Nach 15 Jahren erste Hinrichtung in Arkansas

Weil das Hinrichtungsmittel Midazolam im April abläuft, will der US-Bundesstaat Arkansas weitere sieben Häftlinge diesen Monat töten.

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APA/AFP/MANDEL NGAN

Nach dramatischem gerichtlichem Tauziehen hat der US-Staat Arkansas zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder einen Häftling hingerichtet. Der 51-jährige verurteilte Mörder Ledell Lee starb am späten Donnerstagabend (Ortszeit) im Gefängnis von Grady an einer Giftspritze, wie die Zeitung "Arkansas Democrat-Gazette" berichtete.

Er war einer von insgesamt acht Häftlingen, die Arkansas ursprünglich ab Ostermontag in einer Zeitspanne von nur elf Tagen hinrichten wollte. Verschiedene Gerichtsentscheidungen hatten jedoch zu einer zumindest vorläufigen Blockade von sieben der Hinrichtungen geführt.

Der Supreme Court von Arkansas hatte zwei der Hinrichtungen blockiert, die noch am selben Abend des 18. April hätten stattfinden sollen. Arkansas hatte im Fall eines der beiden Männer Berufung eingelegt und wollte an dessen Exekution festhalten. Mit seiner Entscheidung verhinderte der Supreme Court die Exekution. Rutledge äußerte sich enttäuscht darüber. Sie werde aber weiter auf alle rechtlichen Herausforderungen antworten, die Häftlinge vorbrächten. "Die Familien haben schon zu lange auf Gerechtigkeit gewartet, und ich werde damit fortfahren, dies zu meiner Priorität zu machen", twitterte sie.

(APA/DPA)

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