+++ Nachlese: Live-Ticker vom Dienstag +++

Live-Ticker +++ Ein neuerlicher Brand in Reaktor vier konnte unter Kontrolle gebracht werden +++ Der Plan, Reaktor vier aus der Luft mit Wasser zu kühlen, wurde verworfen +++

LiveTicker ueberlebende Truemmern gerettet
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LiveTicker ueberlebende Truemmern gerettet
(c) AP (Masamichi Genkoh)

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00.56 Uhr MEZ: Das Feuer in Reaktor vier des Atomkraftwerks Fukushima eins ist nach Angaben der Behörde für Atomsicherheit anscheinend gelöscht. Nach Informationen der Betreibergesellschaft Tepco seien keine Flammen und kein Rauch mehr an Reaktor zu sehen, sagte ein Sprecher der Behörde der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Der Brand sei anscheinend von selbst erloschen.

00.49 Uhr MEZ: Angesichts der drohenden Atomkatastrophe in Japan hat US-Präsident Barack Obama Sicherheitsnachbesserungen an Nuklearanlagen in den Vereinigten Staaten angekündigt. Es sei nun sehr wichtig zu prüfen, wie die Sicherheit und die Leistung der US-Atomkraftwerke verbessert werden könne, sagte Obama am Dienstag (Ortszeit) dem Fernsehsender CBS. Die Anlagen seien zwar so gebaut, dass sie Erdbeben bis zu einer bestimmten Stärke standhalten könnten, aber "nichts ist zu einhundert Prozent sicher", fügte Obama hinzu.

00.31 Uhr MEZ: Die Nachrichtenagentur AFP berichtet unter Berufung auf die japanische Regierung, dass das Feuer unter Kontrolle sein soll.

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23.58 Uhr MEZ: Die Betreiberfirma Tepco vermutet, dass das erste Feuer im Reaktor vier am Dienstag nicht vollständig gelöscht worden sei und nun einen neuen Brand ausgelöst habe.

Im Reaktor 4 liegen Tonnen verbrauchter Brennstäbe in einem Flüssigkeitsgefüllten Becken, das ebenfalls zersprungen ist. Dadurch nahmen die nuklearen Reaktionen, und somit Hitze und radioaktive Strahlung, zu und ließen das Wasser zusehends verdampfen. Der Reaktor selbst wurde schon vor dem Erdbeben wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet.

23.06 Uhr MEZ: Im Reaktor vier des Atomkraftwerks Fukushima eins ist am Mittwochmorgen (Ortszeit) erneut ein Feuer ausgebrochen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Fernsehsender NHK. Laut der Betreiberfirma Tepco brennt die Außenhülle des Reaktors, die Feuerwehr ist im Einsatz.
Im AKW Fukushima eins kämpfen die letzten 50 Arbeiter um den havarierten Reaktor vier. Zuletzt versuchten sie, aus Hubschraubern Wasser abzuwerfen, um die Brennstäbe zu kühlen. Dieser Plan wurde aber verworfen. Ein erster Brand in Reaktor vier war am Dienstag nach kurzer Zeit gelöscht worden.

22.44 Uhr MEZ: Die Windbedingungen in Japan könnten den Großraum Tokio am Mittwoch vor einer möglichen radioaktiven Wolke schützen. Der Wind über dem schwer beschädigten Reaktorkomplex Fukushima werde am Mittwoch zunächst von Norden kommend an der Pazifikküste entlangziehen, teilte das japanische Wetteramt mit. Im weiteren Tagesverlauf komme er dann aus Nordwest und würde mögliche Schadstoffe auf das Meer hinaustragen.

20.10 Uhr MEZ: EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat mit Blick auf die Ereignisse in Japan von einer "Apokalypse" gesprochen. Praktisch alles sei außer Kontrolle geraten, fügte er hinzu. Zuvor hatte Oettinger auf einem Sondertreffen mit Vertretern der EU-Staaten und der Industrie über Lehren aus den Ereignissen in Japan beraten. Dabei wurden sogenannte Stresstests für europäische AKWs beschlossen.

19.37 Uhr MEZ: Wäre das AKW Fukushima I den Vorschriften der japanischen Regierung entsprechend baulich verbessert worden, hätte es das verheerende Beben eigentlich unbeschadet überstehen sollen. Das geht aus einem Vortrag des Seismologe Götz Bokelmann von der Universität Wien hervor.

