Zukunftsmodell Online-Schule?

06.11.2012 | 10:55 |   (DiePresse.com)

In den USA wählen wegen des maroden öffentlichen Schulsystems immer mehr Familien Online-Unterricht. Es gibt aber noch kaum Studien zum Nutzen.

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Während im deutschsprachigen Raum Online-Schulen noch keine nennenswerte Rolle spielen, entscheiden sich in den USA immer mehr Eltern für diese Form. Sie lassen ihren Nachwuchs lieber virtuell unterrichten, als auf das marode öffentliche Schulsystem zu vertrauen. Im Schuljahr 2010/11 besuchten rund 250.000 Jungen und Mädchen reine Online-Schulen, wie der Spiegel Online berichtet.

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Das ist zwar nur ein halbes Prozent der US-amerikanischen Schüler, aber die Zahl stieg im Vergleich zu 2009 immerhin um ein Viertel an. Bildungsforscher in den USA rechnen damit, dass sich die Zahl so lange steigern wird, bis Schüler der Highschool etwa die Hälfte ihrer Kurse online belegen würden. Das könne bereits 2019 der Fall sein.

Während die Hochschulen im deutschsprachigen Raum sich längst im Wettbewerb um die besten E-Learning-Projekte befinden, sind die Schulen bisher sehr zurückhaltend. Die Skepsis ist angebracht: Denn abgesehen von der Frage, was eine Online-Schule für die soziale Entwicklung der Kinder bedeutet und wie sie mit der Berufstätigkeit der Eltern vereinbar ist, stellen deutsche Bildungsforscher den Nutzen von Online-Lernen prinzipiell in Frage: Es gibt keine aussagekräftigen wissenschaftlichen Studien.

"Wir wissen noch viel zu wenig über den Nutzen einzelner Online-Angebote", sagt Stefan Aufenanger, Medienpädagoge an der Universität Mainz, gegenüber Spiegel Online. So würden einige Schulen die "neuen" Medien integrieren; manche Lehrer Hausübungen per Mail verschicken und immer mehr iPad-Klassen gegründet. Aber von einem tatsächlichen Online-Unterricht sind auch diese Beispiele weit entfernt.

Während viele Jugendliche dem Einsatz von Computern im Unterricht positiv gegenüber stehen, sind Lehrer eher skeptisch. In der derzeitigen Lehrerausbildung spielen digitale Lehrmittel auch noch keine große Rolle. Die IT-Konzerne hoffen dennoch auf das große Geschäft. So veranstaltet Ingram Micro kommenden Freitag eine Messe für digital-didaktische Lehrmittel, und auch Microsoft versucht mit Produkten wie dem Surface- Tisch (ein Tisch mit berührungsempfindlicher Oberfläche) in den Schulen zu landen.

(Red.)

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16 Kommentare

da fast alle schüler handys mit internetzugang haben

probierte ich heute eine recherche aus. zum vergessen.

Re: da fast alle schüler handys mit internetzugang haben

moron!

lieber online als ganztags

bevor ich mein kind in eine ganztagesschule sperre ist mir privater unterricht oder sogar onlineschule lieber da nehm ich es sogar in kauf zuhaus zu bleiben und mit dem kind gemeinsam zu lernen vl. sogar in form einer lerngruppe - da bleibt wenigstens noch zeit für außertourliches und lernen am modell das man sich selbst organisiert - mit der schule werden eh kaum noch ausflüge gemacht weil es so viele organisatorische schwierigkeiten gibt - und soziale kompetenzen kann man dann wenigstens noch in einem freizeitverein, in dem es dem kind gefällt, fördern - gefällt mir zumindest besser als die verpflichtende ganztagesschule

Emphatie und Sozialkompetenz bekommen sie auch aus dem Netz?

Es gibt jetzt schon Cyber Opfer, die Gestik und Mimik ihres Gegenübers nicht mehr deuten können.

Schöne Aussichten!

schwachsinn!

