Psychiater: "Die moderne Pädagogik ist ein Luxus"

09.10.2011 | 18:10 |  BERNADETTE BAYRHAMMER (Die Presse)

Der deutsche Kinderpsychiater Michael Winterhoff über auffällige und unreife Schüler, Chaos in den Klassen und darüber, warum Strukturdebatten Zeitverschwendung sind.

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Die Presse: Sie sind Kinderpsychiater und auf Einladung der Lehrergewerkschaft in Wien. Brauchen Lehrer in dem Bereich mehr Handwerkszeug?

Michael Winterhoff: Es gibt immer mehr Kinder, die auffällig sind. Immer mehr Kinder haben keine klassische Schulreife. Sie erkennen nicht, dass sie im Unterricht sitzen, dass man sich da anders verhält als in der Pause. Sie erkennen den Lehrer nicht als Lehrer. Sie haben kein Einfühlungsvermögen, sie haben kein Unrechtsbewusstsein und können nicht aus Konflikten lernen, weil sie den Zusammenhang zwischen ihrem Verhalten und den Folgen nicht erkennen.

 

Die Klage, dass die Kinder früher viel braver waren gibt es seit der Antike. Was ist heute anders?

Der Grund der Auffälligkeit hat sich verschoben: Das sind Kinder, die erzogen sind, ihre Eltern sind oft sehr engagiert. Und trotzdem sind die Kinder auffällig, sie sind respektlos, sie können sich nicht auf ihr Gegenüber einstellen. Da geht es um ein neues Thema, nämlich um die fehlende Entwicklung im emotionalen Bereich.

 

Woher rührt das?

Immer mehr Erwachsene geraten in eine Stresssituation, stehen permanent unter Strom, fühlen sich überfordert. Wenn die Eltern nicht in sich ruhen und wenn die Kinder deshalb unter Druck stehen, fehlt die Voraussetzung für diese emotionale Entwicklung.

 

Was können die Lehrer tun, wenn sie mit solchen Kindern konfrontiert sind?

Die betroffenen Kinder haben den Entwicklungsstand eines Kleinkindes. Denen kann man mit Strenge nicht helfen. Wenn das Gegenüber gar nicht erkannt wird, scheitern natürlich auch verhaltenspädagogische Konzepte.

 

Strengere Erziehungsmittel, wie sie kürzlich österreichische Lehrer wieder gefordert haben, helfen also nicht?

Da muss man differenzieren. Kinder, die schulreif sind, brauchen ein Regelwerk mit Konsequenzen. Erwachsene im Straßenverkehr haben ein klares Regelwerk, würde man das abschaffen, hätte man Chaos auf den Straßen. Wenn man es dem Lehrer wegnimmt, herrscht Chaos in der Klasse. Im Straßenverkehr sind wir gezwungen, immer schärfere Bedingungen zu schaffen. In der Schule bauen wir diese Dinge ab und das ist eigentlich fatal für die Kinder. Denn sie suchen Halt und Orientierung.

Versteht man Sie jetzt falsch, wenn man Ihnen eine eher autoritäre Grundhaltung unterstellt?

Ja, denn es geht für mich nicht um das Thema Grenzen und Gehorsam. Trotzdem sage ich: Immer mehr Strukturen abzubauen, die Verantwortung immer mehr auf das Kind zu übertragen und die Vorstellung, dass man vieles von allein lernt, kann ich überhaupt nicht teilen. Diese moderne pädagogische Richtung ist eine Luxuspädagogik für Kinder, die das Glück haben, dass sie sich zu Hause gesund entwickeln können, dass sie Eltern haben, die sie zusätzlich fördern. Man muss sich die Frage stellen, wie viele Kinder diese Möglichkeiten tatsächlich haben.

 

Aber lernen Kinder bei diesen offeneren Lernformen nicht, selbstständig zu werden, selbstständig zu handeln?

Das Problem ist, dass wir den Lehrer oft nur noch als Lernbegleiter sehen. Die Kinder bedienen sich beim selbstorganisierten oder individuellen Lernen schon in der Grundschule quasi am Buffet. Für Kinder, die jene Probleme aufweisen, die ich aufzeige, ist das fatal. Sie haben schon bei den Eltern keine Orientierung, und finden diese auch nicht in der Schule. Damit können sie sich überhaupt nicht mehr entwickeln. Aber wichtig ist, auch den offenen Unterricht unter dem Aspekt der Beziehung zu sehen und wenn notwendig zu lenken. Denn je offener der Unterricht, desto weniger haben diese modernen, gestörten Kinder eine Chance.