Das Anfang der 1970er Jahre entstandene Kernkraftwerk sei auf Bodenbeschleunigungen von maximal 18 Prozent der Erdbeschleunigung (g) ausgelegt gewesen, 2008 habe die japanische Regierung diese Belastungsgrenze aber auf 60 Prozent g hinaufgesetzt. Das sei aber offensichtlich in Fukushima nicht umgesetzt worden.

17.48 Uhr MEZ: "Es haben seit gestern (Montag, Anm.) besorgniserregende Ereignisse stattgefunden." Mit diesen Worten eröffnete Yukiya Amano, Generalsekretär der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA, am Dienstag eine Pressekonferenz in der UNO in Wien. Er sprach von zusätzlichen Beschädigungen an den Reaktoren des AKW Fukushima sowie der Freisetzung von Radioaktivität. Genaue Angaben zur aktuellen Situation machte Amano allerdings nicht.

16.37 Uhr MEZ: Die Austrian Airlines haben sich dazu entschieden, den geplanten Flug von Wien nach Tokio durchzuführen, den Flug OS 051 allerdings von 15.25 Uhr auf 23.30 Uhr zu verschieben. Der Rückflug OS 052 von Tokio über Seoul nach Wien ist für Mittwoch 20.10 Uhr Lokalzeit Tokio geplant. Die Ankunft in Wien ist für 3.05 Uhr Lokalzeit Wien am 17. März vorgesehen.

16.35 Uhr MEZ: Das überhitzte Abkühlbecken für alte Brennstäbe im Reaktor 4 des AKW Fukushima Eins soll mit Hilfe von Hubschraubern gekühlt werden, schlagen Experten vor. Alternativ könnten Feuerwehrwagen an das Reaktorgebäude herangefahren werden, um durch die Löcher Wasser in den Reaktor zu spritzen, hieß es. Eine Kühlung mit Meerwasser ist aus technischen Gründen nicht möglich. Zuvor war bekanntgeworden, dass sich die Wassertemperatur im Abklingbecken der Brennstäbe bedrohlich erhöht hatte.

15.14 Uhr MEZ: Rettungshunde haben in der Nacht auf Dienstag fünf ältere Menschen unter den Trümmern der Stadt Natori entdeckt. Sie konnten lebend geborgen werden.

15.11 Uhr MEZ: Das Aufbewahrungsbecken für die verbrauchten Brennstäbe im Reaktor 4 des AKW Fukushima Eins kann nicht mehr mit Wasser gefüllt werden. In einem solchen Becken müssen ausgediente Brennstäbe abkühlen, bevor sie in End- oder Zwischenlager abtransportiert werden. Sie bleiben auch lange nach ihrem Einsatz sehr heiß.

14.39 Uhr MEZ: Nach Angaben der Polizei ist die vorläufige Zahl der Todesopfer auf 3373 gestiegen, 6746 Menschen werden noch vermisst. Weitere 1897 Personen wurden verletzt. Mehr als 55.380 Häuser sind zerstört oder beschädigt, mehr als 3000 weitere Häuser wurden überschwemmt, und rund 130 Häuser brannten durch die Katastrophe ab.

13.48 Uhr MEZ: Japans Energieversorger weiten die temporären Stromsperren auf den Nordosten des Landes aus. Diese werden mindestens bis Ende April dauern.

13.17 Uhr MEZ: Die Radioaktivität ist im Kontrollraum von Reaktor 4 des AKW Fukushima Eins einem Medienbericht zufolge so hoch, dass dort nicht mehr normal gearbeitet werden kann. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. 150 Menschen sind unter Beobachtung, bei 23 Menschen wurden Maßnahmen zur Dekontaminierung eingeleitet.

13.12 Uhr MEZ: Die österreichische Botschaft wird von Tokio nach Osaka verlegt. "Die logistische Unterstützung bleibt aber in gleicher Form aufrecht", sagte Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal. Bereits vor einigen Tagen sei in dem dort befindlichen Konsulat ein "zweites Standbein" aufgebaut worden.

12.51 Uhr MEZ: Der Unfall im AKW Fukushima hat nach Einschätzung aus Frankreich die zweithöchste Stufe in der Internationalen Bewertungsskala (INES). Das Geschehen sei mit Stufe 6 von 7 zu bewerten, teilte der Präsident der Französischen Atomsicherheitsbehörde (ASN), Andre-Claude Lacoste, mit. Die offizielle Bewertung dder schwere des Unfalls unterliegt jedoch der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA.