"Während viele Jugendliche dem Einsatz von Computern im Unterricht positiv gegenüber stehen, sind Lehrer eher skeptisch."
so wie es hier geschrieben steht, bedeutet es, dass alle lehrer skeptisch sind. man muss das system nicht kennen, um zu wissen, dass das unfug ist. in wahrheit wollen viele lehrer die neuen medien nutzen, doch es scheitert an einigen punkten:
1. der edv-raum ist nicht immer frei, wenn man ihn bräuchte. manche AHSen haben das privileg 2 edv-räume zu besitzen. da kann ich locker 30 klassen unterbringen in der woche! d.h. organisatorisch ist es oft unmöglich!
2. z.b. im fach deutsch würde es wahnsinnig viel bringen, wenn alle kinder "richtig tippen" könnten. dann würde das schreiben am pc, das sicherlich übersichtlicher, etc. ist, auch einen sinn machen! darum kann sich aber der deutschlehrer nicht auch noch kümmern! man bräuchte ein fach, zumindest für ein jahr, um tippen richtig gut zu lernen!
3. an vielen schulen fehlt das geld, klopapier nachzukaufen...oder vorhänge! da sitzen klassen und kleistern ihre fenster im sommer mit backpapier zu, damit man vorne überhaupt etwas sehen kann. und wir reden von computer!
4. in der lehrerausbildung werden sehr wohl die neuen medien zurate gezogen. sowohl in geschichte, als auch in deutsch habe ich diesbezüglich etliches gemacht. einiges will ich auch verwenden, es scheitert aber an strukturellen problemen!
5. man kann nicht jeden schwarzen peter den lehrern in die schuhe schieben!

Na klar!

Jugendliche sind mit ihrer Lebenserfahrung und Weisheit jedem langgedienten Lehrer Haushoch überlegen - blöde Frage: wieso halten dann die Jugendlichen den Unterricht nicht gleich selbst?
Wozu brauchen sie dann die "Oldies"?

Re: Na klar!

warum antworten sie MIR? was hat ihr posting mit meinem zu tun? ich verstehe daher nicht, worauf sie hinauswollen?

in den usa braucht man keine studie...

wenn ich die wahl hätte, meine kinder auf schulen schicken zu müssen, wo irgendein mitschüler oder externe auswelchemgrundauchimmer hereinspazieren und so viele menschen wie möglich töten können, odere es sich um die harmlose variante (schüler kommen eben prinzipiell bewaffnet zur schule) handelt oder ob sie zu hause per pc mit dem lehrer verbunden sind, tja die wahl wäre keine schwierige.

funktioniert ja ohne bild seit über 20 jahren in australien hervorragend, und die sind weder mediensbhängig noch dümmer als unsere schüler...

Re: in den usa braucht man keine studie...

Gottseidank gibt es bei uns in Europa keine Schul-Schießereien...

Ja Genau

Damit die Kiddies noch mehr Technik abhängig werden ...... Da gibts jetzt leider ja eh schon genug süchtige

und wieder sind die Medien Schuld

.

was die schule alles können soll

sollen einmal als onlineparlament vormachen. ist sicher leichter.

Ich halte nicht viel davon.

Zumindest in der Volksschule sollten die Kinder ohne PC und Taschenrechner zurecht kommen.

Sonst haben wir bei einem Stromausfall lauter Menschen die zwei und zwei nicht zusammenzählen können.

Re: Ich halte nicht viel davon.

es gint solarberriebene taschenrechner... wieviel stromausfälle haben sie in den letzten 9 jahren miterlebt? eben. so lange dauert die pflichtschulzeit.

Re: Re: Ich halte nicht viel davon.

Ich hab' Schüler erlebt, die "gnadenlos" jeden Blödsinn vom Taschenrechner abgeschrieben haben, weil sie weder im Kopf mitgerechnet, noch bemerkt haben, dass sie sich vertippt haben.

Re: Re: Ich halte nicht viel davon.

Die Zeit bleibt niemals still.

Was die Zukunft bringt steht in den Sternen.

Somit ist es nicht verkehrt wenn man sich auf einiges vorbereitet.

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