EDUARD 2012: Schulen freuen sich über 50.000 Euro

01.04.2012 | 18:39 |   (Die Presse)

Die Gewinner des Education Award EDUARD 2012, vergeben von "Die Presse", VERBUND und Unterrichtsministerium, stehen fest. Die Siegerteams wurden vergangene Woche bei einem großen Festakt im Technischen Museum in Wien gefeiert.

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Es war wohl einer der wenigen Anlässe der vergangenen Wochen, den Unterrichtsministerin, Lehrer und Schüler gleichermaßen mit Begeisterung begingen: Bei der Verleihung des Education Award EDUARD 2012 sollten die politischen Kontroversen ruhen – und die Leistungen und innovativen Ideen der heimischen Lehrer und Schüler gewürdigt werden. Auszuzeichnen galt es bei der feierlichen Siegerehrung, die am vergangenen Montag in den Räumlichkeiten des Technischen Museums Wien über die Bühne ging, jene sechs Schüler-Lehrer-Teams, die es mit ihren Projekten bei EDUARD 2012 ganz an die Spitze geschafft haben.

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Keine einfache Übung, wie „Presse“-CEO Reinhold Gmeinbauer feststellte: Insgesamt 70 Projekte rund um das Thema Energie und Energieeffizienz waren in den vergangenen Monaten von Schulen aller Schultypen und aus allen neun Bundesländern eingelangt. Beeindruckend war aber nicht nur die Zahl der Einreichungen, sondern auch die Qualität der Konzepte. Die Ideen reichten von der mit Muskelkraft betriebenen Energietankstelle bis hin zum innovativen Düngemitteleinsatz. Bis die Sieger feststanden, war ein langer Weg zurückzulegen: Eine Jury – hochkarätig besetzt unter anderem mit Genetiker Markus Hengstschläger, Ex-TU-Wien-Rektor Peter Skalicky und Physiker Bernhard Weingartner – wählte die zwanzig Finalisten (je zehn in den Kategorien Pflichtschulen und höhere Schulen). Dann wurden die Gewinner in einem Onlinevoting von den „Presse“-Lesern gekürt.

 

Preisgeld: Eine halbe Million Kaugummis

Die Prämien können sich sehen lassen: Insgesamt stiftete das Energieunternehmen VERBUND, das den Education Award 2012 gemeinsam mit der „Presse“ auslobte, 50.000 Euro. Der Gegenwert von immerhin knapp „einer halben Million Kaugummis“, wie Andreas Jäger für die Jüngeren unter den Preisträgern errechnete. Der „Servus TV“-Moderator, Meteorologe und Ex-Ö3-Wetteranchorman führte durch den Vormittag. Jurymitglied Bernhard Weingartner sorgte mit spannenden Experimenten aus seinem Physikmobil, mit dem der TU-Wien-Physiker regelmäßig durch Schulen, Parks und Freibäder tourt, für Begeisterung. Egal, ob er Strom durch Schüler leitet, um Musik von seinem iPhone abzuspielen, oder eine Schlange aus Seifenwasser-Methan-Gemisch effektvoll in Flammen aufgehen lässt: Weingartner zeigt mit einfachsten Mitteln, dass unser ganzes Leben voller Naturwissenschaft steckt.

Groß war dann auch die Freude der Sieger: Die ersten Plätze gingen an die Praxishauptschule der PH Steiermark (Kategorie Pflichtschulen) und die Handelsakademie Mistelbach (Kategorie Höhere Schulen). Beide Projektteams erhalten je 12.000 Euro. In der Kategorie Pflichtschule folgten die NMS Frauenkirchen und die NMS Voitsberg – Letztere mit einem generationsübergreifenden Team aus Schülern und Kindergartenkindern – auf den Plätzen. Die Teams erhalten 8000 Euro bzw. 5000 Euro zur Umsetzung ihrer Projektideen. Bei den Höhere Schulen errang die Landwirtschaftliche Fachschule Tulln den zweiten Platz, auf dem dritten Rang folgte die HTL Mödling.

 

Anzengruber: „Die Lehrer ermutigen“

Jetzt wird es für die Schulen so richtig spannend: In den kommenden Monaten geht es an die Umsetzung der Projektideen (Details siehe Faktenkasten). Sichtlich begeistert vom Tatendrang der Schulen war VERBUND-Chef Wolfgang Anzengruber: Die spannenden Konzepte würden beweisen, dass „es der richtige Weg ist, engagierte Schüler und Lehrer zu ermutigen, sich mit dem Thema Energie intensiv auseinanderzusetzen“. Unterrichtsministerin Claudia Schmied freute sich über den praxisorientierten Zugang: „Der Education Award sorgt für einen doppelten Motivationsschub bei allen: Zuerst müssen Konzepte erarbeitet werden, die die Qualität haben, zu gewinnen. Und dann gilt es, bei der Umsetzung zu überzeugen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.04.2012)

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