12.42 Uhr MEZ: Die Lage im Reaktor 2 dürfte sich wieder langsam stabilisieren. TV-Sender NHK berichtete, dass die Brennstäbe etwa sechs Stunden völlig frei lagen. Nun seien sie zur Hälfte wieder mit Wasser bedeckt.

12.20 Uhr MEZ: Unterdessen arbeiten die Hilfsorganisationen rund um die Uhr für die Versorgung der rund 530.000 Menschen, die durch das Erdbeben und den Tsunami obdachlos geworden sind. Diese Personen sind in rund 2500 Notunterkünften im Katastrophengebiet untergebracht. Laut Rotem Kreuz gehen die Vorräte in den Lagern zu Ende - es müsse dringend nachgeliefert werden.

11.49 Uhr MEZ: Vor der Ostküste auf Höhe der Präfektur Fukushima hat sich nach den Angaben des japanischen Meteorologischen Dienstes ein weiteres schweres Nachbeben der Stärke 6,3 ereignet.

11.46 Uhr MEZ: Während die Lufthansa bereits entschieden hat, Tokio vorerst nicht mehr anzufliegen, wird bei der AUA noch darüber beraten, ob der Flug über Seoul erneut durchgeführt wird. Die Maschine aus Tokio wird für 18.40 Uhr erwartet. Mitgereiste Spezialisten der ABC-Abwehrschule des Bundesheeres haben den Flug nach Japan begleitet, um während des Landeanfluges in Tokio Strahlenmessungen durchzuführen. Dabei wurde laut AUA aber keine erhöhte Belastung gemessen.

11.29 Uhr MEZ: Das Außenministerium rät Österreichern in Japan weiterhin, zumindest den Großraum Tokio zu verlassen. "Die Situation nach den Zwischenfällen in dem Atomkraftwerk Fukushima ist nicht abschätzbar", sagte Außenamts-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal. Die Betroffenen sollten bedenken, dass im Fall einer Verschlimmerung der Strahlungslage etwaige Ausreisemöglichkeiten nicht länger zur Verfügung stehen könnten.

11.23 Uhr MEZ: Nach den Angaben der UN-Wetterbehörde World Meteorological Organization (WMO) wird eine mögliche radioaktive Wolke durch die aktuellen Wetterverhältnisse auf das offene Meer getrieben. Für Japan bestehe demnach keine Gefahr.

10.52 Uhr MEZ: In der Wand des Reaktors 4 klaffen zwei acht Quadratmeter große Löcher. Der Kraftwerkbetreiber Tepco hatte den Behörden die Löcher in der Nordwestwand des Reaktors gemeldet.

Japan: Kampf gegen Kälte und Hunger

10.38 Uhr MEZ: Vier Tage nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe haben die Rettungskräfte zwei Überlebende geborgen. In der Stadt Otsuchi wurde eine 70 Jahre alte Frau lebend aus den Trümmern ihres Hauses geborgen. In der Stadt Ishimaki in der besonders betroffenen Präfektur Miyagi wurde zudem ein Mann aus den Trümmern gerettet.

10.32 Uhr MEZ: Die japanische Regierung stellt in einem ersten Schritt umgerechnet rund 265 Millionen Euro als Notfallhilfe für die Bürger in Katastrophengebieten bereit. Das Geld ist für Essen, Wasser, Decken und Medizin vorgesehen.

10.19 Uhr MEZ: 92 Prozent der Österreicher sind über die Natur- und atomare Katastrophe in Japan "schockiert", 81 Prozent haben auch mit Angst auf die Berichte reagiert. Das hat eine Umfrage des Humaninstituts unter 850 Personen ergeben. 46 Prozent fühlen sich angesichts des Ausmaßes des Unglücks "sprachlos".

10.08 Uhr MEZ: Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami konnte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters eine 70-Jährige lebend aus den Trümmern gerettet werden.

09.27 Uhr MEZ: In drei Präfekturen um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima haben die Vorbereitungen auf die Evakuierung begonnen. "Wir arbeiten daran festzustellen, wie viele Evakuierte wir aufnehmen und welche Einrichtungen wir als Unterschlupf nutzen können", sagte eine Sprecher der Präfektur Tochigi.

