Müll-Streik in Athen: Stadt versinkt im Abfall

"Es stinkt widerlich", sagen die Bürger. Seit einer Woche streikt die Müllabfuhr in Athen, weil die Hälfte der Arbeiter nur befristet angestellt ist. Es gebe nicht genug Geld, antworten Städte und Regierung.

Nach einem Streik der Müllabfuhr stapeln sich die Abfälle auf den Straßen von Athen.
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Nach einem Streik der Müllabfuhr stapeln sich die Abfälle auf den Straßen von Athen.
(c) EPA (Orestis Panagiotou)

Griechenlands Hauptstadt Athen droht im Müll zu versinken. Nach fast einer Woche Streik der Müllabfuhr liegen an fast allen Straßen der Vier-Millionen-Metropole stinkende Abfall-Berge. Bürgermeister Nikitas Kaklamanis appellierte am Mittwoch an die Bürger, ihren Müll zu Hause zu sammeln. "Es stinkt widerlich und das ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit", sagten Bürger in Fernseh- Berichten. "Das ist eine Katastrophe für den Einzelhandel", sagte ein Ladenbesitzer. Kaum jemand habe zurzeit Lust, einkaufen zu gehen. Überall in der Stadt wühlen streunende Katzen und Hunde im Müll.

Grund für den Streik: Fast jeder Zweite, der bei der Müllabfuhr arbeitet, ist auf Zeit beschäftigt. Die Gewerkschaft fordert, dass es mehr Festeinstellungen gibt. Städte und Regierung weigern sich aber, weil es nicht genug Geld dafür im Haushalt gebe.

(Ag.)

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