Schäden in Milliardenhöhe auf französischen Karibikinseln

Der Hurrikan "Irma" dürfte Schäden in Höhe von mindestens 1,2 Milliarden Euro verursacht haben. In Saint Barthelemy und Saint Martin starben neun Menschen.

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Saint Barthelemy – APA/AFP/TWITTER/QUENTIN LIOU

Der Wirbelsturm "Irma" hat nach Einschätzung von Experten auf den französischen Karibikinseln Saint Martin und Saint Barthelemy Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. Es werde mit mindestens 1,2 Milliarden Euro gerechnet, teilte der vom französischen Staat kontrollierte Rückversicherungsverband Caisse Centrale de Reassurance am Samstag mit. Damit wäre "Irma" einer der verheerendsten Stürme auf französischem Territorium seit Jahrzehnten. Saint Barthelemy und Saint Martin sind französische Überseegebiete. Nach Angaben des Pariser Innenministeriums kostete "Irma" dort neun Menschen das Leben.

In Saint-Martin wurde von den Behörden eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Sperre gilt von 19.00 Uhr abends bis 7.00 Uhr morgens (Ortszeit). Die Maßnahme soll zumindest bis Mittwochmorgen in Kraft bleiben, um - auch wegen der Bedrohung durch den herannahenden Hurrikan "Jose" - das Risiko für Menschen und Eigentum zu minimieren. Die zwischen den Niederlanden und Frankreich geteilte Karibikinsel wurde von "Irma" schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der französische Teil sei "zu 95 Prozent zerstört", sagte der Präsident des Territorialrats von Saint-Martin, Daniel Gibbs. Es gab Berichte über Plünderungen, Paris entsandte zusätzliche Polizeibeamte nach Saint-Martin.

Neue Bedrohung namens "Jose"

In den britischen Überseegebieten in der Karibik sind mindestens fünf Menschen durch "Irma" ums Leben gekommen. Die Britischen Jungferninseln meldeten vier Opfer und Anguilla einen Todesfall, berichteten britische Medien am Samstag. Einige Regionen könnten durch den nächsten Hurrikan "Jose" wieder bedroht sein.

Anguilla, die Britischen Jungferninseln sowie die Turks- und Caicosinseln waren von dem mächtigen Wirbelsturm voll getroffen worden. Zahlreiche Häuser sind zerstört und fast alle Straßen unpassierbar. Die Insel Montserrat kam einigermaßen glimpflich davon.

In Großbritannien und in den betroffenen Regionen wuchs unterdessen die Kritik an unzureichender Hilfe für die Opfer. London hatte Flugzeuge und ein Schiff ins Katastrophengebiet geschickt. Die Regierung stellte 32 Millionen Pfund (etwa 35 Millionen Euro) an Hilfe zur Verfügung.

(APA/Reuters/dpa)

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