Supergau: Am Sarg für Tschernobyl wird immer noch gebaut

30 Jahre nach der Atom-Katastrophe ist das 108 Meter hohe Bauwerk beinahe fertig. Darunter zerbröselt die alte Schutzhülle.

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In den Morgenstunden des 26. April 1986 kommt es im Reaktor 4 des ukrainischen Atomkraftwerkes Tschernobyl zu einer Explosion, der Reaktorkern schmilzt. 30 Jahre später wird immer noch daran gearbeitet, die Verstrahlung einzudämmen.

(c) REUTERS (Gleb Garanich / Reuters)

Rückblick. Am 15. November 1986 ist nach fünf Monaten Bauzeit der erste Betonsarkophag als vorläufiger Schutzmantel um den Unglücksreaktor fertig. Regen, Frost und Sturm setzen dem 65 Meter hohen Provisorium im Laufe der Jahre zu. Es bilden sich mehr als hundert Risse, tragende Wände drohen einzustürzen. 2012 wird schließlich mit dem Bau einer neuen Schutzhülle begonnen.

(c) REUTERS (� Gleb Garanich / Reuters)

Die Kosten für die neue Hülle rund um Reaktor 4 wurden auf rund 2,1 Milliarden Euro geschätzt. Die 108 Meter hohe Hülle soll im November 2017 fertig sein und die Umgebung hundert weitere Jahre lang vor Strahlung schützen.

(c) REUTERS (� Gleb Garanich / Reuters)

Doch auch mit der neuen Hülle wird die 2600 Quadratkilometer große Sperrzone rund um das AKW unbewohnbar bleiben. Das ist in etwa die Fläche Luxemburgs.

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Im April 2015 wurden letzte Finanzierungsprobleme vorerst gelöst. Russland stellt zehn Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Bei einer Geberkonferenz in London waren 530 der notwendigen 615 Millionen Euro zusammengekommen.

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Die neue Hülle ist bereits kilometerweit im Umland zu sehen. "Wir haben bereits eine Vielzahl an riskanten Phasen überstanden... Wir haben immer Angst, wir sind Menschen, aber es ist nichts Technisches übrig, das noch eine Herausforderung ist", sagt Vince Novak, Sicherheitsdirektor der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, der Nachrichtenagentur Reuters.

(c) REUTERS (� Gleb Garanich / Reuters)

Ein Arbeiter misst die Verstrahlung in einem Bereich, in dem flüssiger Atommüll gelagert will. Die sogenannten "Liquidierer" von damals, jene Männer, die die Schäden nach der Explosion beseitigen mussten, fordern seit Jahren mehr Anerkennung des Staates für ihre Leistungen.

(c) REUTERS (� Gleb Garanich / Reuters)

Bis ins Jahr 2000 waren Reaktoren in Tschernobyl übrigens noch in Betrieb. Als letzter Reaktorblock ging Nummer 3 vom Netz. Für die Stilllegung von Tschernobyl erhielt die ukrainische Regierung umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro von der EU.

(c) REUTERS (� Gleb Garanich / Reuters)

Nahe des ehemaligen AKW stehen immer noch die Gebäude der verlassenen Stadt Prypjat. Bis zum 26. April 1986 lebten in Pripjat 47.000 Menschen.

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Pripjat zählte zu den begehrtesten Wohnorten im Sowjetreich, galt als modern, jung, aufstrebend. Das Durchschnittsalter der Einwohner lag bei lediglich 27 Jahren.

(c) REUTERS (� Gleb Garanich / Reuters)

Zurück in die Stadt durfte niemand. Zumindest nicht offiziell. Pripjat wurde im Laufe der Zeit immer wieder von Plünderern heimgesucht, die sich am verstrahlten Hausrat der längst in alle Windrichtungen zerstreuten Einwohner bereicherten.

>> Mehr Bilder: Die Geisterstadt Pripjat ist weiter totenstill

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In den Morgenstunden des 26. April 1986 kommt es im Reaktor 4 des ukrainischen Atomkraftwerkes Tschernobyl zu einer Explosion, der Reaktorkern schmilzt. 30 Jahre später wird immer noch daran gearbeitet, die Verstrahlung einzudämmen.

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Rückblick. Am 15. November 1986 ist nach fünf Monaten Bauzeit der erste Betonsarkophag als vorläufiger Schutzmantel um den Unglücksreaktor fertig. Regen, Frost und Sturm setzen dem 65 Meter hohen Provisorium im Laufe der Jahre zu. Es bilden sich mehr als hundert Risse, tragende Wände drohen einzustürzen. 2012 wird schließlich mit dem Bau einer neuen Schutzhülle begonnen.

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Die Kosten für die neue Hülle rund um Reaktor 4 wurden auf rund 2,1 Milliarden Euro geschätzt. Die 108 Meter hohe Hülle soll im November 2017 fertig sein und die Umgebung hundert weitere Jahre lang vor Strahlung schützen.

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Doch auch mit der neuen Hülle wird die 2600 Quadratkilometer große Sperrzone rund um das AKW unbewohnbar bleiben. Das ist in etwa die Fläche Luxemburgs.

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Im April 2015 wurden letzte Finanzierungsprobleme vorerst gelöst. Russland stellt zehn Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Bei einer Geberkonferenz in London waren 530 der notwendigen 615 Millionen Euro zusammengekommen.

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Die neue Hülle ist bereits kilometerweit im Umland zu sehen. "Wir haben bereits eine Vielzahl an riskanten Phasen überstanden... Wir haben immer Angst, wir sind Menschen, aber es ist nichts Technisches übrig, das noch eine Herausforderung ist", sagt Vince Novak, Sicherheitsdirektor der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, der Nachrichtenagentur Reuters.

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Ein Arbeiter misst die Verstrahlung in einem Bereich, in dem flüssiger Atommüll gelagert will. Die sogenannten "Liquidierer" von damals, jene Männer, die die Schäden nach der Explosion beseitigen mussten, fordern seit Jahren mehr Anerkennung des Staates für ihre Leistungen.

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Bis ins Jahr 2000 waren Reaktoren in Tschernobyl übrigens noch in Betrieb. Als letzter Reaktorblock ging Nummer 3 vom Netz. Für die Stilllegung von Tschernobyl erhielt die ukrainische Regierung umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro von der EU.

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Nahe des ehemaligen AKW stehen immer noch die Gebäude der verlassenen Stadt Prypjat. Bis zum 26. April 1986 lebten in Pripjat 47.000 Menschen.

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Pripjat zählte zu den begehrtesten Wohnorten im Sowjetreich, galt als modern, jung, aufstrebend. Das Durchschnittsalter der Einwohner lag bei lediglich 27 Jahren.

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Zurück in die Stadt durfte niemand. Zumindest nicht offiziell. Pripjat wurde im Laufe der Zeit immer wieder von Plünderern heimgesucht, die sich am verstrahlten Hausrat der längst in alle Windrichtungen zerstreuten Einwohner bereicherten.

>> Mehr Bilder: Die Geisterstadt Pripjat ist weiter totenstill

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