Wilderei in Bayern nimmt zu

Es wird mehr gewildert in Bayern. Die Aufklärungsquote ist nicht recht hoch. Schwarzfischer allerdings hat die Polizei rasch an der Angel.

Schließen
APA/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul

Die Fälle von Wilderei in Bayern nehmen zu. 209 Anzeigen registrierte die Polizei allein im vergangenen Jahr - in den Vorjahren waren es mit 150 bis 180 deutlich weniger. Wie aus der jüngsten Kriminalitätsstatistik hervorgeht, lag die Aufklärungsquote bei der Jagdwilderei bei 29,2 Prozent.

Die Statistik allein ergibt aber noch kein vollständiges Bild. Denn zum einen rechnen Experten mit einer hohen Dunkelziffer: Viele Fälle werden gar nicht erst bemerkt, geschweige denn angezeigt. Zum anderen fällt in den Straftatbestand juristisch etwa auch, wenn freilaufende Hunde einem Wild nachstellen, ein Autofahrer nach einem Unfall ein totgefahrenes Reh in den Kofferraum packt oder ein Jäger ohne Ankündigung in ein fremdes Revier eindringt.

Neben der Jagdwilderei erfasst die Kriminalitätsstatistik auch Fischwilderei. 351 Mal wurden "Wildangler" im vergangenen Jahr angezeigt, hier liegt die Aufklärungsquote bei 95,4 Prozent - Anzeigen gibt es hier in aller Regel nur, wenn die Täter in flagranti erwischt werden.

 

(APA/dpa)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Wilderei in Bayern nimmt zu

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.