9.09 Uhr MEZ: Weitere Schäden im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1: Auch die Kühlung der Reaktoren 5 und 6 funktioniere offenbar nicht mehr einwandfrei, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Die Kühlung in den Reaktoren 1 und 3 ist nach Angaben der japanischen Regierung stabil. Ob auch Kühlwasser in Reaktor 2 eingeleitet werden könne, bleibe abzuwarten, sagte Edano.

8.57 Uhr MEZ: Im Reaktorblock 4 des Unglückskraftwerks Fukushima 1 brannte nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ein Becken mit gebrauchtem Brennstoff. Radioaktivität entweiche von dort direkt in die Atmosphäre, teilten japanische Behörden der UN-Behörde mit.

8.44 Uhr MEZ: Die japanische Notenbank hat ihre Stützungsmaßnahmen für das Finanzsystem fortgesetzt. Angesichts des hohen Bedarfs an Liquidität der japanischen Banken seien erneut Milliarden in das Bankensystem gepumpt worden. Die Nachrichtenagentur Kyodo nannte als Sofortmaßnahme der Notenbank eine Zahl von acht Bill. Yen (70,1 Mrd. Euro). Am Vortag war die Summe bei 15 Bill. Yen gelegen.

8.37 Uhr MEZ: Die japanische Regierung hat die Bevölkerung des Landes aufgefordert, keine Hamsterkäufe aus Sorge wegen des Atomunfalls in Fukushima zu tätigen. Sollten sich die Menschen mit großen Vorräten an Grundnahrungsmitteln eindecken, könne dies die Versorgung der Menschen in dem von der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe betroffenen Gebiet gefährden, sagte Verbraucherministerin Renho.

8.21 Uhr MEZ: Premier Naoto Kan hat die Betreiber des AKW Fukushima scharf kritisiert. "Das Fernsehen berichtet von einer Explosion. Aber dem Büro des Premiers wird eine Stunde lang nichts gesagt", zitierte ihn die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Die Regierung und die Öffentlichkeit seien unzufrieden mit der Informationspolitik. Kan verlangte von der Betreibergesellschaft Tepco, ihre Mitarbeiter nicht aus der Anlage abzuziehen. Er sei sich hundertprozentig sicher, dass das Unternehmen dann zusammenbreche.

8.06 Uhr MEZ: Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) beziffern japanische Behörden die Strahlenbelastung beim Atomkraftwerk Fukushima auf bis zu 400 Millisievert pro Stunde. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Dosisgrenzwert für die Bevölkerung gemäß der Strahlenschutzverordnung bei ein Millisievert im Kalenderjahr, berichtet die Nachrichtenagenutr Reuters.

7.47 Uhr MEZ: Die japanische Polizei veröffentlichte neue Opferzahlen nach dem Erdbeben und dem Tsunami. Demnach sind 2475 Personen ums Leben gekommen. Offiziell werden noch 3611 Menschen vermisst.

7.02 Uhr MEZ: Nach der dritten Explosion im AKW Fukushima ist die radioaktive Strahlung auch in der Nähe von Tokio angestiegen. Die Werte seien aber kein Risiko für die Gesundheit, teilte das Wissenschaftsministerium mit. In Tokio wurden geringe Mengen radioaktiver Substanzen gemessen, darunter Cäsium und Jod, wie die Verwaltung der Region erklärte.

6.47 Uhr MEZ: "Presse"-Reporter Stefan Riecher berichtet aus einer von dem Tsunami zerstörten Hafenstadt: "Das Ausmaß des Tsunamis ist schlimmer als ich von bisherigen Berichten erwartet habe."

6.12 Uhr MEZ: Über dem AKW Fukushima 1 wurde laut Nachrichtenagentur Kyodo im Umkreis von 30 Kilometern eine Flugverbotszone eingerichtet.

5.43 Uhr MEZ: Nach der neuerlichen Explosion im AKW Fukushima und den Warnungen vor der Strahlenbelastung ist es zu Hamsterkäufen in Tokio gekommen. Die Bewohner deckten sich mit Vorräten ein.

