Sex-Broschüre für die Schule verstört Konservative

27.11.2012 | 13:00 |   (DiePresse.com)

Die Lehrmaterialien für die Sexualerziehung würden die Kernfamilie diskreditieren, sagen ÖVP und FPÖ. Ministerin Schmied will die Broschüre nun nochmals prüfen lassen.

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Für einigen Wirbel sorgen die Lehrmaterialien für die Sexualerziehung von Sechs- bis Zwölfjährigen, die das Unterrichtsministerium vor wenigen Monaten herausgegeben hat. ÖVP und FPÖ zeigen sich verstört durch die Inhalte der Broschüre "Ganz schön intim". In einer parlamentarischen Anfrage an Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) ortet ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon eine "Diskreditierung der sogenannten Kernfamilie". In einer weiteren Anfrage nimmt sein FP-Pendant Walter Rosenkranz daran Anstoß, dass "natürlich gewachsene Familien zwischen Mann und Frau in dem Druckwerk diskreditiert werden, dafür 'lesbisch', 'schwul', 'hetero' und 'trans' als vollkommen gleichwertig dargestellt (...)" werden.

Unterrichtsministerin Schmied reagierte am Dienstag auf die Kritik und will die Broschüre nochmals prüfen lassen. Sie wolle zwar nicht ihre "privaten Bilder" präsentieren, so die Ministerin, prinzipiell plädiere sie aber für eine "offene Gesellschaft". Ein spezielles Bild dabei besonders hervorzuheben, erscheine ihr nicht sinnvoll.

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"Unverhältnismäßige Relation"

Laut Amon "muss nach mehreren Anfragen von besorgten Eltern, die mit der Broschüre in Berührung kamen und bei deren Kindern sie zu verstörten Fragestellungen führte, die öffentlich geförderte Publikation hinterfragt werden". So ziehe sich die Thematik der Intersexualität "in unverhältnismäßiger Relation durch die ganze Broschüre". Leihmutterschaft und Samendatenbanken würden trotz des gesetzlichen Verbots in Österreich als mögliche Optionen dargestellt, so Amon und Rosenkranz.

Amon will unter anderem wissen, ob Schmied es "nicht als erstrebenswert ansieht, die sogenannte 'Kernfamilie' Vater-Mutter-Kind als Ideal hochzuhalten - natürlich unter Bedacht darauf, dass es auch andere Familienkonstellationen wie z.B. Patchwork-Familien gibt". Und: "Auch wenn es nicht jeder Ehe gutgeht und es nicht jede Familie schafft, die höheren Ideale zu leben, sollen wir diese Ideale deshalb aufgeben?" Rosenkranz wirft dem Ministerium als Auftraggeber des "Machwerks" "ideologische Stimmungsmache" vor.

Sexualerziehung soll Dinge enttabuisieren

Wie die "Presse" berichtete, werden Mann und Frau – gegenüber inter- oder transsexuellen Personen – in der Tat nicht als die Norm dargestellt. Der Verein „Selbstlaut“, der die Materialien im Auftrag des Ministeriums konzipiert hat: „Dass Minderheiten mit Mehrheitspositionen in einem Atemzug genannt werden, ist natürlich Absicht.“ Bei der Prävention sexueller Gewalt – einem zentralen Ziel der Sexualerziehung – gehe es gerade darum, Dinge zu enttabuisieren.

Klar sei auch, dass die Zahl der Kinder, die mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren werden, also intersexuell sind, nicht sehr hoch sei. Gerade diesen Kindern müsse aber zur Vorbeugung sexueller Gewalt ein Platz gegeben werden – „und zwar nicht als Ausnahme oder Abweichung, sondern in der Mitte der Gesellschaft“.

Erstellt wurde die Broschüre mit zahlreichen "Gefühlsspielen, Texten und Übungsanleitungen" vom Verein "Selbstlaut". Sie richtet sich an Kinder in der Volksschule sowie an Elf- und Zwölfjährige. Die meisten Übungen orientieren sich an Kindern, die schon lesen und schreiben können, also ab der dritten und vierten Klasse Volksschule.

