Lehrerdienstrecht: Gewerkschaft kritisiert Gewerkschaft

20.03.2012 | 14:23 |   (DiePresse.com)

Die Unabhängige Lehrergewerkschaft fordert die GÖD dazu auf, mit klaren Forderungen in die Verhandlungen zum neuen Lehrerdienstrecht zu gehen. Anstatt nur "Nein" zu sagen.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Die Unabhängige Lehrergewerkschaft (ÖLI-UG) hat am Dienstag in einer Aussendung die GÖD aufgefordert, mit klaren Forderungen in die Verhandlungen zum neuen Lehrer-Dienstrecht zu gehen. Nur so könne verhindert werden, dass die Regierung mit Tricks und unter "Mobilmachung der Öffentlichkeit" durchsetzen, dass Lehrer bei weniger Lebensverdienst und unter "verschärften, schon jetzt bisweilen unzumutbaren Arbeitsbedingungen" mehr arbeiten müssen als bisher.

Mehr zum Thema:

Derzeit würden die Ministerinnen Maria Fekter (Finanzen, ÖVP), Claudia Schmied (Unterricht) und Gabriele Heinisch-Hosek (Beamte, beide SPÖ) mit ihren Vertrauten an einem neuen Dienstrecht "basteln", an dem nur noch Details geändert werden könnten, so die ÖLI-UG. Die Gewerkschaft warte unterdessen nur ab, um "nach langjähriger Erfahrung" mit einem Nein zu reagieren, "das dann aber wahrscheinlich nichts mehr helfen wird".

"Aktives Herangehen" gefordert

Die Unabhängigen Gewerkschafter fordern stattdessen ein "aktives Herangehen" an ein Dienstrecht, das der "aktuellen schulischen Arbeits- und Lebenswelt entspricht". "Ob Schmied, Heinisch-Hosek und Fekter von dieser allerdings überhaupt eine Ahnung haben oder sie lediglich vom Hörensagen und den gestylten Berichten ihrer Untergebenen kennen, wird sich zeigen."

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

  • Drei Ministerinnen beim Nachzipf

    Die Klausur zum Lehrerdienstrecht vor dem Sommer ist für die Regierung die wohl letzte Chance, sich gegen die Gewerkschaft durchzusetzen. Zeit wäre es.

Mehr aus dem Web

6 Kommentare

wahnsinn schule in österreich!

- lehrer schimpfen auf eltern und schüler,
- gewerkschaften bekriegen sich jetzt schon untereinander
- eltern halten lehrer und das system schule nicht mehr aus, weil ALLES auf zuhause abgewälzt wird
- die schüler bleiben wie immer auf der strecke

das die zukunft auf dem spiel steht, liebe lehrergewerkschaftler und privilegienritter, das kümmert euch wohl nicht, oder? hauptsache eure ferien und eure unverdiente pension ist euch gesichert - sehr beschämend!

Wahnsinn in Österreich!

Aus LehrerInnen, die kritisieren, dass unsere Halbtagsschule den ständig wachsenden Aufgaben nicht mehr gerecht wird, werden "auf auf eltern und schüler schimpfende lehrer".

Aus unterschiedlichen Meinungen von GewerkschafterInnen unterschiedlicher Weltanschauung wird "gewerkschaften bekriegen sich jetzt schon untereinander".

Abhilfe?
Bildung für alle, unabhängig von Herkunft, Bildungsgrad der Eltern und Wohlstand.
Bildung in eine gemeinsamen Schule aller, die auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Rücksicht nimmt, und dafür sorgt, dass keine SchülerInnen mehr auf der Strecke bleiben.

Überzeugt?
Auf http://www.kaoe.at/site/impulse/bildung finden Sie eine Broschüre der Katholischen Aktion Österreich, die belegt, dass Bildung gemacht wird. Und sie könnte besser gemacht werden: gerechter nämlich.

Re: wahnsinn schule in österreich!

Nur so aus ehemaliger Erfahrung:
Diesen Satz:
"eltern halten lehrer und das system schule nicht mehr aus, weil ALLES auf zuhause abgewälzt wird"

kann man genauso gut so formulieren:
lehrer halten eltern und das system schule nicht mehr aus, weil ALLES auf sie abgewälzt wird

und diese umformulierung trifft ebenso zu wie ihre.
Schlussfolgerung. das system ist einfach SEHR krank und alle damit "bedienten" leiden darunter.

ich gebe ihnen recht, nur sitzen die lehrer am längeren ast und blockieren jedewede veränderung!


eine ganztagsschule würde viele viele probleme lösen

- lehrer hätten dtl mehr akzeptanz, da sie sichtbar für die schüler da sind

- schüler wären dem stress, vormittag schule, nachmittag lernen irgendwo und irgendwie nicht mehr ausgesetzt

- eltern könnten die zeit mit den kindern fernab vom lernstress genießen, denn die haben durch die bank genug stress aus ihrem beruf

ich kann nicht verstehen, dass die ganztagsschule in anderen ländern sehr gut funktioniert und nur bei uns des teufels sein soll!

