Italiens TV-Anstalt RAI bedauert Sendung über Osteuropäerinnen

Die TV-Führung entschuldigte sich nach heftigen Protesten von Zuschauerinnen über eine mit sexistischen Klischees gespickte Sendung.

US-Präsident Trump mit seiner Ehefrau Melania
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US-Präsident Trump mit seiner Ehefrau Melania
US-Präsident Trump mit seiner Ehefrau Melania – (c) Reuters

Viele Italienerinnen trauten ihren Augen nicht. Die öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt RAI beschäftigte sich am Wochenende mit der Frage, warum immer mehr italienische Männer eine Frau aus Osteuropa heiraten - und die Sendung war gespickt mit sexistischen Klischees.

Die vermeintlichen Gründe für die Motive der Männer prangten schriftlich auf einem Plakat: Osteuropäerinnen seien bereit, ihrem Mann die Führung in der Partnerschaft zu überlassen. Sie würden Untreue verzeihen - im Gegensatz zu ihren italienischen Geschlechtsgenossinnen. Sie seien immer sexy und würden nachts nicht mit unerotischen Pyjamas schlafen. Außerdem seien sie perfekte Hausfrauen und nie schlecht gelaunt. Auch nach Schwangerschaften seien sie immer fit.

Die Talkshow vermerkte auch, dass US-Präsident Donald Trump immerhin zwei Osteuropäerinnen geheiratet habe.

Hitzige Proteste von Zuschauerinnen folgten prompt. Am Montag sah sich  die RAI-Präsidentin Monica Maggioni daher gezwungen, sich für die Sendung zu entschuldigen. "Wir haben einen unannehmbaren Fehler gemacht, ich entschuldige mich", so Maggioni. Auch RAI 1-Direktor Andrea Fabiano sprach von einem krassen Fehler.

 

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