AKW Fukushima: Die Katastrophe in Bildern

4.52 Uhr MEZ: Die Atom-Katastrophe in Fukushima hat für einen Kurssturz an der Tokioter Börse gesorgt. Nach der Mittagspause notierte der Nikkei-Leitindex um 12,4 Prozent niedriger als zu Beginn des Handelstages, und brach auf 8424 Punkte ein. Die Kursverluste weiteten sich aus, nachdem Ministerpräsident Naoto Kan in einer Erklärung den Austritt von Radioaktivität in großem Ausmaß aus dem Atomkraftwerk Fukushima 1 bestätigt hatte.

4.28 Uhr MEZ: Das Feuer im Reaktor 4 des AKW Fukushima ist offenbar gelöscht. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Betreiber Tepco.

3.42 Uhr: Die Strahlung um das havarierte AKW Fukushima hat mittlerweile ein "gesundheitsgefährdendes" Ausmaß erreicht. Dies sagte Regierungssprecher Yukio Edano. "Wir reden jetzt über eine Strahlendosis, die die menschliche Gesundheit gefährden kann." Mit zunehmender Entfernung vom Atomkraftwerk werde die Strahlung aber geringer. "Wir können unser Alltagsleben weiterführen", sagte Edano.

3.19 Uhr MEZ: In Reaktor 4 der Atomanlage Fukushima 1 ist ein Feuer ausgebrochen. Der japanische Regierungschef Naoto Kan sagte, dort sei zudem eine "deutlich erhöhte" Radioaktivität gemessen worden. Er rief die Bevölkerung im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern auf, in ihren Häusern zu bleiben.

Feuer, Wasser, Trümmer: Das Ausmaß der Zerstörung

3.13 Uhr MEZ: Eine radioaktive Wolke ist nach Erkenntnissen der französischen Botschaft in Tokio auf dem Weg in die japanische Hauptstadt. Winde mit "geringer radioaktiver Kontamination" könnten Tokio innerhalb von zehn Stunden erreichen, sofern sich die Windrichtung nicht drehe. Die französischen Bürger in Tokio wurden aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben. Es gebe "keinen Grund für Panik", hieß es.

1.18 Uhr MEZ: Nach der Explosion im zweiten Reaktorblock ist die radioaktive Strahlung um die Anlage deutlich angestiegen. Es wurde eine Strahlenbelastung von 8217 Mikrosievert pro Stunde gemessen, was das Achtfache des Jahreswertes ist. Es handelte sich um einen sprunghaften Anstieg: Noch 40 Minuten zuvor waren 1941 Mikrosievert pro Stunde im AKW gemessen worden. Die gesetzliche Höchstgrenze liegt bei 500 Mikrosievert pro Stunde.

Satellitenbilder: Die Wucht des Tsunamis

1.06 MEZ: Bei der Explosion im zweiten Reaktorblock ist das Dach der Anlage beschädigt worden. Wie die Agentur Jiji berichtete, stieg Dampf aus dem Komplex hervor. Der AKW-Betreiber Tepco ließ einen Teil der Arbeiter aus dem Kraftwerk in Sicherheit bringen. Auf dem Gelände hielten sich jedoch noch 50 Personen auf, die sich bemühten, "die Stabilität der Anlage zu sichern", hieß es.

0.45 Uhr MEZ: Im Atomkraftwerk Fukushima dürfte es am Dienstag in der Früh (MEZ) zu einer massiven Freisetzung von Radioaktivität gekommen sein. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, wurden die Arbeiter nach einer Explosion angewiesen, den zweiten Reaktorblock zu verlassen. Während die Strahlung im Gebiet des Atomkraftwerks über die gesetzliche Höchstgrenze kletterte, wurden auch in der südlich gelegenen Präfektur Ibaraki erhöhte Strahlenwerte gemessen.

0:10 Uhr MEZ: Im zweiten Reaktorblock der japanischen Atomanlage Fukushima 1 ist nach Medienberichten eine Explosion zu hören gewesen. Bestätigung dafür gibt es noch nicht.

0.00 Uhr MEZ: Ein Teil des Schutzmantels eines Atomreaktors der Anlage Fukushima 1 ist nach Angaben der japanischen Regierung offenbar beschädigt worden. Regierungssprecher Yukio Edano sagte am Dienstag in der Früh, es scheine Schäden am unteren Teil des Schutzmantels von Reaktorblock 2 zu geben. Damit könnten erhebliche Mengen Radioaktivität entweichen.

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(Ag.)

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