Drohne muss auf AKW Fukushima notlanden

Die 7,7 Kilo schwere Drohne vom Typ T-Hawk ist außer Kontrolle geraten und musste auf dem Dach des Reaktors 2 notlanden. Schäden sind dabei keine entstanden.

Fukushima Drohne Notlandung
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Fukushima Drohne Notlandung
Diese Luftaufnahme wurde von einer T-Hawk-Drohne aufgenommen – (c) AP ()

Auf dem Gelände des havarierten AKW Fukushima Eins musste eine unbemannte Drohne notlanden: Das 7,7 Kilogramm schwere Flugzeug vom Typ T-Hawk, das zur Messung von Radioaktivität dient, ist außer Kontrolle geraten. Es konnte auf dem Dach des Reaktors 2 notlanden. Zusätzlicher Schaden am Gebäude ist offenbar nicht entstanden.

Japan trägt noch immer schwer an den Folgen des Erdbebens und der Tsunamis vom 11. März: Nach neuesten Angaben der Regierung sind dadurch direkte Kosten in der Höhe von 16,9 Billionen Yen (147 Milliarden Euro) entstanden. Berücksichtigt wurden die Schäden an Häusern, Fabriken und der Infrastruktur wie Straßen und Brücken, wie die japanische Regierung am Freitag mitteilte.

Bisher hatte die Regierung für den geschätzten Schaden einen Korridor zwischen umgerechnet 139 Milliarden bis 217 Milliarden Euro angegeben. Der nun veröffentlichte präzisere Wert beruht auf neuen Erhebungen der Schäden in den betroffenen Gebieten, insbesondere den Präfekturen Miyagi, Iwate und Fukushima.

Kosten der Atomkatastrophe nicht eingerechnet

Nicht eingerechnet sind die indirekten Kosten der Katastrophe, die etwa durch Produktionsausfälle in der Wirtschaft entstanden. Ebenfalls nicht eingerechnet sind die Kosten, die durch die Atomkatastrophe von Fukushima entstanden sind und noch entstehen.

Allein die Höhe der Gebäudeschäden betrage 10,4 Billionen Yen, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Die Schäden an Straßen und Schifffahrtswegen werden mit 2,2 Billionen Yen beziffert, die in der Land- und Forstwirtschaft sowie auf Aqua-Framen mit 1,9 Billionen Yen. Die Reparatur der Versorgungsleitungen etwa für Wasser und Gas dürfte nach Erwartungen der Regierung 1,3 Billionen Yen kosten.

Am 11. März hatten ein Beben der Stärke 9,0 und eine rund 14 Meter hohe Tsunamiwelle im Nordosten Japans verheerende Schäden angerichtet. Mehr als 23.000 Menschen starben oder gelten als vermisst. Beben und Tsunami lösten am Atomkraftwerk Fukushima zudem die größte Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl vor 25 Jahren aus. Das Kernkraftwerk war durch das Beben und den Tsunami schwer beschädigt worden. Seither tritt dort radioaktive Strahlung in die Umwelt aus. 100.000 Häuser wurden komplett zerstört. Etwa eine halbe Million weitere Gebäude wurden beschädigt.

(Ag.)

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