"Sexualerziehung war Konservativen seit jeher suspekt"

BZÖ-Bildungssprecherin Ursula Haubner hat eine parlamentarische Anfrage eingebracht, in der sie Auskunft über inhaltliche Vorgaben und Kosten begehrt. "Die in der Broschüre ausschließlich gezeichneten Familienbilder sind die Ausnahme und nicht die Regel. Daher ist es nicht angebracht, solche Unterrichtsmaterialien für Kinder in diesem Alter zu verteilen", so Haubner.

Begrüßt wird die Broschüre hingegen von den Grünen. "Die Aufregung von ÖVP und FPÖ über die Sexualerziehungsbroschüre 'Ganz schön intim' war regelrecht vorprogrammiert: Sexualerziehung war Konservativen und Rechten seit jeher suspekt", kritisierte Bildungssprecher Harald Walser. Die Aufklärung von Kindern sei ein wichtiger Schritt gegen Kindesmissbrauch: "Erst wenn Kinder gewohnt sind, Erwachsene auch mit peinlichen Fragen oder schwierigen Gefühlen zu konfrontieren, reden sie über selbst Erlebtes leichter."

(APA/Red.)

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552 Kommentare
 
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Schulung ja, aber

... nicht auf Kosten der Wirklichkeit. Ich bin sehr für einen schulischen Sexualkundeunterricht, aber er muss einfach der Realität entsprechen, d.h. unter anderem, Heterosexualität als absolut mehrheitliche Form der Sexualtität und lebensspendende Form prioritär behandeln und nicht nachgereiht und diskriminierend! -Ansonsten bewegen wir uns straight auf "Brave new world" zu, wo "Mutter" ein Schimpfwort ist und natürliche Zeugung ein Sakrileg, das zu Nachteilen führt.

Wie pflanzen sich Konservative fort?

Irgendwie, kedoch keiner weiß, wie die das machen.

Aber mit ein bisschen Schulung hätten sie mehr Freude dran.

Re: Wie pflanzen sich Konservative fort?

... auf die natürliche Art und Weise, den Akt zwischen Mann und Frau - muss ich Ihnen das noch genauer erklären...? Und das möchten wir auch, dass unseren Kinder prioritär vermittelt wird, nicht als eine nachgereihte Möglichkeit oder denen, die in Wahrheit prozentuell vernachlässigbar sind. Übrigens, scheinen "Konservative" ganz schön viel Lebensfreude und Vitalität zu haben, da ja die Kinderzahl dort eher höher als im Durchschnitt ist :)

Re: Wie pflanzen sich Konservative fort?

Ach Gott die Vorurteile!

Ich glaub ein Konservativer in aufrechter Ehe mit 4 Kindern hat mehr Freude an Leben und Beziehung als ein geschiedener in Patchwork.

Re: Re: Wie pflanzen sich Konservative fort?

Sie "Glauben" dass Konservative in Ehe mit Kindern leben und glücklich sind? Wo?
In Österreich ist Ehe mit Kindern verboten.

Re: Re: Re: Wie pflanzen sich Konservative fort?

Da sag ich nur:
Mein Gott, Josef!

circumstances

Es drängen sich einige Fragen auf:
• Wie kommt das Ministerbüro dazu, einen Verein mit der Erstellung dieser Broschüre zu beauftragen, der sich ausschließlich um die Kinder gescheiterter Ehen und um Kindesmissbrauch kümmert. (http://www.selbstlaut.org/)
• Hat sich das Autorenteam abgesichert, dass sich die Übertragung aus den tagtäglichen Arbeitsproblemstellungen und daraus erwachsende persönliche normative Vorhaben nicht störend auf die Verschriftlichung des gestellten Themas in einer Broschüre auswirkt?
• Ist ein Auftragnehmer ideal für so ein Projekt, bei dem laut Url eine einzige Lehrerin mitarbeitet und Männer unterrepräsentiert sind?
• Ist es ideal, wenn die Mitarbeiterinnen überwiegend Wienerinnen sind , die halt das städtische Milieu besonders gut kennen.
• Im Unterrichtsministeriums gibt es einige hunderte ausgebildete und österreichweit arbeitende Schulpsychologen, die über das erforderliche facheinschlägige Studium hinaus genauso psychotherapeutische Ausbildungen und TrainerInnenerfahrung haben. Warum haben Ausgewählte aus dieser Psychologen-Gruppe, die die Schule im derzeitigen Zustand österreichweit gut kennen und ein Gefühl für das Mögliche und Nötige an Information haben, nicht mit der Ausarbeitung der Broschüre betraut? Wie groß muss das Misstrauen der Führungsebene in die eigenen Angestellten bzw. Spezialisten sein?
• Erhält der Verein, der diesen Auftrag (wie auch immer) erhalten hat, den Zusatzauftrag zur Überarbeitung und Neudruck? Auf eigene Kosten

Sexualbroschüre für Schüler???