Was muss sich in der Schule tun, um den Kindern, von denen Sie sprechen, gerecht zu werden?

Wir werden, und das will niemand hören, sehr viel Geld in die Hand nehmen müssen. Wir brauchen kleinere Gruppen und Sozialpädagogen. Mein Hauptwunsch wäre aber eine ganztägige Vorschule mit Klassen zu acht bis zwölf Schülern. In dem Jahr soll es keinesfalls um das Erlernen von Kulturtechniken gehen, sondern um die Entwicklung im emotionalen Bereich. Dass die Kinder in der Lage sind, Strukturen zu erkennen, dass sie erkennen, dass der Lehrer ein Lehrer ist. Dann erst kann man weiterunterrichten, wie man es für richtig hält.

 

In Österreich erschöpft sich die Schuldebatte meistens in Strukturfragen.

Das ist ein Problem. Mit Strukturdebatten allein kommen wir nicht weiter. Gesamtschule oder nicht, Noten oder nicht: Das ist alles Zeitverschwendung, denn es hilft den Kindern nicht. Man müsste vielmehr das verhaltenspädagogische Know-how der Lehrer um entwicklungspsychologisches Wissen erweitern. Dann hätten sie die Möglichkeiten, Konzepte zu entwickeln, und den Kindern damit wirklich zu helfen.

Zur Person

Michael Winterhoff (*1955) ist ein deutscher Kinder- und Jugendpsychiater, Psychotherapeut und Autor (u. a. „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“, zuletzt: „Lasst Kinder wieder Kinder sein“). Vergangene Woche war Michael Winterhoff auf Einladung der österreichischen Gewerkschaft der Pflichtschullehrer in Wien.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.10.2011)

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161 Kommentare
 
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Nicht Geld sondern Not macnt erfinderisch.

Da hat der Herr Winterhoff ein wenig untertrieben: Luxus gilt doch weithin als brauch- und kostbar. Das kann man nun der modernen Pädagogik nicht gerade nachweisen.
Der DRUCK wächst von Jahr zu Jahr in den "Schulen"; man macht ihn zum Zwecke der ErZIEHung. Man drückt also, wenn man zieht und ignorioert tapfer die sture Verwechselung von Gas- und Bremsgefahr und alle daraus resultierenden Unfälle.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer meine ich nicht, wie der Herr Psychiater, dass wir sehr viel Geld in die Hand nehmen sollten. Im Gegenteil wäre es sehr viel heilsamer, man würde alles Geld wegnehmen. Das würde unweigerlich zur Wiederentdeckung von etwas führen, wovon man in der Pädagogik schon ewig nichts mehr gehört hat: GEIST. Nicht Geld sondern Not macnt erfinderisch.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

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Positives Gegenbeispiel: Bildungswunder am Land

Ein positives Gegenbeispiel zum beklagten Trend sei hier angeführt:

Bildungswunder am Land
http://schreibfreiheit.eu/2011/09/05/bildungswunder-am-land/

Die klassische Familie – praktisch, billig und gut
http://schreibfreiheit.eu/2009/11/09/die-klassische-familie-praktisch-billig-und-gut/

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Kinder werden schwieriger, weil Familie ....

Die Hauptursache für zunehmende Schwierigkeiten mit Kindern in den Schulen sehe ich in den Familien. Die Erziehung hat sich vor allem seit 1968 grundlegend geändert - zum Teil zum Guten, insgesamt aber eher zum Schlechten.
Hauptübel: zuwenig Zeit für Kinder, zuwenig Zuwendung, zuwenig Wertevermittlung.

Die Lehrer und die Schule kann nicht ausgleichen, was in den Familien versäumt wurde.

Eine besonders fatale Entwicklung sehen ich in der Verstaatlichung unserer Kinder, insbesondere der Kleinkinder: je kleiner das Kind, desto schlimmer wirken sich der Mangel an MAMA und PAPA aus.

