Hilfe für Lehrer mit schwierigen Schülern

Das niederösterreichische Projekt „Helv“ (Helpdesk für Lehrer verhaltensauffälliger Schüler) bietet anonyme Onlineberatung an.

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(c) BilderBox (Bilderbox.com)

Wien/Thea. Immer mehr Lehrer würden sich mit Erziehungsaufgaben überfordert fühlen, klagte in der Vorwoche die Lehrergewerkschaft. Das sei der Grund, warum so mancher auf Strafen aus einer vergangen geglaubten Zeit zurückgreife: Winkerlstehen, Nachsitzen oder Kollektivstrafen wären demnach keine Seltenheit. Neben einem Katalog an Verhaltensvereinbarungen, der von den Schulpartnern bis März erarbeitet werden soll, gibt es schon jetzt Projekte, die überforderten Lehrern Hilfe anbieten.

Etwa das niederösterreichische Projekt „Helv“ (Helpdesk für Lehrer verhaltensauffälliger Schüler). Dabei handelt es sich um eine Internetplattform, die anonyme Onlineberatung anbietet. Seit zwei Jahren haben niederösterreichische Lehrer die Möglichkeit, sich über diese Plattform anonym beraten zu lassen, wenn sie sich in ihrem Schulalltag überfordert fühlen.

 

Schwächen zugeben lernen

Denn genau an diesem Punkt müsse man ansetzen, sagt Stefan Germany, Koordinator von Helv. „Viele Lehrer müssen auch erst lernen, zuzugeben, dass etwas nicht so gelungen ist, wie man es sich vorgestellt hat.“ Insofern seien gerade niederschwellige Angebote sehr wichtig.

Die Probleme, mit denen sich Lehrer an Helv wenden, seien ganz unterschiedlich – von methodischen Fragen zum Unterricht bis hin zum Umgang mit aggressiven Schülern. Wendet sich ein Lehrer an Helv, schickt er eine anonymisierte Anfrage. Binnen drei Werktagen erhält er Antwort von einer Schulpsychologin oder einem Beratungslehrer. Sofern erwünscht, wird die Onlineberatung nach dem Erstkontakt weitergeführt, oder die Hilfesuchenden werden an weiterreichende Angebote verwiesen.

WEITERE INFORMATIONEN UNTER

http://helv.ph-noe.ac.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.03.2012)

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