojan alias "Opa Hassan" kämpfen Ärzte in Moskau um das Leben einer angeschossenen Passantin. Die 30-Jährige habe schwere Verletzungen an den Lungen und der Wirbelsäule und werde auf der Intensivstation künstlich beatmet, sagte ein Kliniksprecher am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge.

"Wir haben große Zweifel, dass sie es schafft. Sie hat viel Blut verloren", sagte ein Mediziner. Die Frau war am Vortag im Zentrum von Moskau verwundet worden, als ein unbekannter Heckenschütze den 75-jährigen Ussojan vor einem Lokal erschoss.

Suche nach dem Täter

Die Polizei fahndete weiter nach dem Mörder und den Hintermännern. Der Schütze habe ein Präzisionsgewehr benutzt, wie es kremltreue Spezialeinheiten vor allem bei Anti-Terror-Einsätzen im Konfliktgebiet Nordkaukasus verwenden. Der Täter stamme daher möglicherweise aus dem Süden Russlands.

Der 1937 in Georgien geborene Ussojan war nach Darstellung Moskauer Medien auch in Immobiliengeschäfte in Sotschi am Schwarzen Meer verwickelt, dem Ort der Olympischen Winterspiele 2014. Experten fürchten nach dem Mord Machtkämpfe im kriminellen Milieu Moskaus wie in den 90er-Jahren.

(APA/dpa)

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