Die ist für die Lehrer und nicht für Schüler. Und alle Aufregung stammt nicht von einer Elterngruppe sondern von einer erzkonservativer Kampfemanze. Am besten nicht einmal ignorieren.

Re: Sexualbroschüre für Schüler???

Woher wollen Sie das wissen.
Vor den Sommerferien hat eine Freundin diese Broschüre gefunden und ausgedruckt. In einer gemeinsamen Urlaubswoche haben wir sie uns angesehen.
Wir waren erstaunt wie es möglich ist, in einer vom Ministerium finanzierten Broschüre derartig viel illegales zu finden. Die umfangreichen Inhalte zu Intersexualität fanden wir bei weitem zu ausufernd. Was unter Prävention fiel war für uns das Gegenteil, nämlich ein unangenehmes Überschreiten der Schamgrenze der Kinder (der Bereich war im Sommer allerdings erst wenig umfangreich).
Einige Kapitel fanden wir recht gut. Ich finde "Zyklus" recht anschaulich, einer anderen hat die Darstellung der inneren Organe mit Tüchern gefallen.
Über Frau Kugler wurde unsere Analyse an die Medien weitergegeben.


Re: Re: Sexualbroschüre für Schüler???

In wie fern ist da was Illegales drinnen? Ich habe sie mir runtergeladen und konnte nichrs illegales finden. Klären Sie uns auf?

Re: Re: Sexualbroschüre für Schüler???

Ah jetzt wird mir einiges klarer!

Also das Argument, dass Kinder verstörte Fragen an Eltern gestellt haben und man deshalb auf die Broschüre aufmerksam geworden ist, stimmt nicht.

Es stimmt auch nicht, dass Pädagogen, die nach dieser Broschüre arbeiten wollen, die Eltern vorher nicht gefragt haben. Weil so ein Fall gar nicht bekannt ist.
Es ist auch nicht erwiesen, ob überhaupt in einer einzigen Schulklasse danach gearbeitet worden ist.

Klar es ist ein Fehler, dass nicht das gesamte SchOG in der Broschüre zu finden ist, damit ja kein Lehrer einen Fehler macht - es ist auch Tatsache, dass auch sonst nicht (einem Lehrer) die Gesetzeslage näher gebracht worden ist. z. B. auch nicht, dass Giraffen und Elefanten in Österreich _nicht_ als Haustiere gehalten werden dürfen (mit sämtlichen Gesetzen - die kommen nämlich in der Broschüre auch vor!!!!)

Aber sonst: wurde - sehr gelungen übrigens - der Eindruck erweckt - Tausende Kinder und deren Eltern haben diese Broschüre in die Hand gedrückt bekommen unter dem Motto: lests das, dann wisst Ihr alles Wesentliche.

Und dabei hat nur _ein_ Mensch im Internet geschnüffelt. Und das kommt dabei raus.
Eine Analyse. Und was für eine! Das hat Qualität!

Ja das Internet. Die Klugen werden dadurch klüger, die Dummen werden dadurch dümmer.


Re: Re: Re: Sexualbroschüre für Schüler???

Also, es ist halt schwierig und obendrein unnötig die Geschichte von Adam und Eva an zu erzählen.

Am Anfang war da sehr wohl ein Kind, ein verstörtes, das erst nach einer Woche in der Lage war, über den Aufklärungsunterricht zu erzählen. Die Eltern dieser Klasse wurden nicht informiert. Sonst hätten sie vorher schon darüber reden können und auch nachbereiten.

Es lag hauptsächlich daran, daß Eltern garnicht wissen,
1. was in der 3. oder 4. Klasse vorgesehen ist, und
2. welche Gestaltungsmöglichkeiten sie eigentlich hätten.

Also, bevor Sie jemanden der Dummheit zeihen, schauen Sie, daß Sie selbst die volle Information haben bevor Sie urteilen und dann selbst die Dumme sind.

