Wien: Eltern gegen mehr verpflichtende Bildungstests

18.12.2012 | 14:01 |   (DiePresse.com)

"Vom Wiegen wird die Sau nicht fett": Elternverbände kritisieren die Pläne von Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl. Man müsse in den Schulen ansetzen.

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Gegenwind für Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ): Die Eltern wehren sich gegen Brandsteidls Pläne, in den ersten acht Schuljahren 15 Bildungstests – etwa in Lesen, Mathematik oder Englisch – verpflichtend zu machen. „Vom Wiegen wird die Sau nicht fett“, kritisiert Johannes Theiner vom Verband der Elternvereine an höheren und mittleren Schulen Wiens.

Um die Leistungen von Wiens Schülern zu verbessern – bei den Bildungsstandards schnitten diese sehr schlecht ab – müsse man bei den Lernprozessen ansetzen. Zusätzliche standardisierte Tests würden nichts bringen. Es bestehe sogar die Gefahr, dass dann Kreativität und Freude am Lernen ins Hintertreffen geraten würden.

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Fordern Diskussion mit Eltern

Der Verband fordert, dass Brandsteidl ihr Vorhaben noch revidiert und ihre Ideen für die Verbesserung der Schülerleistungen mit den Schulpartnern - Lehrer, Schüler, Eltern - diskutiert. "Wir tragen die Zielsetzung mit, dass Schulnoten fair und aussagekräftig sein müssen", so Theiner. Dieses Ziel müsse aber auf einem Weg realisiert werden, dern den Schülern Zeit und Raum für ihren individuellen Lernweg lasse.

Mit ihrer Ankündigung, die Schulen und Schüler künftig zu 15 externen Tests zu verpflichten, reagierte Brandsteidl auf die schlechten Wiener Ergebnisse bei der Überprüfung der Bildungsstandards. Die Ergebnisse der Tests sollen außerdem in die Schulnoten einbezogen werden. Der Stadtschulrat rechnet daher unter anderem mit mehr Sitzenbleibern.

(beba)

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14 Kommentare

den roten in wien steht das wasser bis zum hals!

also soll deren versagen (in der zuwanderungspolitik) auf die kinder abgewälzt werden!

grauslich, wie ich finde!

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Brandsteidl hat

ausnahmsweise einmal recht, wenn dann auch die richtigen Konsequenzen daraus gezogen werden. Mittels Test feststellen, ob die Anforderungen erfüllt werden, wenn nicht, gezielt fördern.

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Fette Sau

Der Vergleich mit der fetten Sau ist ein typisch hinkender eines Leistungsverweigerers, die Sau wird nur deshalb, weil sie gewogen wird, nicht mehr fressen (ganz im Gegenteil, wäre sie ausreichend intelligent und planend)

Bei Schülern (und Eltern) kann man davon ausgehen, dass sie ausreichend intelligent sind, um Konsequenzen des Nichtlernens abschätzen zu können (hoffe ich zumindest). Deshalb ist eine periodische Überprüfung von Lernzielen mit entsprechenden Konsequenzen oft die einzige Möglichkeit, einen Schüler zu einem Mindestmaß an Lerneifer zu bringen - und die Eltern dazu, sich ein Mindestmaß um ihren Nachwuchs zu kümmern.

Aber das wird in irgendwelche linken Expertenhirne wohl nie hineingehen.


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Re: Fette Sau

"... Bei Schülern (und Eltern) kann man davon ausgehen, dass sie ausreichend intelligent sind, ..."

Na wenn Sie sich da mal nicht täuschen!

Re: Brandsteidl hat

POLITISCH KORREKTE REALITÄTSVERWEIGERUNG wie aus dem lehrbuch.

sehe ich genau so. eine fette sau erkennt man auch ohne waage mit dem freien auge, probleme in der bildung aufs erste eben nicht.

und wen wunderts, wenn in wien so viele migartenkinder einen nachteil haben und schlecht abschneiden. sprache, soziale schicht, fehlender nachhilfeunterricht ("reiche" eltern können sich diesen leisten - was aber eigentlich die aufgabe des staates wäre)etc. dafür können aber die kinder nichts. 80% migratenkinder aus einer niederen schicht können nuneinmal nicht die elite bilden.

komisch ist aber, dass die asiaten dies schaffen. liegt wahrscheinlich an den eltern, die selbst einen anderen zugang zu leistung und bildung haben.