Siehe auch hier:
SP-VP-Regierung unterwegs zur Verstaatlichung der Kinder
http://schreibfreiheit.eu/2011/06/08/sp-vp-regierung-unterwegs-zur-verstaatlichung-der-kinder/

Verstaatlichung der Kinder gefährdet die seelische Gesundheit
http://schreibfreiheit.eu/2010/11/20/verstaatlichung-der-kinder-gefahrdet-die-seelische-gesundheit/

"sie haben kein unrechtsbewusstsein

und können nicht aus Konflikten lernen, weil sie den Zusammenhang zwischen ihrem Verhalten und den Folgen nicht erkennen."

ist ja auch klar, wenn es keine folgen mehr für ein verhalten, welches auch immer, gib.

Gast: Kritischer Denker
12.10.2011 11:04
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Jeder weiß, es gibt pflegeleichte Kinder und weniger pflegeleichte.

Der Schulbesuch ist Pflicht. Daraus resultiert nicht, dass die Lehrer einen Anspruch darauf haben, dass nur ein bestimmter Typ Kind die Schule besucht. Schulpflicht gilt für alle Kinder, ausgenommen sind nur die, die explizit eine Ausnahmebewilligung erhalten haben. Wenn ein Kind nach Meinung der Lehrer schlecht oder gar nicht erzogen ist, ist das kein Grund, dem Kind das Recht auf Schulbildung abzusprechen. Die Schule hat demnach Sorge zu tragen, dass auch ungezogene Kinder in den Genuss der Schulbildung kommen.

Die Kindererziehung ist ein Recht der Eltern. Es steht den Lehrern nicht zu, aus einem Gesetz, das den Eltern ein Recht einräumt eine Pflicht für Eltern zu konstruieren.

Re: Jeder weiß, es gibt pflegeleichte Kinder und weniger pflegeleichte.

In Österreich herrscht keine Schulpflicht, sonder Unterrichtspflicht, das heißt: es besteht für Eltern die Pflicht, ihren Kindern vom 6. Lebensjahr an 9 Jahre lang Bildung zukommen zu lassen - zu Hause oder in der Schule. Dass der Schulbesuch mit bestimmten Regeln einher geht, muss klar sein, wo viele Menschen miteinander zu tun haben, muss es Regeln geben, sonst herrscht Chaos und die Schule kann ihrer Pflicht, Bildung zu vermitteln, nicht mehr nachkommen. Wenn man mit den Regeln nicht einverstanden ist, kann man seine Kinder ja selber unterrichten. Was aber nicht sein kann, ist, dass sich die Gesellschaft nach denen richtet, die keine Regeln anerkennen will.

Antworten Antworten Gast: Kritischer Denker
13.10.2011 09:42
0 3

Re: Re: Jeder weiß, es gibt pflegeleichte Kinder und weniger pflegeleichte.

Haben sie meinen Kommentar wirklich gelesen? Ich habe doch geschrieben, dass nur Kinder, die explizit eine Ausnahmebewilligung haben, der Schule fernbleiben dürfen. Auch der häusliche Unterricht bedarf einer Ausnahmegenehmigung.

Wo mehrere Menschen zusammen leben und arbeiten sollen, muss es immer Regeln geben. In jeder Firma, in jedem Schwimmbad und selbst auf jeder Berghütte gibt es Regeln. Aber nirgends funktionert die Einhaltung der Regeln so schlecht wie in der Schule.

Warum wohl?

U.a. sehe ich zwei Ursachen: Erstens stammen die Regeln von anno Schnee und sind für heute oft kontraproduktiv, zweitens sind es die Lehrer selbst, die sich viel zu oft nicht an Regeln halten, was natürlich einen sehr schlechten Einfluss auf die Schüler hat. Es vermittelt das Gefühl: Regeln sind da um übertreten zu werden.

Das Modell-Lernen ist gut erforscht und seine Wirksamkeit bestätigt. Aber leider glauben manche Lehrer, sie könnten die Auswirkungen ihrer eigenen Fehler durch schärferes Strafen der Schüler wieder ausgleichen.

Probleme können nur dort gelöst werden wo sie entstehen. Probleme der Schule, können nur in der Schule gelöst werden.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast21_
13.10.2011 16:14
2 0

Re: Re: Re: Jeder weiß, es gibt pflegeleichte Kinder und weniger pflegeleichte.

Übersetzt bedeutet Ihr Standpunkt Eltern haben Rechte Schule hat Pflichten. Pflichten haben eben immer die Anderen, das ist auch viel angenehmer, sonst müßte man am Ende noch selbst Leistung erbringen bzw. den "Wert" Leistug vermitteln. Das ist anstrengen dund damit die Pflicht von Anderen.

