Gravitations-Satellit GOCE im vierten Anlauf erfolgreich gestartet

Nachdem die Panne vom Montag behoben wurde, konnte die Rakete mit dem Satelliten heute problemlos gestartet werden. GOCE soll extrem genaue Messungen der Erdgravitation durchführen.

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(c) ESA

Im vierten Anlauf konnte der europäische Erdbeobachtungsatellit GOCE am Dienstag endlich ins All gebracht werden. Nachdem der Countdown am Montag wegen eines technischen Problems auf dem russischen Raketenstartplatz Plessezk sieben Sekunden vor Ablauf gestoppt worden war, wurde am Dienstag um 15:21 Uhr MEZ ein neuer Startversuch angesetzt. Die Panne vom Montag konnte identifiziert und behoben werden, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde ESA mit. Eine Sprecherin bestätigte den erfolgreichen Start des Satelliten. Um 16:55 Uhr konnte die Bodenkontrolle erfolgreich Kontakt mit GOCE herstellen und die Steuerung des Satelliten übernehmen.

Messungen mit bisher unerreichter Genauigkeit

Bereits im vergangenen September und Oktober musste der Start des neuartigen Raumfahrzeugs, das mit einem Ionenantrieb gesteuert wird, zweimal in letzter Minute abgebrochen werden. GOCE soll in einer extrem niedrigen Umlaufbahn von 260 Kilometern kreisen und das Schwerefeld der Erde mit bisher unerreichter Genauigkeit vermessen und kartografieren. Die ESA sieht in dem 350 Millionen Euro teuren Projekt einen Meilenstein, mit dem wertvolle Erkenntnisse unter anderem für die Klima- und Vulkanforschung gewonnen werden. Der Name GOCE steht für Gravity Field and Ocean Circulation Explorer.

(Ag./Red.)

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