"Alles Lügen": Frau bestreitet Liebe zu Costa-Kapitän

Die junge Moldawierin soll zum Unglückszeitpunkt auf der Brücke der Costa Concordia bei Kapitän Schettino gewesen sein. Sie sei als normale Passagierin an Bord gewesen, um ihren Geburtstag zu feiern.

Schettino Moldawierin  Kapitan
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Schettino Moldawierin  Kapitan
Die Moldawierin Domnica Tschemortan – (c) AP (Giacomo Aprili)

Nach dem Unglück des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" vor der toskanischen Insel Giglio dreht sich die Gerüchteküche um eine junge Frau aus Moldawien, die angeblich zum Unglückszeitpunkt bei Kapitän Francesco Schettino auf der Brücke gewesen sein soll. Domnica Tschemortan bestreitet eine Beziehung mit dem Kapitän. "Ich habe niemals vor den Staatsanwälten behauptet, dass ich in Schettino verliebt sei, wie italienische Medien berichtet haben. Es sind alles nur Lügen, die verbreitet wurden, um den Kapitän unter Druck zu setzen", wurde die 25-jährige Tschemortan vom italienischen Klatschmagazin "Oggi" zitiert.

Sechs Stunden lang habe sie vor Oberstaatsanwalt Francesco Verusio über die Vorfälle an Bord des Schiffes berichtet. "Die Staatsanwälte haben sofort klar gestellt, dass sie nicht an persönliche Angelegenheiten interessiert sind, sondern lediglich über die Ereignisse an Bord informiert werden wollten", sagte die Frau. Sie habe für die Costa-Reederei auf anderen Schiffen gearbeitet und an Bord der "Concordia" ihren 25. Geburtstag feiern wollen.

"Man behauptet, dass mein Bikini in der Kabine des Kapitäns gefunden worden sei. Woher weiß man, dass dieser Bikini mir gehört? Steht darauf vielleicht mein Name geschrieben?", fragte die Moldawierin. Sie sei als normaler Passagier mit eigener Kabine und keineswegs als Schettinos Gast an Bord gewesen. "Ich habe noch den Schlüssel der Kabine mit meinem Namen drauf in der Tasche", versicherte die Frau.

"Mir ist großer Schaden zugefügt worden"

Tschemortan übte Kritik an den italienischen Medien, die sie als "Blondine des Kapitäns" und als "Sirene der Costa Concordia" bezeichnet hatten. "Mir ist ein großer Schaden zugefügt worden. Auch in Moldawien spricht man über mich. Man sagt, dass ich das Ansehen meines Landes und meines Volkes ruiniere. Hier geht es nicht mehr um Klatsch, sondern um eine politische Angelegenheit", meinte die Frau. Sie schäme sich, ihren Nachbarn zu begegnen und in den Geschäften einzukaufen.

Wrack bewegte sich 60 Zentimeter

Die Bergung des Wracks ist indes in höchster Gefahr, weil sich das Schiff um 60 Zentimeter bewegt hat. Das Schiff könnte in tiefere Gewässer abrutschen. Die Experten, die das Schiff mit Lasergeräten kontrollieren, überlegen Maßnahmen zu dessen Verankerung, sagte der Chef des Krisenstabs, Franco Gabrielli.

(Ag.)

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