Kinder von genau diesen Eltern sind die Problemgruppe.

Re: Re: Re: Jeder weiß, es gibt pflegeleichte Kinder und weniger pflegeleichte.

Haben Sie das Interview mit Herrn Winterhoff wirklich gelesen?

Offensichtlich sind viele Kinder schlicht und einfach nicht schulreif.

Wie sollen Probleme mit solchen Kindern in der Schule gelöst werden?

Jeder Lehrer soll ein voll ausgebildeter Kinderpsychiater sein?

Das wird teuer ...


Antworten Gast: Denker 10
12.10.2011 13:19
1 0

Re: Jeder weiß, es gibt pflegeleichte Kinder und weniger pflegeleichte.

Auch ein Arzt hat kein Recht darauf, dass nur mäßig Kranke zu ihm kommen- es kommen auch schwerkranke Menschen in seine Ordination!
ABER: die nur mäßig Kranken behandelt er selbst (gibt eine Spritze, spült die Ohren aus), die schwierigen Fälle werden an Spezialisten weiter gereicht!
In der Schule müssen aber von EINER Lehrkraft Schwache und Begabte zur selben Zeit unterrichtet werden!

Antworten Antworten Gast: Kritischer Denken
13.10.2011 09:12
0 1

Re: Re: Jeder weiß, es gibt pflegeleichte Kinder und weniger pflegeleichte.

Die Beschreibung des Problems ist vollkommen richtig. Da bin ich ganz bei Ihnen. Es genügt aber nicht, ein Problem zu beschreiben, man muss eine Lösung dafür finden.
Wie haben die Mediziner ihr Problem gelöst? Haben sie jahrelang die Menschen aufgefordert, sie sollen gefälligst nur leichte Krankheiten haben und nur eine einzige Krankheit, weil ein Arzt sich nicht auf viele verschiedene und schwere Fälle konzentrieren kann?
Aber genau so verhalten sich die Lehrer. Anstatt die Organisation der Schule den Anforderungen anzupassen, versuchen sie, den Eltern einzureden, sie haben die Kinder so zu erziehen, dass Schule mit einer Organisation funktioniert, die für die Zeiten Maria-Theresias konzipiert wurde.


Re: Re: Re: Jeder weiß, es gibt pflegeleichte Kinder und weniger pflegeleichte.

Wenn die Organisation der Schule so weit verändert wird, dass jeder "verhaltensoriginellen" Schüler dort einen Abschluss schafft, dann wird dort kaum etwas gelernt werden.

Sie fordern also in Wahrheit eine Spaltung der Schulen in solche für schulreife Kinder, in denen gelernt wird und solche für nicht schulreife, in denen therapiert wird.

Was soll aus den Absolventen solcher Therapie-Schulen werden?

Wie soll die Gesellschaft mit einer derartigen Spaltung fertigwerden?

Gast: spark
11.10.2011 19:42
3 0

moderne pädagogik ist schei...e

nicht mehr und nicht weniger

Gast: yamo
11.10.2011 18:08
3 0

Intelligenz

Es braucht Intelligenz, um den geordneten Unterricht als sinnvoll zu erkennen. Wenn diese noch nicht ausgebildet ist, funktioniert es nicht. Der gute alte Spruch, die Schüler dort abzuholen wo sie sind trifft immer noch zu - und er ist immer noch viel leichter gesagt als getan.

Gast: 2Cent
11.10.2011 05:39
15 1

Wenn ich mir hier so die Kommentare durchlese...

kommt mir das Grauen.

Es scheint die Meinung vorzuherrschen, dass Lehrer im Umgang mit den Kindern überfordert wären und diese nur niederknüppeln wollen.

Wie wär's mit dieser Sichtweise:
Der Lehrer ist für den Lernerfolg der ganzen Klasse verantwortlich. Das sind so um die 25 Kinder, oft auch bis zu 30.

Einer so großen Gruppe kann man nur etwas beibringen, wenn eine gewisse Disziplin eingehalten wird, und es wird nur etwas weitergeh'n mit dem Stoff, wenn der Lehrer nicht die halbe Unterrichtszeit zur Disziplinierung verwenden muss.

Disziplin und Erziehung zu mündigen Bürgern sind, anders als viele hier zu glauben scheinen, kein Widerspruch. Ohne Disziplin kommt man zu nichts; man wird kein längeres Projekt durchhalten, sei es ein Studium, eine Firmengründung, ein Job oder letztendlich eine Ehe.