Re: ich gebe ihnen recht, nur sitzen die lehrer am längeren ast und blockieren jedewede veränderung!

Solange die Ganztagsschule nicht gleich einer Gesamtschule gesehen wird, stimme ich ihnen zu.

das derzeitige Problem ist eher, dass wir bereits eine Ganztagsschule haben.
Wie sonst sollen die 34-40 Unterrichtsstunden der AHS/BHS auf 5 Tagen untergebracht werden.

Nur fehlt für eine wirkliche verschränkte Ganztagsschule überall die nötige Infrastruktur....in vielen Schulen gibt es nicht einmal einen Sitzplatz um eine selbst mitgebrachte Jause zu essen (außerhalb der Klassenräume) geschweige denn eine Kantine die warm auskocht zu Mittag.

Und trotz politischen Willens, wird bei Schulumbauten nichts in diese Richtung unternommen!

Das Problem an die Lehrer abzuschieben ist in dieser Hinsicht ein zu einseitiger Weg.

dasdassdasdassdasdass

Mit Groß- und Kleinschreibung wäre Ihr Posting leichter zu lesen

Schlagzeilen Bildung

  • "Free Range Kids": Frei laufende Kinder
    In den USA entwickelt sich mit den "Free Range Kids" eine Gegenbewegung zum "Helicopter Parenting". Oft gegen geltendes Recht.
    "Kalte Progression": Die Rechnungen gehen auseinander
    Der Grüne Budgetsprecher Bruno Rossmann kritisiert, dass die Berechnungen für das Jahr 2013 um bis zu 800 Millionen Euro divergierten.
    Von Schnitt, Säure und Schauraum
    Weinbau. Die Boku Wien baut ihre Kompetenz durch Kooperationen aus und bietet neben einem Universitätslehrgang das zweite Masterstudium zum Thema Wein in Österreich an. Aber auch andere Programme vermitteln Know-how.
    „Irgendwas mit Medien“
    Kommunikation. Von Journalismus über Mediaforschung und Medienmanagement bis zu Marketing- und PR-Abteilungen: Zu wissen, wie man mit wem wann, wo und auf welche Art in Kontakt tritt, wird überall zum Erfolgsfaktor.
  • Ausstellungsmanagement: „Keine Zeit, kein Geld, wenig Jobs“
    Auf der Gratwanderung zwischen Effizienz und Kreativität den Blick für das Wesentliche nicht zu verlieren, kann man in speziellen Lehrgängen für Museumsmanagement und Ausstellungskuratorik lernen.
    Moderne Morgenlandfahrten
    Ostasien-Studien. China, Japan und Korea gelten als Zukunftsmärkte. Etliche Studienangebote stellen Kontakt zu dieser Region her – sprachlich, kulturell, politisch und wirtschaftlich.
    Bauen für die Ewigkeit
    Architektur. Nachhaltig zu planen und zu bauen hat zahlreiche Aspekte – ebenso unterschiedlich sind diverse Zusatzangebote zum Studium. Drei Zugänge zum Thema.
    Vorbereitung für den Start ins All
    Raumfahrt. Der Weltraum ist nicht nur für Wissenschaftler interessant. Missionen im All haben auch große wirtschaftliche Bedeutung – und sind sogar Betätigungsfeld für Juristen.
  • Bücher und Kontakteorganisieren
    Serie Traumberuf: Bibliothekar. Das E-Book füllt zwar keine Regale, dennoch müssen Bibliotheken betreut werden. Nicht nur Literatur- und Allgemeinwissen, sondern auch soziale Kompetenzen entscheiden über den Erfolg.
    ÖH-Wahl: FEST will auch Leben neben dem Studium
    Die frühere FH-Fraktion geht mit einer Dreierspitze in die Wahl. Sie wollen Brücken bauen und kritisieren die Rechtssituation an den FH.
    Sexualerziehung: Kirche kritisiert geplanten Erlass
    Das Institut für Ehe und Familie befürchtet, dass Kinder "eindeutig pornografischen Inhalten" ausgesetzt werden könnten.
    Schüler, Eltern, Lehrer fordern mehr Geld für Schulen
    Die Schulpartner verlangen von Kanzler und Vizekanzler plus zehn Prozent, um auf den OECD-Schnitt zu kommen.
AnmeldenAnmelden