Re: Re: Re: Re: Sexualbroschüre für Schüler???

Aber bitte!

Kein einziges verstörtes Kind war da.

Krokodilstränchen.

Gar nix war. Hätten Eltern nicht gewusst, wäre sofort die Schulbehörde eingeschaltet worden. Und in diesem Zusammenhang wäre das erst ein medialer Zirkus gewesen.

Den Glauben lass ich dabei vor.
Denn: Sie und ich _wissen_ genau, dass da kein Kind (ein verstörtes) war.

Aber der Zweck heiligt die Mittel.

Wenn Sie für diese kleine "Notlüge" mal nicht in die Hölle kommen.

Re: Re: Re: Re: Re: Sexualbroschüre für Schüler???

Sie haben sicher keine Kinder.

Ich sagte, das Kind der Freundin samt ihren Klassenkolleginnen waren verstört, und zwar so, daß sie es nicht mal besprechen konnten.

Sie sind zu Lehrerin und Direktorin gegangen, die haben sie aber abtropfen lassen.

Aber wissen Sie, diese Zeilen von Ihnen:

Denn: Sie und ich _wissen_ genau, dass da kein Kind (ein verstörtes) war.
Aber der Zweck heiligt die Mittel.
Wenn Sie für diese kleine "Notlüge" mal nicht in die Hölle kommen."

sind mir ein bisschen zu dumm. Es interessiert Sie eindeutig nicht was war, sondern Sie möchten Ihre Meinung bestätigt haben.

Mich als Lügner beschimpfen lassen, das hab ich nicht notwendig.
Also, my dear, leben Sie wohl!

Re: Na wenn Sie sicher sind, dass ich keine Kinder habe, dann ist das sicher so

Nur dass meine Kinder, auf ähnliche Weise von einem Verein der Caritas "aufgeklärt" worden sind. Vor über 15 Jahren schon!
Auch in der Schule.
Da war kein verstörtes Kind.

Bezirksschulrat, Stadtschulrat, Landesschulrat,.......
Gerichtsweg?

die haben alle abtropfen lassen?

Nix ist da - weit und breit rein gar nix!

Zuerst war es ein Kind - ein verstörtes - mittlerweile ist die ganze Klasse verstört. Und morgen dann die ganze Schule, die ganze Stadt, ganz Österreich....die ganze Welt!

Ui - Krokodilstränchen die Zweite.

Wenn Sie für diese weitere "Notlüge" nicht noch ein zweites Mal in die Hölle kommen. Ich tät es an Ihrer Stelle sofort beichten.


Re: Sexualbroschüre für Schüler???

Aber im nächsten Schritt doch klarerweise für die Schüler.

22

". . . hält sich das Bild der klassischen Mutter-Vater-Kind-Familie als anzustrebendes Ideal hartnäckig . . .

. . . ungeachtet der Tatsache, dass knapp die Hälfte aller Kinder in Österreich in anderen Verhältnissen leben."

Richtig: Ein großer Teil der ö. Kinder lebt in zerbrochenen Beziehungen. Heißt das nun, dass solche anzustreben seien?

Meint irgendeine der Autorinnen im Ernst, dass irgendeine Frau in Österreich ein Kind zur Welt bringt mit dem festen Vorsatz, in spätestens drei Jahren ihre Beziehung zum Vater ihres Kindes zu beenden (gegebenenfalls sich planmäßig scheiden zu lassen), um endlich ihren alternativen Lebensentwurf, "als anzustrebendes Ideal" der endlich alleinerziehenden Mutter, verwirklichen zu können ?

Wenn die "klassische Mutter-Vater-Kind-Familie" nicht mehr angestrebt werden soll - soll dann die "z e r b r o c h e n e klassische Mutter-Vater-Kind-Familie" an ihrer Statt angestrebt werden?

Wer schreibt sowas? Sehen die Experten überhaupt noch die Tastatur im ideologischen Phrasennebel?


Re: ". . . hält sich das Bild der klassischen Mutter-Vater-Kind-Familie als anzustrebendes Ideal hartnäckig . . .

Sehr gut geschrieben. Nur weil etwas Schlechtes leider viel zu sehr Realität geworden ist, das Ideal aufzugeben und nach unten an die Realität anzupassen, ist so gut wie immer ein Fehler.

