Legebatterien in der Schule: Viel Lärm um nichts

Die von der ÖVP kurzfristig abgelehnte Verordnung für Lehrerarbeitsplätze hat kaum etwas mit Schulrealität zu tun.

Legebatterien Schule Viel Laerm
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Legebatterien Schule Viel Laerm
(c) APA (HELMUT FOHRINGER)

Wien/Red. Es ist ein Musterbeispiel für viel Lärm um nichts – und dafür, wie weit der Vorwahlkampf bereits fortgeschritten ist. Eigentlich hätte gestern, Dienstag, eine Novelle der sogenannten Bundesarbeitsstättenverordnung den Ministerrat passieren sollen. Sie soll künftig auch an Schulen vorgeben, wie viel Platz den Lehrern zusteht. Nämlich fünf Quadratmeter pro Pädagoge und weitere anderthalb pro zusätzlicher Person im Raum, sprich: Schüler.

Alles schien akkordiert, bloß: Die ÖVP lehnte die Novelle kurzfristig ab. Man habe sich an Legebatterien erinnert gefühlt, berichten mehrere (Boulevard-)Medien. Schafe oder Schweine bekämen ähnlich viel Platz. De facto hat die Regelung aber kaum etwas mit der Schulrealität zu tun: Es handelt sich um eine von der EU verlangte Mindestnorm für CO2-Volumen oder den Abstand zur Tafel in der Klasse. SPÖ-Reaktion: Kein Kind verbringe die Zeit in der Schule tatsächlich auf so wenig Platz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30. 1. 2013)

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