Neuer Sonnenzyklus bringt neues Satellitenchaos

Ein Sonnenfleck zeugt vom Beginn eines neuen Solarzyklus'. Das bedeutet hohe Strahlenbelastung, die Kommunikation, Flugverkehr und Energieversorgung durcheinanderwirbelt.

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Reuters

Mit der Entdeckung eines Sonnenflecks meldet sich ein neuer Aktivitätszyklus der Sonne an. Das meldete der Internetdienst spaceweather.com. Die Aktivität der Sonne schwankt mit einer Periode von etwa elf Jahren. Gas- und Strahlungsausbrüche können Satelliten beschädigen und Kommunikation, Flugverkehr und Energieversorgung auf der Erde beeinträchtigen.

Höhepunkt 2011 oder 2012

Derzeit befindet sich die Sonnenaktivität noch am Minimum. Für die Jahre 2011 oder 2012 werde von vielen Experten ein intensives Maximum erwartet, berichtete die US-Raumfahrtbehörde NASA. Der jetzt entdeckte Fleck in den nördlichen Breiten der Sonne signalisiert den Start des 24. Sonnenzyklus' seit Beginn der Aufzeichnungen.

Astronomen überachen die Sonnenaktivität unter anderem wegen der möglichen Auswirkungen auf die Erde. Die auffälligsten Zeichen dieser Aktivität sind die Sonnenflecken. Das sind Regionen, in denen starke Magnetfelder das elektrisch leitende Gas der Sonne an der sonst üblichen Vermischung mit der Umgebung hindern, so dass es sichtbar abkühlt. Die dunklen Flecken sind etwa 2.000 Grad kälter als die Umgebung.

Ein neuer Sonnenzyklus beginnt jeweils mit einem Sonnenfleck, bei dem magnetischer Nord- und Südpol im Vergleich zu den vorangehenden Flecken vertauscht sind. Das europäisch-amerikanische Satellitenobservatorium "Soho" (Solar and Heliospheric Observatory) hatte im Dezember bereits eine solche Region umgekehrter Polarität aufgespürt, bei der sich allerdings kein Sonnenfleck ausbildete. Dennoch hatte sie den nahenden neuen Sonnenzyklus bereits angekündigt.

(Ag./Red.)

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