Für Hauptschulen gibt es mehr Geld als für AHS

Das heimische Bildungssystem ist teuer und zugleich ineffizent.Seit dem Jahr 2000 sind die Bildungsausgaben pro Kopf um 25 Prozent gestiegen. Am stärksten zugenommen haben die Ausgaben für die Jüngsten.

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Symbolbild – (c) Clemens Fabry

Wien/Apa/Red. Das heimische Bildungssystem ist teuer und zugleich ineffizent. Das zeigt einmal mehr der „Nationale Bildungsbericht“, den Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) am Montag präsentierte. Überdurchschnittlichen Ausgaben steht ein „hohes Ausmaß an Chancenungleichheit und Kompetenzarmut“ gegenüber.

Zwischen 2000 und 2009 sind die öffentlichen Bildungsausgaben demnach pro Kopf um 25 Prozent gestiegen. Am stärksten zugenommen haben durch das verpflichtende Kindergartenjahr die Ausgaben für die Jüngsten (plus 50 Prozent). Am wenigsten zusätzliches Geld gab es für die Sekundarstufe eins, also Haupt- und Neue Mittelschulen sowie AHS-Unterstufen (plus zehn Prozent). Am meisten Geld wird an Sonderschulen ausgegeben (rund 30.900 Euro pro Schüler und Jahr), am wenigsten an Volksschulen (6000 Euro). Interessant: Die Ausgaben für Haupt- und Neue Mittelschulen sind mit 9200 Euro pro Schüler und Jahr höher als die für die AHS-Unterstufe (7900 Euro). Laut Bericht liegt das hauptsächlich an den größeren Klassen an den AHS. Auch mehr Lehrer und Unterstützungspersonal sind ein Kostenfaktor an Haupt- und Neuen Mittelschulen. Die jeweiligen Ausgaben für die beiden Schultypen werden jedoch nicht getrennt ausgewiesen.

Insgesamt liegen die Pro-Kopf-Ausgaben um 40 Prozent höher als im EU-Schnitt. Größte Kostentreiber sind dabei laut Bericht die relativ kleinen Klassen und die vergleichsweise geringe Jahres-Unterrichtsleistung der Lehrer in der Sekundarstufe.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.01.2013)

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