Als über Amerika das Licht ausging

Bilder von der totalen Sonnenfinsternis über den Vereinigten Staaten - vom Boden und vom Weltall aus.

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Millionen Menschen in den USA hatten sich am Montag auf das überaus seltene Ereignis einer totalen Sonnenfinsternis eingestellt und harrten dem Ereignis - hier nahe Salem im Staat Oregon an der Pazifikküste.

imago/Xinhua

Ein solches Ereignis, wobei die Zone der Finsternis quer über das ganze Land von Westen nach Osten wanderte, hatte es in den USA seit 99 Jahren nicht mehr gegeben. (Bild: auf dem Clingmans Dome im Great Smoky Mountains National Park, Tennessee)

REUTERS

Die rund 100 Kilometer breite Bahn der totalen Verfinsterung reichte von Lincoln Beach nahe Portland in Oregon bis South Carolina und setzte sich über dem Atlantik fort. In angrenzenden Teilen der USA, Kanadas, Mexikos, der Karibik sowie in Nordwesteuropa und dem Mittelatlantik war die Finsternis partiell. Man konnte also - sofern es mangelnde Bewölkung erlaubte - nur sehen, wie der Mond, der zwischen Erde und Sonne vorbeizog, die Sonne zumindest "anknabberte".

REUTERS

In der Gegend von New York (Bild) und Washington an der Atlantikküste etwa war die Sonne maximal zu etwa 81 Prozent bedeckt. Das klingt viel, in Wahrheit kommt dann aber immer noch viel Licht von unsrem Stern, es wird nicht wirklich finster, eher dämmrig, und das Licht wirkt vorübergehend kalt, metallisch und blau- oder graustichig.

REUTERS

Da schauten auch die Trumps vom Weißen Haus aus gen Himmel - natürlich mit Schutzbrillen, um dauerhaften Schäden vorzubeugen

imago/UPI Photo

Die kreisförmige Finsterniszone erreichte um 9.16 Ortszeit (19.16 MESZ) Oregon und brauchte etwa eineinhalb Stunden, um die USA zu durchmessen. Dabei ging an jedem Ort auf der Bahn das Licht für rund zwei Minuten komplett aus, war die Bedeckung der Sonnenscheibe durch den Mond also hundertprozentig. Dabei sanken die Temperaturen vorübergehend um bis zu fünf Grad Celsius.

APA/AFP

Okay, wirklich komplett finster wird es nicht, denn das Licht der Corona, sozusagen der glühenden äußeren Atmosphäre der Sonne, scheint am Mond vorbei und wirkt von uns aus gesehen wie ein silbrig gleißender Ring. Das Bild entstand in Tennessee.

REUTERS

So erschien die Zone der totalen Finsternis auf der Erde, im Grunde der Schatten des Mondes, von der Raumstation ISS aus gesehen.

ESA

Das Bild machte der italienische ESA-Astronaut Paolo Nespoli. Die ISS kreist in rund 400 Kilometer Höhe um die Erde.

ESA

Diese Aufnahme während der teilweisen Bedeckung machte der europäische Sonnenbeobachtungssatellit "Proba-2" von seiner Bahn in 800 km Höhe aus. Es zeigt die Sonne im Ultraviolett-Spektrum und lässt sehr gut die unglaublich turbulente, kochende Oberfläche und die Korona erkennen. Der helle Bereich in der Mitte ist eine Ansammlung von Korona-Schleifen: Das sind Millionen Grad heiße Ströme von Plasma, die entlang von Magnetfeldlinien verlaufen.

ESA/Königlich Belgisches Observatorium

Kollage aus zehn Bildern von verschiedenen Stadien der Sonnenfinsternis (Eklipse) plus einer Aufnahme, die tatsächlich ein Flugzeug unterhalb der Sonne zeigt, aufgenommen in Guernsey, US-Staat Wyoming.

REUTERS

Auf Gran Canaria (Kanarische Inseln, Spanien), wo die Finsternis partiell war, entstand dieses Bild. In Österreich war eine totale Eklipse zuletzt am 11. August 1999 zu sehen (der Hype um die "Sofi" war unerträglich und der Autor dieser Zeilen hat sie wegen eines wüsten Festes in der Nacht zuvor verschlafen!). Erst 2081 kommt bei uns die nächste; weltweit gesehen schon im Juli 2019, nämlich über dem Pazifik und Teilen von Chile und Argentinien.

REUTERS

Okay, und jetzt bitte nicht an Bonnie Tyler denken ("Total Eclipse of the Heart", 1983, geschrieben und produziert von Jim Steinman). Die mittlerweile auch schon wieder 66-jährige Waliserin trug ihren Heulbojenhit übrigens kurz vor dem Ereignis auf dem Kreuzfahrtschiff "Oasis of the Seas" der Linie "Royal Caribbean" vor.

APA/AFP/JOHN MACDOUGALL

Denken wir lieber ans Album "Battle for the Sun" von Placebo. Erschienen 2009, ist es zwar nicht eben der beste Fetzer der Band um Brian Molko (44), aber die totale Sonnenfinsternis samt Korona auf dem Cover ist sehr schön.

