Blick in Schwarze Löcher: Nasa schickt Röntgenteleskop ins All

Eine Pegasus-Rakete brachte das Teleskop "NuStar" in seine Umlaufbahn um die Erde. Die Mission soll "ein völlig neues Fenster zum Universum" öffnen.

Blick schwarze Loecher Nasa
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Blick schwarze Loecher Nasa
(c) AP

Röntgenblick ins All: Die US-Weltraumagentur Nasa hat am Mittwoch das neue Teleskop "NuStar" (kurz für Nuclear Spectroscopic Telescope Array) gestartet, das Blicke in den energiereichen Kosmos eröffnen soll. Ein Flugzeug vom Typ L-1011 "Stargazer" setzte eine Pegasus-Rakete mit dem Teleskop als Fracht über den Marshall-Inseln im Pazifik frei. Die Rakete brachte "NuStar" daraufhin in seine Umlaufbahn um die Erde. Das Röntgenobservatorium wiegt rund 350 Kilo und soll zwei bis fünf Jahre im Einsatz sein.

Astronomen erhoffen sich von der Mission neue Erkenntnisse über Schwarze Löcher oder auch Reste explodierender Sonnen - kurzum über die heißesten, kompaktesten und energiereichsten Objekte, die sich vor allem durch Röntgenstrahlen bemerkbar machen. So verspricht sich auch der für die Instrumente des Teleskops zuständige Nasa-Manager William Craig eine "fantastische" wissenschaftliche Ausbeute: "Die Mission öffnet uns ein völlig neues Fenster zum Universum."

Mit umgerechnet rund 130 Millionen Euro ist "NuSTAR" ein vergleichsweise günstiges Weltraumteleskop. Aber trotzdem ist es etwas ganz Besonderes: Als erstes Observatorium kann es harte, also besonders energiereiche Röntgenstrahlung fokussieren und so scharfe Röntgenbilder gewinnen. Sie können auch Staub im Weltraum durchdringen. "NuSTAR" soll erklären helfen, wie diese hohen Energien im All erzeugt werden und beispielsweise die erste systematische Bestandsaufnahme Schwarzer Löcher liefern.

(Ag.)

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