Man kann dieses Vorhaben nicht befürworten

da man dann damit alle weiteren wahnsinnigen Vorhaben mancher links-linker Parteien dann einen Schritt näher kommt und da ihnen dann die Tür für weitere der Gesellschaft zerstörende Vorhaben weiter geöffnet wird!

Viele Befürworter dieser politischen Strömung geben sich ja nicht mit einem "durchgesetzen politischen Ziel und Erfolg" zufrieden sondern fordern dann noch immer mehr und so wird die Gesellschaft und die Bevölkerung immer mehr vom gesunden Ursprung weiter weg geführt und es werden unnatürliche Lebenskonzepte immer weiter etabliert und als "normal der Zeit gemäß angesehen" - was es jedoch nicht der Fall ist!

Das ist auch der Grund warum leider Menschen die sich für bewährte Normen und Werte einsetzen, dann öffentlich diskreditiert werden und als altmodisch und nicht-zeitgemäß bezeichnet werden nur weil sie sich für Normalität und Stabilität aussprechen und nicht den selbstzerstörerischen Ansichten anderer Gruppierungen folgen möchten - Eine Schande aber leider Realität!

Die liebe Frau Minister sollte vielleicht einmal selbst Kinder gebären und sie erziehen (ihre Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen kennen) und dann soll sie sich überlegen ob es sinnvoll ist eine solche schwachsinnige Broschüre 5-6 jährigen kleinen Kindern lesen zu lassen.

Wenn das so weiter geht und jedes Jahr neue solcher "hilfreichen" Ideen verwirklicht werden, sehe ich mich gezwungen meine Kinder in Privatschulen zu schicken oder sie gleich selbst zu unterrichten!

Re: Man kann dieses Vorhaben nicht befürworten

tsssssss................

Dieser Spieß lässt sich umdrehen.

Soll der Laun einmal Kinder großziehen, ihre Bedürfnisse und Sorgen kennen, dann darf er sich zu Wort melden.

Bisher ist ein diesbezüglich ein Laie, was ihn nicht abhält kluge Bücher zu dem Thema zu verfassen.

Und da kenn ich noch andere Geistliche auch, die zwar eigentlich keine Kinder haben dürfen, aber in Fragen der Familien die großen Experten sind.

Eheexperten sind sie auch.
Und Experten der Sexualkunde und des Missbrauchs (der Missbrauchsprävention schon weniger) auch.

Aber wirklich nicht.

Ich will nicht, dass meine Kinder in diesem Ungeist aufwachsen müssen. Und das ist mein Recht!


bitte sehr

offensichtlich findet sich kein teilnehmer für den herbeigesehnten shitstorm - daher erlaube ich mir als singlshiter (shitter?) zu reflektieren:
zu den ausführungen aus dem reich der biologie wäre anzumerken, dass es sicherlich derartige forschongergebnisse geben wird, dennoch die gleichgeschlechtliche sexualität nicht die norm darstellt, a la long auch nicht wesentlich zum fortbestand der gattung homo sapiens beiträgt und daher als abnorm bezeichnet werden muss (abweichend von der norm).
ob und in welchem ausmaß sexualität gelehrt werden kann oder muss, sollte jenen überlassen werden, die für die erziehung verantwortlich zeichnen (sorgerecht), und nicht durch staatliches (bzw. durch einen verein!) eingreifen derart gelenkt werden
grundsätzlich gilt hier der bildungsauftrag und es wäre zuerst das zu vermittel, das der norm entspricht!
beispielhaft (für realitätsverweigerer leicht verständlich) wird im musikunterricht vor der 12-ton musik ja auch die dur-moll-tonaliät gelehrt
danke

nönö...

homosexualität ist der heterosexualität dahingehend gleichrangig, als dass beide formen eine gesunde ausformung menschlicher sexualpräferenz darstellt. sie zu verschweigen, obgleich homosexuelle ungleich mehr probleme zu bekämpfen haben erscheint ausgerechnet innerhalb eines bildungsauftrages als unlogisch. btw wäre die von ihnen propagierte heteronormativität ebenfalls mit mehreren fragezeichen zu versehen, nachdem in ö. 8 von 10 sexualkontakten verhütet werden und demnach zum "fortbestand der gattung (gg)" nur sehr ineffizient beiträgt.

ps: ihr beispiel hinkt. 12-ton musik wird deshalb später gelehrt, weil der umgang mit ihr grösseres fachwissen voraussetzt als die dur-moll-basics. ich denke nicht, dass sie das im bezug auf homosexualität gemeint haben.

