OECD-Studie: E-Learning ist in Österreich nur wenig verbreitet

02.11.2012 | 12:46 |   (DiePresse.com)

Was internetbasiertes Lernen betriftt, hinkt Österreich im internationalen Vergleich hinterher. Nur 36 Prozent nützen das Web für formelles Lernen.

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E-Learning ist in Österreich im internationalen Vergleich nur wenig verbreitet. Fast die Hälfte aller Internetnutzer (47 Prozent) in OECD-Ländern gibt an, dass sie das Internet für formale Bildungsaktivitäten nutzen, in einigen Ländern wie Finnland, Island, Luxemburg und Portugal geben sogar mehr als 70 Prozent der Internetnutzer an, das Web für formelles Lernen einzusetzen. In Österreich tun das hingegen lediglich 36 Prozent, zeigt der "Internet Economy Outlook 2012" der OECD.

Nur in sieben OECD-Ländern gibt ein noch geringerer Anteil der Befragten an, das Internet für formales Lernen zu nutzen: In Estland (36 Prozent), Großbritannien (35 Prozent), Tschechien (31 Prozent), der Slowakei (22 Prozent), den Niederlanden (21 Prozent), Mexiko (9 Prozent) und Chile (7 Prozent). Spitzenwerte werden hingegen in Finnland (78 Prozent), Portugal (77 Prozent), Island (76 Prozent) und Luxemburg (73 Prozent) erreicht. Der OECD-Schnitt liegt bei rund 47 Prozent.

Höchsten Schul-Wert erreichen die Niederlande

Über dem OECD-Schnitt landet Österreich hingegen bei der Internetnutzung an Schulen laut Schülerbefragung: An knapp 97 Prozent der Schulen wird den Schülern laut deren Angaben Internetzugang ermöglicht, 81 Prozent der Befragten nutzen diesen auch. Im OECD-Schnitt gaben 93 Prozent der Schüler an, dass sie an ihrer Schule das Internet nutzen können, 70 Prozent taten dies auch. Die höchsten Werte erreichten die Niederlande (knapp 100 bzw. 96 Prozent), Dänemark (99 bzw. 94 Prozent) und Australien (99 bzw. 91 Prozent), die geringsten Italien (73 bzw. 45 Prozent), die Türkei (77 bzw. 44 Prozent) und Japan (84 bzw. 46 Prozent).

Wer das Internet nutzt, hängt laut den OECD-Daten im Allgemeinen stark mit dem Bildungsniveau zusammen: Je höher die Bildung, umso höher das Einkommen und die Computerfähigkeiten, umso wahrscheinlicher die Internetnutzung. Österreich gehört dabei zu jenen Ländern, in denen unter Hochschulabsolventen ein deutlich größerer Anteil das Internet verwendet (94 Prozent) als unter Menschen, die maximal die Pflichtschule abgeschlossen haben (56 Prozent).Noch größer ist die Differenz in Slowenien (95 bzw. 31 Prozent), Griechenland (84 bzw. 18 Prozent) und der Türkei (82 bzw. 21 Prozent). Nur geringe Unterschiede bei der Internetnutzung gibt es indes in Island (knapp 100 Prozent bei hohem, 90 Prozent bei geringem Bildungsniveau) und den nordischen Staaten (z.B. Norwegen: 99 bzw. 87 Prozent).

Internetnutzung nach Einkommensgruppen

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Internetnutzung nach Einkommensgruppen: Während 96 Prozent der Bestverdiener in Österreich das Internet nutzen, sind es unter jenen mit den geringsten Einkommen nur 53 Prozent. Die geringsten Unterschiede gibt es in Norwegen und Südkorea (jeweils 100 bzw. 84 Prozent) und Island (100 bzw. 87 Prozent), am größten ist die Kluft in Ländern wie Portugal, Polen und Tschechien, wo rund 90 Prozent der Bestverdiener, aber nur rund 30 Prozent aus der untersten Einkommensschicht das Internet verwenden.

