Erbeben: Bilder aus dem Katastrophengebiet im Iran und Irak

Bei einem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak sind mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 400 Menschen kamen dabei ums Leben, die meisten davon auf iranischer Seite. Die Rettungsarbeiten wurden durch Erdrutsche behindert.

Im Bild: Sarpol-e Zahab in der iranischen Provinz Kermanshah

(c) APA/AFP/TASNIM NEWS/FARZAD MENAT (FARZAD MENATI)

Der Erdstoß der Stärke 7,3 hatte sich am Sonntagabend rund 30 Kilometer südwestlich der Stadt Halabdscha im Nordosten des Irak ereignet. Die Erde bebte gegen 21.20 Uhr (Ortszeit), als viele Menschen zu Hause waren, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Das Beben wurde in einer Tiefe von 25 Kilometern registriert und war auch in Bagdad und im Osten der Türkei zu spüren. Bis Montagmittag gab es zudem 135 Nachbeben in mehreren Provinzstädten.

 

Im Bild: Sarpol-e Zahab in der iranischen Provinz Kermanshah

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Im Iran wurde vor allem die Provinz Kermanschah getroffen. Besonders verheerend waren die Folgen in Sarpol-e Sahab, wo allein 142 Tote zu beklagen waren. Die amtliche Nachrichtenagentur Irna berichtete über schwere Auswirkungen auch in Städten wie Kasr-e Schirin. In der Provinz bereiteten die Behörden nach eigenen Angaben die Einrichtung von Notunterkünften vor.

Im Bild: Darbandikhan in der Region Sulaimaniya im Irak

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Der Chef des iranischen Katastrophenschutzes, Pir Hossein Koolivand, sagte, es sei "schwierig, Rettungsteams in die Dörfer zu schicken, weil die Straßen abgeschnitten sind. Es gab Erdrutsche." Es wurden 30 Teams des Roten Halbmonds in die Erdbebenregion entsandt. Vielerorts fiel der Strom aus.

Im Bild: Darbandikhan in der Region Sulaimaniya im Irak

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Im Irak wurden im Kurdengebiet sieben Menschen getötet und 321 verletzt, wie das Innenministerium in Bagdad mitteilte. In der Stadt Suleimanija liefen Menschen auf die Straße rannten. An Gebäuden entstanden Schäden.

Ein Bild aus Sarpol-e Zahab in der iranischen Provinz Kermanshah.

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In der irakischen Hauptstadt Bagdad war das Beben rund 20 Sekunden lang zu spüren. In anderen Provinzen war die Erschütterung länger zu spüren. Auch im Südosten der Türkei schreckte das Beben die Menschen auf. In der Stadt Diyarbakir flohen Menschen Medienberichten zufolge aus ihren Häusern.

Ein Bild aus Sarpol-e Zahab in der iranischen Provinz Kermanshah.

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Es könnte in den nächsten Tagen und Wochen zu Nachbeben kommen. "Diese Beben könnten durchaus noch die Magnitude 6 erreichen. Das kann ausreichen, um beschädigte Häuser einstürzen zu lassen", sagte der Experte Marco Bohnhoff.

Ein Bild aus Sarpol-e Zahab in der iranischen Provinz Kermanshah.

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Die Menschen liefen nach dem Beben panisch auf die Straßen, wie Fernsehbilder eines irakischen Regionalsenders zeigten. Es gab mehrere Nachbeben.

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Der Bereich um das Zagros-Gebirge wird immer wieder von schweren Erdbeben getroffen. In der jetzt betroffenen Region seien sie aber trotzdem in dem Ausmaß relativ selten: "Ein Beben der Stärke 7,3 tritt im Schnitt alle 100 bis 150 Jahre auf", erklärte der Experte.

Ein Bild aus Sarpol-e Zahab in der iranischen Provinz Kermanshah.

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