Re: Re: Brandsteidl hat


das mit den Asiaten sollte man nicht überbewerten - fleissig, strebsam, wissend aber ohne jede Kreativität - das hat natürlich nichts mit den "ASIATEN" zu tuen, sondern liegt an der Bildungskultur vieler SO- Asiatischer Länder - auf den ersten Blick super - auf den zweiten katastrophal.

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ich bin dafür!!

ich will, dass regelmäßig getestet wird. diese tests sind einige der wenigen MESSBAREN evaluierungsinstrumente, die wir zur verfügung haben. mir ist es wichtig und es interessiert mich, ob die unterrichtsinhalte, das lernziel letztendes bei den kindern ankommt.

Es wurde Zeit, dass die Eltern nicht mehr jedem bildungspolitisch

verordnetem Unfug zuschauen. Bildungspolitik wird in Österreich von vielen ahnunglosen Ideologinnen gemacht.

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Was nützen

noch so viele Tests, wenn man die Ursache für die schlechten Ergebnisse nicht sucht oder besser suchen will. Natürlich würde man dann fündig werden und damit einiges ans Tageslicht kommen, von dem Rote und Grüne nichts wissen wollen. Vielleicht sollte man doch ein wenig in die Vergangenheit schauen. Damals gab es auch ProblemschülerInnen, doch aus diesen wurden auch Menschen, die mit dem heutigen Leben sehr gut zurecht kommen. Wir brauchen nicht nur Akademiker, wir brauchen auch gute Handwerker, die einen Import von ausländischen Billig-Kräften ersparen würden. Doch so weit will man in Politikerkreisen natürlich nicht denken und so schiebt man die Schuld an dem Desaster weit von sich.

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Bildung ist nicht gleich Test!!

Die Eltern haben vollkommen recht, denn diese Tests erhöhen die Bildung keineswegs. Können aufgrund der Lesetests die Volksschüler besser lesen? Nein! Alle Bildungswilligen sind aufgerufen, gegen diesen Standardisierungswahn massiv aufzutreten. Standardisierungen machen die Kinder sicher nicht fähiger, ihr Leben positiver zu meistern; da hilft nur differenziertes Lernen.

Wär gscheider gewesen, die Eltern sind gegen Al

Dann hätte ihr Kind auch eine Anständige Zukunft vor sich!

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Eltern dagegen?

Ja, wenn es ernst wir sind die Eltern dagegen!

Es könnte ja auffliegen, dass ihre "Sprösslinge" den Leistungsanforderungen für das Gymnasium, HTL, HAK, etc. nicht entsprechen.

Wenn man vor 30 Jahren den Anforderungen der Volksschule nicht gerecht wurde, ist man in die Sonderschule versetzt worden. Im späteren Leben hat man den Beruf des Hilfsarbeiters angenommen bzw. man wurde Maler.
Die Gesellschaft hat dies damals akzeptiert, weil aus ihnen fachlich gute Maler bzw. verlässliche Hilfsarbeiter wurden.

Ein Volksschulkollege aus der damaligen Zeit, welcher in die Sonderschule versetzt wurde, hat heute einen Malerbetrieb mit 8 Mitarbeitern und er ist der Chef.

Man muss nicht DDr. sein um Erfolgreich zu sein!



unterrichtsminister haben begonnen

ministerinnen vollenden das werk, die vernichtung der schule.
richtig gendergerecht.

5 0

nicht genügend -setzen

nicht genügend -setzen, Brandsteidl-Schmied!
die Pläne mehr prüfen statt fördern gehen tatsächlich in die falsche Richtung-
aber was ist von Brandsteidl und Schmied schon anderes zu erwarten--den Beiden geht es doch nur um politisches Kleingeld

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