China exportiert Kapseln mit Menschenfleisch

Ein "Medikament" aus toten Babys und Föten soll das menschliche Leistungsvermögen steigern. Eine Kapsel kostet in Südkorea 27 Euro.

A man walks past Chinese national flags at Chaoyang Hospital, where blind activist Chen Guangcheng wa
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A man walks past Chinese national flags at Chaoyang Hospital, where blind activist Chen Guangcheng wa
(c) REUTERS (Jason Lee)

Peking/Seoul/Ag. Grausige Nachrichten aus Südkorea: Der dortige Zoll gab bekannt, man habe in den vergangenen zehn Monaten mehr als 17.000 Medikamentenkapseln aus China beschlagnahmt, deren Füllung aus getrocknetem und pulverisiertem Gewebe von Babys und Föten bestehe. Schmuggler hätten versucht, die Kapseln ins Land zu bringen. Medienberichten zufolge würden sie in dem Glauben eingenommen, dass sie diverse Krankheiten heilen und das körperliche und geistige Leistungsvermögen steigern könnten. Eine Kapsel werde in Südkorea für 40.000 Won (etwa 27 Euro) verkauft.

Quelle der Kapseln unklar

Woher die Babyleichen stammen und wo sie verarbeitet werden, ist demnach unklar. Den Berichten zufolge befinden sich Produktionsanlagen gleich in mehreren chinesischen Städten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.05.2012)

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