Litauen: Parlament gibt grünes Licht für neues AKW

Die Regierung wil damit die Energieversorgung des baltischen Staates von russisschen Gas- und Öllieferungen unabhängiger machen.

Das einzige litauische Atomkraftwerk, das AKE Ignalina, ist nicht mehr in Betrieb.
Schließen
Das einzige litauische Atomkraftwerk, das AKE Ignalina, ist nicht mehr in Betrieb.
Das einzige litauische Atomkraftwerk, das AKE Ignalina, ist nicht mehr in Betrieb. – (c) EPA (Afi)

Das litauische Parlament hat grünes Licht für das geplante Atomkraftwerk in Visaginas und die Lizenzvereinbarung mit dem japanischen Unternehmen Hitachi gegeben. 63 Abgeordnete stimmten dafür, elf votierten dagegen. 33 Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Energieminister Arvydas Sekmokas sagte, das Projekt werde eine unabhängige Energieversorgung Litauens sichern, 6.000 Arbeitsplätze schaffen und das Bruttoinlandsprodukt um über neun Milliarden Euro erhöhen.

Mit dem Bau des auf fünf Milliarden Euro veranschlagten Atomkraftwerks soll 2015 begonnen werden. Zwischen 2020 und 2022 soll die Anlage ans Netz gehen. Im Dezember hatte sich Polen von dem Projekt zurückgezogen. Neben Litauen sind derzeit noch Lettland, Estland und Hitachi als strategische Investoren an dem Projekt beteiligt.

Derzeit ist in Litauen kein Atomkraftwerk am Netz. Die Reaktoren des Kernkraftwerks Ignalina wurden 2005 bzw. 2009 abgeschaltet und werden nicht mehr in Betrieb genommen. In den 90er-Jahren deckte Litauen bis zu drei Viertel seines Energiebedarfs mit Atomstrom.

 

(APA/Red.)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Kommentar zu Artikel:

Litauen: Parlament gibt grünes Licht für neues AKW

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen