Gesamtlösung für Lehrerausbildung in Innsbruck

14.02.2013 | 12:23 |   (DiePresse.com)

Die Uni Innsbruck will nicht mehr nur einige Lehrer ausbilden. Sie plant ein Studium von Pädagogen für Kindergarten bis zur maturaführenden Schule. Entwicklungsschritte sind bereits fixiert.

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Wie kann eine neue Lehrerausbildung gelingen? Um diese Frage wird in der Bildungspolitik heftig gestritten. Geht es nach der von der Regierung geplanten Reform, sollen Unis und Pädagogische Hochschulen (PH) künftig gemeinsame Angebote schaffen. Das ist vor allem auf Uni-Seite für viele undenkbar - die Kritiker sprechen von einem "Unding" oder einer "Zwangsehe".

Die Uni Innsbruck dagegen stellt klar, dass die geplante Gesamtlösung für Westösterreich nur "in einer Kooperation mit Pädagogischen Hochschulen gelingen kann". Das größte Projekt der Universität Innsbruck für die kommenden drei Jahre wird die Schaffung einer 16. Fakultät, "um die Ausbildung von PädagogInnen von der Elementarschule bis zum Gymnasium an der Universität zu verankern".

Erst im Oktober wurde mit der „School of Education“ eine eigene Fakultät für Lehrerbildung gegründet. Man ist stolz auf die Nähe zur Praxis. Praxisnähe heißt dort aber etwas ganz anderes als an den Pädagogischen Hochschulen. Während die Studierenden an der PH durch zahlreiche Praktika und Praxistage viel Zeit in der Schule verbringen, werden die Lehramtsstudenten der Uni Innsbruck als Forscher in die Klassenräume geschickt.

Komplette Pädagogenausbildung abdecken

Die Uni Innsbruck strebt für diese Gesamtlösung eine vertiefte Kooperation oder mögliche Integration in eine einzige Institution an, aber nicht nur mit den Pädagogischen Hochschulen. Auch Bundesanstalten für Kindergartenpädagogik (Bakip) sollen eingebunden sein, damit "im Endausbau die komplette PädagogInnenaus-/ fort-/ und -weiterbildung im Westen Österreichs abgedeckt werden könnte".

Entwicklungsschritte in diese Richtung wurden in der Leistungsvereinbarung zwischen Uni und Wissenschaftsministerium bereits fixiert: Für 2013 ist ein Kooperationsabkommen des sogenannten "Entwicklungsverbund West" geplant. In diesem sollen die Lehrerausbildungseinrichtungen aus Westösterreich - insbesondere die Uni Innsbruck, die PH Tirol, die Private PH Tirol, die PH Vorarlberg und die Bakip - sowie das Schulamt Südtirol das geforderte gemeinsame Studienangebot abstimmen und weitere Entwicklungsschritte planen und umsetzen.

(APA/Red.)

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2 Kommentare

Schluchtenscheiße

Ja, genau das wird sie sein: Die 16. Fakultät...

Kollegen

... ich frag mich, ob ihr euch da nicht zuviel vornehmt ? aber mal sehen - wenn es funktioniert ist es sicher gut

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