Placebo/privat

Millionen Menschen in den USA hatten sich am Montag auf das überaus seltene Ereignis einer totalen Sonnenfinsternis eingestellt und harrten dem Ereignis - hier nahe Salem im Staat Oregon an der Pazifikküste.

imago/Xinhua

Ein solches Ereignis, wobei die Zone der Finsternis quer über das ganze Land von Westen nach Osten wanderte, hatte es in den USA seit 99 Jahren nicht mehr gegeben. (Bild: auf dem Clingmans Dome im Great Smoky Mountains National Park, Tennessee)

REUTERS

Die rund 100 Kilometer breite Bahn der totalen Verfinsterung reichte von Lincoln Beach nahe Portland in Oregon bis South Carolina und setzte sich über dem Atlantik fort. In angrenzenden Teilen der USA, Kanadas, Mexikos, der Karibik sowie in Nordwesteuropa und dem Mittelatlantik war die Finsternis partiell. Man konnte also - sofern es mangelnde Bewölkung erlaubte - nur sehen, wie der Mond, der zwischen Erde und Sonne vorbeizog, die Sonne zumindest "anknabberte".

REUTERS

In der Gegend von New York (Bild) und Washington an der Atlantikküste etwa war die Sonne maximal zu etwa 81 Prozent bedeckt. Das klingt viel, in Wahrheit kommt dann aber immer noch viel Licht von unsrem Stern, es wird nicht wirklich finster, eher dämmrig, und das Licht wirkt vorübergehend kalt, metallisch und blau- oder graustichig.

REUTERS

Da schauten auch die Trumps vom Weißen Haus aus gen Himmel - natürlich mit Schutzbrillen, um dauerhaften Schäden vorzubeugen

imago/UPI Photo

Die kreisförmige Finsterniszone erreichte um 9.16 Ortszeit (19.16 MESZ) Oregon und brauchte etwa eineinhalb Stunden, um die USA zu durchmessen. Dabei ging an jedem Ort auf der Bahn das Licht für rund zwei Minuten komplett aus, war die Bedeckung der Sonnenscheibe durch den Mond also hundertprozentig. Dabei sanken die Temperaturen vorübergehend um bis zu fünf Grad Celsius.

APA/AFP

Okay, wirklich komplett finster wird es nicht, denn das Licht der Corona, sozusagen der glühenden äußeren Atmosphäre der Sonne, scheint am Mond vorbei und wirkt von uns aus gesehen wie ein silbrig gleißender Ring. Das Bild entstand in Tennessee.

REUTERS

So erschien die Zone der totalen Finsternis auf der Erde, im Grunde der Schatten des Mondes, von der Raumstation ISS aus gesehen.

ESA

Das Bild machte der italienische ESA-Astronaut Paolo Nespoli. Die ISS kreist in rund 400 Kilometer Höhe um die Erde.

ESA

Diese Aufnahme während der teilweisen Bedeckung machte der europäische Sonnenbeobachtungssatellit "Proba-2" von seiner Bahn in 800 km Höhe aus. Es zeigt die Sonne im Ultraviolett-Spektrum und lässt sehr gut die unglaublich turbulente, kochende Oberfläche und die Korona erkennen. Der helle Bereich in der Mitte ist eine Ansammlung von Korona-Schleifen: Das sind Millionen Grad heiße Ströme von Plasma, die entlang von Magnetfeldlinien verlaufen.

ESA/Königlich Belgisches Observatorium

Kollage aus zehn Bildern von verschiedenen Stadien der Sonnenfinsternis (Eklipse) plus einer Aufnahme, die tatsächlich ein Flugzeug unterhalb der Sonne zeigt, aufgenommen in Guernsey, US-Staat Wyoming.

REUTERS

Auf Gran Canaria (Kanarische Inseln, Spanien), wo die Finsternis partiell war, entstand dieses Bild. In Österreich war eine totale Eklipse zuletzt am 11. August 1999 zu sehen (der Hype um die "Sofi" war unerträglich und der Autor dieser Zeilen hat sie wegen eines wüsten Festes in der Nacht zuvor verschlafen!). Erst 2081 kommt bei uns die nächste; weltweit gesehen schon im Juli 2019, nämlich über dem Pazifik und Teilen von Chile und Argentinien.

REUTERS

Okay, und jetzt bitte nicht an Bonnie Tyler denken ("Total Eclipse of the Heart", 1983, geschrieben und produziert von Jim Steinman). Die mittlerweile auch schon wieder 66-jährige Waliserin trug ihren Heulbojenhit übrigens kurz vor dem Ereignis auf dem Kreuzfahrtschiff "Oasis of the Seas" der Linie "Royal Caribbean" vor.

APA/AFP/JOHN MACDOUGALL

Denken wir lieber ans Album "Battle for the Sun" von Placebo. Erschienen 2009, ist es zwar nicht eben der beste Fetzer der Band um Brian Molko (44), aber die totale Sonnenfinsternis samt Korona auf dem Cover ist sehr schön.

Placebo/privat
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