Graz: Hochschulen wollen Pädagogik professionalisieren

28.10.2012 | 18:22 |   (Die Presse)

Ein neues Institut soll die Schnittstelle zwischen Uni Graz und den steirischen PH bilden.

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Graz/Red. Die neue Lehrerausbildung soll nicht zuletzt das „pädagogisch-professionelle Selbstverständnis“ der Pädagogen stärken. Die Universität Graz hat gemeinsam mit den beiden steirischen pädagogischen Hochschulen bereits reagiert – und ein neues „Institut für Pädagogische Professionalisierung“ gegründet. Das Institut soll die organisatorische Basis legen, um Forschungskooperationen zwischen Universität und PH zu forcieren, heißt es in einer Aussendung. Die schlanke Struktur biete eine ideale Andock- und Schnittstelle.

Geleitet wird das Institut von Agnieszka Czejkowska, die im Jahr 2011 als Professorin für LehrerInnenbildung und Schulforschung an die Uni Graz berufen wurde. Die Schwerpunkte des Instituts: Schulforschung, Pädagogenbildung sowie Kulturvermittlung.

Anlässlich der Institutseröffnung und der Antrittsvorlesung von Agnieszka Czejkowska laden Universität und PH am heutigen Montag ab 16 Uhr in der Aula der Universität Graz zum Symposium „Schule vermitteln“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2012)

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1 Kommentare

Grundfehler

Der Grundfehler in der Diskussion um die Stellung PH - Universität in der Lehrer_innenausbildung liegt in der falschen Annahme, dass Forschung immmer gleichgesetzt wird mit NUR Forschung in den Erziehungswissenschaften. Ich kann den PHs - sofern sie von den Universitäten wirklich ernst genommen werden wollen - nur empfehlen, dass sie sich allen Wissenschaften öffnen - gemeinsam mit den Universitäten und die Universitäten öffnen sich gegenüber der Erfahrung der PHs im Bereich der schulpraktischen Ausbildung

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