Mehr als 60 tote Kinder in indischem Krankenhaus

In einem der ärmsten Gebiete Indiens soll es in einem Krankenhaus zu einer folgenschweren Störung bei der Versorgung mit Flüssigsauerstoff gekommen sein. Die Klinik im Distrikt Gorakhpur habe Rechnungen des Zulieferers nicht bezahlt.

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In einem indischen Regierungskrankenhaus sind nach amtlichen Angaben seit Wochenbeginn mindestens 64 Kinder ums Leben gekommen. Laut Medienberichten vom Samstag soll das Unglück in einer Klinik im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh auf eine Störung bei der Versorgung mit Flüssigsauerstoff zurückzuführen sein. Die Klinik im Distrikt Gorakhpur habe Rechnungen des Zulieferers nicht bezahlt.

Der Gouverneur Sidarth Nath Sing sagte nach einem Besuch des Krankenhauses, die Gründe für die verzögerte Belieferung mit Flüssigsauerstoff würden untersucht. Jedoch stehe kein Todesfall im Zusammenhang damit. Die Zahl von 23 Toten allein am Donnerstag sei zwar bestürzend. Doch im Durchschnitt habe es in dem Krankenhaus im August in den drei zurückliegenden Jahren täglich 19 bis 22 Tote gegeben.

Ein ranghoher Beamter des Distrikts sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Sterbewelle könne auch "natürliche Ursachen" haben. Das Gebiet ist eines der ärmsten in ganz Indien. Hunderte Kinder sterben dort jährlich an den Folgen des Japanischen Enzephalitis-Syndroms, eine durch Viren verursachte Tropenerkrankung.

(APA/AFP)

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