Drogen im Abwasser: Antwerpen ist Europas Rauschhauptstadt

Österreichischer Studienteilnehmer Innsbruck liegt im hinteren Mittelfeld.

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Symbolbild. – (c) APA (Helmut Fohringer)

Lissabon. Mit Befragungen zum Drogenkonsum ist das so eine Sache: Wer illegale Substanzen einnimmt, der gibt das auch anonym eher nicht zu. Die europäische Drogenbehörde EMCDDA ist daher – gemeinsam mit einer Forschergruppe – dazu übergegangen, dort nachzuschauen, wo letztendlich die meisten von Menschen verstoffwechselten Dinge landen: im Abwasser.

Die seit 2011 betriebenen und ständig verfeinerten Studien zeichnen ein interessantes Bild von Europa. Als Sieger im negativen Sinn geht aktuell das belgische Antwerpen hervor. 915 Milligramm Kokain pro 1000 Personen und Tag sind unerreicht. Bei der Amphetaminkonzentration liegt die Stadt ebenfalls auf Position eins von 51, bei Ecstasy reichte es – hinter Eindhoven (Niederlande) – für Rang zwei. Einzig bei Crystal Meth scheint der Schwerpunkt woanders zu liegen: Bratislava führt hier vor Piestany (ebenfalls Slowakei), Budweis (Tschechien) und Dresden.

 

Innsbruck: Kokain statt Crystal Meth

Für Österreich war – nach Klosterneuburg 2015 – dieses Mal Innsbruck am Start. Wenig überraschend wurden in Tirols Hauptstadt mehr Drogen gefunden. Im internationalen Vergleich sind Innsbrucks Werte jedoch allenfalls unterer Durchschnitt. Die Abwasseranalyse ergab einen Wert von 162 mg pro 1000 Einwohner und Tag. Chrystal Meth (zwei mg pro 1000 EW) war kaum noch festzustellen. Alle Werte im Detail unter: (awe)

Web: www.emcdda.europa.eu

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.12.2016)

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