(APA)

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13 Kommentare

elearning an unis

is teilweise super.

die lernplattform der wu ist richtig gut, es gibt unmengen an lernaufgaben zum jeweiligen stoff, musterklausuren zum selbsttest usw.

aber ich hab auch schon lernplattformen gesehen, da war jedes normale fachforum besser (allerdings haben diese plattformen im lauf der zeit aufgeholt).

ich liebe die lernplattform der uni, da ich so zeitunabhaengig lernen kann und so zb um 20uhr, nach der arbeit und co, meiner lernerei fuer die uni nachkommen kann, auch wenn ich wegen des arbeitens nicht zur uni konnte

Gast: dirge
04.11.2012 11:35
1

nicht schon wieder in den computerraum

e-learning langweilt. der langweiligste lehrer ist auf die dauer interessanter.

Urheberrecht

Im Prinzip stellen die meisten e-learning Unterlagen einen Verstoss gegen das Urheberrecht dar. Man hat was technisch realisiert ohne die rechtlichen Randbedingungen zu bedenken.

Wer sagt,...

...dass E-Learning immer und überall wirklich was bringt?

Computer und Internet können Arbeiten erleichtern (auch das Aufsuchen von Informationen) - aber zuerst muss man die Grundlagen beherrschen - und das braucht die persönliche Anleitung durch eine/n menschliche/n "Coach".

computer und internet sind werkzeuge

mehr nicht.

Bessere Fragestellung


Eigentlich müsste man ganz andere Fragen behandeln, statt nur stumpfsinnig irgendwelche Statistiken herunterzubeten, z, B.
- Wie weit gelingt es, das Internet sinnvoll und zeitschonend zu nutzen?
- Welche nutzbaren Ressourcen gibt es im Internet?
In welchem Verhältnis stehen sinnvolle, produktive, zum Erfolg führende Internetnutzung mit der Nutzung anderer Medien und entsprechender Lernbereitschaft?
- Wie gut ist das Fortbildungsangebot im Internet?
- Wie erfolgreich im Leben und im Beruf sind unsere Internetnutzer? usw.

Hinterherhinken


Hinken wir hinter einer Fehlentwicklung her (was positiv wäre) oder hinter einer Entwicklung in die richtige Richtung?

Für die OECD ist grundsätzlich alles positiv, was den Eigeninteressen einer bestimmten Gruppe (Wirtschaftstreibenden) nützt.
Diese lauten:
- Erhöhung der Jugendarbeitslosigkeit
- Erhöhung der allgemeinen Arbeitslosigkeit
- Senkung der Löhne und Gehälter
- Erhöhung der Arbeitszeit
- Jederzeitige unentgeltliche Verfügbarkeit der Arbeitnehmer
- Streichung von Überstundenbezahlung
- Streichung von Arbeitsnehmerrechten
- Senkung von Sozialleistungen
- Senkung von Krankenständen
- Erhöhung von Abhängigkeiten
- Verdienen mit Privatschulen
- Kontrolle der Zukunftschancen zugunsten der eigenen Klientel mittels Zerstörung funktionierender Schulformen.

Re: Hinterherhinken

da hast du also jetzt mit lernen am internet - zunehmend umsonst - ein fantastisches mittel der weiterbildung welche vielen menschen sonst verschlossen bliebe, zb. muettern daheim, eine nie dagewesene freiheit und vielfalt der selbstverbesserung in jeglicher hinsicht und es passt immer noch nicht *kopfschuettel*.

Re: Re: Hinterherhinken


Sorry, meine Kritik bezieht sich nicht auf Internet-Lernen, sondern auf die unkritische Nachplapperei eines Teiles irgendeiner Statistik eines zweifelhaften Vereins.

wer nicht lesen kann und nicht halbwegs englisch kann,

der kann im internet auch nichts lernen...

Antworten Gast: oberklugus
02.11.2012 17:50
0

Re: wer nicht lesen kann und nicht halbwegs englisch kann,

zum blödsinn psoten genügts wie man bei dir sieht

Re: Re: wer nicht lesen kann und nicht halbwegs englisch kann,

und wer keine argumente hat, wird beleidigend, wie man bei ihnen sieht...

Gast: EinGast
02.11.2012 16:04
5

Vielleicht liegt es auch daran, daß ...

... die angebotenen eLearning-Angebote schlicht und ergreifend von miesester Qualität sind, einer Papierunerlage himmelhoch unterlegen?
Im beruflichen Umfeld habe ich mit CBTs und WBTs seit gut 20 Jahren zu tun und bin immer wieder überrascht, auf welche verrückten Ideen die Macher dieser sogenannten 'Lernprogramme' kommen!

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