Re: nönö...

bringen wir's doch auf den Punkt: ein Anus ist keine Vagina.

dieses forum ist einfach nur zum lachen - und ein schöner spiegel der österreichischen "sexualmoral".

klarstellung:

1.) kinder "haben keine sexualität": falsch. bereits embryonen weisen beim ultraschall erektionen auf und berühren diese. konsultieren sie wikipedia.

2.) kinder interessieren sich nicht für sexualität: falsch. das interesse wird ihnen nur untersagt. dieses forum belegt dies zur genüge.

3.) homosexualität ist eine abnorme entwicklung der sexualpräferenz. falsch. sämtliche hoch entwickelten säuger weisen homosexualität auf. (nur sind die viecher so gescheit, ihre homosexuellen kollegInnen nicht zu verfolgen/unterdrücken)

4.) sexualität ist privatsache und gehört nicht in den unterrichtsplan. falsch. wer nie über die vielfalt von sexualität unterrichtet wurde, wird ihre möglichkeiten nur schwer auf eigene faust erforschen können - und geht bei diesem prozess grosse risiken ein.

5.) als elternteil bin ich der einzige, der sein kind über sexualität unterrichten kann. falsch. erstens wissen die meisten beinahe nix über die thematik (auch hier belegen die postings diese tatsache auf schockierende art und weise), sind zweitens oft miserable lehrerInnen und übersehen drittens das faktum, dass kinder fragen zum thema sexualität spätestens ab 10 jahren nicht an ihre eltern stellen wollen.

abschliessend: kinder eignen sich hervorragend als projektionsfläche für die (verschrobenen) ansichten der eltern. dies ist abzulehnen. ausserdem stellt sexualunterricht die EINZIGE prophylaxe gegen kindesmissbrauch dar.

so. möge der shitstorm der halbgebildeten beginnen.

Re: dieses forum ist einfach nur zum lachen - und ein schöner spiegel der österreichischen "sexualmoral".

ad 1) wikipedia ist eine echt superzuverlässige Quelle für derartige Thesen :)
ad 3) im Tierreich gibt es auch Kanibalismus-seien Sie deshalb mit Vergleichen etwas vorsichtiger. Tiere haben nun einmal nicht die Vernunft als Denkinstanz
ad 2) 4) 5) Das sind unterstellte vergröbernde Behauptungen. Korrekt wäre die Aussage, dass Eltern - im Übrigen laut Grundsatzpapier zum Sexualkundeunterreicht- das ausdrückliche Recht zur Mitsprache in Bezug auf den diesbzgl. Unterricht haben.
ad abschließend) stimme ich Ihnen völlig zu: Kinder sind immer wieder Projektionsfläche für die Ansichten der Eltern, dies ist ein Faktum - übrigens in Bezug auf jede Weltanschauung, auch Ihre!
Sexualunterricht kann gegen Mißbrauch schützen, kann aber durch Extreme der Enttabuisierung auch genau in die verkehrte Richtung laufen, dass Grenzen völlig verschwinden und die Kinder kein "Nein" anderen gegenüber mehr kennen.
-soweit der "shitstorm" eines "Halbgebildeten" in Richtung eines Wikipediagebildeten, mfg

Re: Re: dieses forum ist einfach nur zum lachen - und ein schöner spiegel der österreichischen "sexualmoral".

1. einführungslit. für anfänger: K Reimer - 2009 - books.google.com

3.) tja, unter menschen auch. beweisen sie mir die menschliche vernunft als "denkinstanz".

2, 4, 5) ich unterstelle ihnen, seit dekaden keinen einzigen wissenschaftlichen artikel zu dem thema gelesen zu haben.

ihr geseier zum thema "enttabuisierung" redens bitte bei der nächsten parkuhr in ein sackerl. gell? grad für leut wie sie hab ich wiki erwähnt - aber es ist noch immer nicht banal genug. gell? geh schlafen - aber behalt die hände weg vom beidl...

 
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