Disziplin bedeutet nicht hirnlosen Gehorsam. Disziplin ist die Fähigkeit, die eigenen Wünsche für eine Zeit zurückzunehmen und ein Ziel zu verfolgen. Disziplin ist auch Ausdruck von Mündigkeit. Stellen wir uns doch einmal vor, jeder Erwachsene würde nur machen, was ihm gerade in den Sinn kommt!

Warum wünschen sich so viel für ihre Kinder, was sie für sich selbst nicht in Erwägung ziehen würden? Sehen sich die Leute als unfrei? Und ist ihre Vorstellung von Freiheit mit Anarchie gleichzusetzen?

Ich beginne, mich zu fürchten.

Re: Wenn ich mir hier so die Kommentare durchlese...

Erschreckend ist an vielen Kommentaren die Unkenntnis zwischen dem Rahmen, der unser gesellschaftliches Leben regelt, und der Machtausübung gegenüber Kindern zu unterscheiden.

Offensichtlich eine weitere Errungenschaft der 68er.

Wartet nur einmal bis die Generation der "Meine Mami ist Alleinerzieherin" auf die Gesellschaft los gelassen wird.

Wird sie das nicht schon?


7 1

Re: Disziplin

...völlig richtig erkannt, ich kenne das aus eigener Erfahrung: in schwierigen Klassen werden 80% an Zeit und Energie dafür verwendet, einfach einen Zustand herzustellen, in dem alle ruhig sind und aufpassen. 20% bleiben dann noch für das eigentliche Unterrichten übrig.

Gast: gast21_
10.10.2011 20:33
11 0

Ein Licht

am Ende des rosfarbnen Tunnels Namens "Kuschelpädagogik".

Gast: Die Supereltern
10.10.2011 16:19
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Da bemüht man sich als Eltern seine Kinder..

..zu selbständigen eigenverantwortlichen Bürgern zu erziehen. Dann kommen ein paar Lehrer mit ewig gestrigen Restmüll im Kopf daher und wollen aus ihnen gehorsame Befehlsämpfänger machen. Sicher nicht nicht mit unseren Kindern!

Antworten Gast: 2Cent
11.10.2011 06:27
11 0

Re:Da bemüht man sich als Eltern seine Kinder..

"Eigenverantwortung" bedeutet, ein Regelwerk als sinnvoll erkennen zu können und sich daran zu halten.

Sich wie ein wildgewordenes Känguru aufzuführen hat nichts mit Eigenverantwortung oder Freiheit zu tun. Es zeugt nur von einer schlechten Kinderstube.

Antworten Gast: Denker 10
10.10.2011 20:05
18 1

Re: Da bemüht man sich als Eltern seine Kinder..

Sie bezeichnen gutes Benehmen als "Restmüll"?

Antworten Gast: Sigurd Z
10.10.2011 18:11
16 0

Re: Da bemüht man sich als Eltern seine Kinder..

Die Supereltern produzieren meistens verhaltensgestörte Kinder.
Mein Tipp:
Privater Hauslehrer für ihre tollen Kinder!

Antworten Antworten Gast: Altemanze
10.10.2011 19:05
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das kommt rascher als Sie denken.

Kürzlich bei 1em befreundeten Paar mit 4 Kids. Er; selbst Pädagoge.

kann seinem klugen & begabten Sohn in der Volksschule nicht wirklich helfen, der zunehmend frustriert ist und; zu verweigern anfängt...

Wir beredeten dann aktuelle Beispiele interessanter Schulpolitik. Wie in Finnland, oder auch Äquador/Uruguay, sogar Gaddhafi orderte noch Schüler-Laptops fürs moderne Lernen. Mit I-Net Anbindung.

Fazit für Östilandi; weiteste Fernen...;-(

Re: das kommt rascher als Sie denken.

schule wechseln, gibt auch hierandere systeme, muss ja nich in einem österreichischensystem bleiben, wenn er ihm helfenwill. wir haben das leider erstsehr spät gemacht, hat aber trotzdem noch geholfen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Denker 10
10.10.2011 20:10
10 1

Re: das kommt rascher als Sie denken.

Wenn man begabte und weniger begabte Kinder in EINE Schule stopft, werden sich die Begabteren sicher unterfordert fühlen!

 
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