Neue Matura: Kritik von ÖVP - Landesschulratspräsidenten

20.04.2012 | 15:20 |   (DiePresse.com)

Die ÖVP-Landesschulräte fordern Unterrichtsministerium und Bifie dazu auf, Nachbesserungen bei der neuen Matura vorzunehmen. Die "Mängelliste" müsste zügig abgearbeitet werden.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Nach Kritik von Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern haben sich nun auch die ÖVP-Landesschulratspräsidenten dem am stärksten kritisierten Fach bei der ab 2013/14 an AHS geplanten Zentralmatura angenommen, der Mathematik. Nach einer Auseinandersetzung mit der "vielfach geäußerten Kritik" würden die Präsidenten nun "die Verunsicherung der SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen" verstehen und fordern das Unterrichtsministerium und das für die Zentralmatura zuständige Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) "zur Nachbesserung" auf, so der oberösterreichische Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer in einer Aussendung.

In den vergangenen Wochen forderten Betroffene wiederholt eine Verschiebung des Zentralmatura-Starts an den AHS, weil es in den Fächern Mathematik und Deutsch keine ausreichende Vorbereitung gebe. Laut Lehrergewerkschaft stellt Mathematik hier das größte Problem dar, Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) betonte aber erst kürzlich erneut, am Zeitplan für die AHS 2013/14 und die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) 2014/15 festhalten zu wollen.

"Mängelliste zügig abarbeiten"

Die ÖVP-Landesschul-Chefs Enzenhofer, Siegi Stemer (Vorarlberg), Hans Lintner (Tirol), Hermann Helm (NÖ), Elisabeth Meixner (Steiermark), Franz Fischer (Burgenland) und Wolfgang Neubacher (Salzburg) fordern nun unisono, dass die Mängelliste "jetzt endlich zügig abgearbeitet" wird. Zudem regen sie die Einführung zusätzlicher Module an, da man mit nur einem Prüfungssetting für Mathematik "nicht den erworbenen Kompetenzen der SchülerInnen gerecht wird". Der naturwissenschaftliche Zweig eines Gymnasiums hätte etwa deutlich mehr Mathematikunterricht als der musische Schwerpunkt. "Unterschiedliche schulischen Schwerpunkte bedingen unterschiedliche Prüfungsanforderungen", heißt es in der Aussendung.

 

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

18 Kommentare
Gast: Titanic 100
22.04.2012 13:15
3 0

Zuversichtlich

Ich bin zuversichtlich, dass die neue Matura klappt, denn was die Ministerin in ihrer Amtszeit angegangen ist, ist gelungen: Die NMS Reform ist Aushängeschild ihrer Gestaltungskraft, das Kurssystem klingt vielversprechend und die neue Matura wird das Niveau in den österreichischen Schulen exponentiell ANHEBEN.
In der NMS gibt es endlich kleinere Klassen, weil alle Schüler, die irgendwie die Möglichkeit haben, ins Gymnasium flüchten. Aber auch das werden unsere Frau Minister und der Androsch Volks(auf)begehrer bald korrigieren, wenn sie das Gymnasium abschaffen.
Jetzt kommt auch noch die Oberstufenreform. Endlich können Schüler mit zwei oder drei Nichtgenügend aufsteigen. Warum soll ein Schüler die ganze Klasse wiederholen, nur weil er in drei Gegenständen auf Nichtgenügend steht? Meistens sind sowieso die Lehrer an den Schlechten Noten schuld, weil sie den Stoff nicht interessant und unterhaltsam "rüberbringen". Super ist, dass die Schüler jetzt beim „Lieblingslehrer“ lernen können.
Last but not least kommt die Zentral Matura. Eine Reform, die so gut vorbereitet worden ist, hat es in Österreich seit Maria Theresia nicht gegeben. Die Lehrer werden ja schon seit mehr als 5 Jahren in Sachen Zentral Matura geschult, sie wissen sogar schon, welches Beurteilungssystem sie anwenden werden. Auch gibt es bereits eine Vielfalt an Büchern und Unterrichtsmittel, sodass die Lehrer unsere Jugendlichen BESTMÖGLICH VORBEREITEN KÖNNEN.

Danke Frau Minister!

Fakt ist

keiner kennt sich wirklich aus, viele wollen den Schwachsinn nicht, "Kompetemz" ist zum Unwort geworden, kaum jemand weiss wirklich was da gemeint ist, ausser abgespulten Worthülsen wurde bei Seminaren nicht wirklich dargargestellt was gemeint ist,...Kompetenz ist alles und nichts,..
in Geschichte z.B. ist Kompetenz Dekonstruktion eines Bildes, und das bedeutet dann zu erkunden/hinterfragen ob Maria Theresia auf einem Bild nett/grantig/lustlos/enerhisch/willensstark oder wie auch immer aussieht,..

Gast: 1. Parteiloser
20.04.2012 17:49
2 7

Das Problem ist doch nicht der Prüfungsmodus, das Problem sind die fehlenden Fähigkeiten der Absolventen!

Es kann doch nicht sein, dass die fehlenden Fähigkeiten der Absolventen mit abgestimmten Prüfungsanforderungen begegnet wird.

Die Ängste der Schüler kann ich wohl verstehen. Min. 12 Jahre in der Schule runtergerissen und dann kommt plötzlich eine Prüfung wo wirklich die Kernfähigkeiten abgefragt werden.

Das Versäumnis war in den letzten Jahren. Ein Versäumnis der Vermittlung von Kernfähigkeiten um welche sich die Landesschulräte genauso wenig wirklich gekümmert haben wie auch die meisten Lehrpersonen sich kaum kümmern.

Die heutige Darstellung der Landesschulinspektoren ist doch auch nur eine Feigheit, weil das eigene Totalversagen durch schlechte Prüfungsergebnisse ans Tageslicht kommen könnte.

Das Versagen im Bildungssystem zwischen den Parteien hin- und herschieben zu wollen, das ist nur noch tief. Wann kommen die Verantwortlichen für Bildungssystem, davon gibt es mehr als 100.000, endlich der Aufgabe real nach?

Anmaßung!

Sie quasseln ziemlichen Stuß daher, ohne die Materie wirklich zu kennen. Bestes Beispiel: Was ist wohl wirklich der Unterschied zwischen Landesschulratspräsidenten und Landesschulinspektoren?

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
21.04.2012 09:10
2 3

Relevanz beachten!

Wahrscheinlich existieren sogar Aufgabenbeschreibungen, welchen den Unterschied zwischen Landesschulratspräsidenten und Landesschulinspektoren beschreiben. Wahrscheinlich existieren sogar sehr verschiedene Entlohnungen für beide Posterl. Es sind also, aus der Sicht der Posterlinhaber doch wesentliche Unterschiede vorhanden.

Aus der Sicht der Praxis, aus der Sicht der Ö, der Kinder und Jungendlichen, ist es aber so, dass der Nutzen dieser verschieden Posterlinhaber nicht erkennbar ist, weil der Nutzen eben in beiden Fällen Null ist. Es ist ein Teil der Staatlichkeit, welcher aus selbstbeweihräuchernden Parteibonzenposterlinhabern besteht.

Die erwachsenen Bürger Ös haben alle eine min. 9 (8) Jahre lange Erfahrung mit dem Bildungssystem. Interessiere Österreicher kennen auch die Pisastudie, die OECD Studien und die Daten zum Personaleinsatz in Österreich genauso wie die irren Kosten des Bildungssystems in Österreich. Es ist also den meisten Österreichern durchwegs bekannt, dass diese System keine Leistungsfähigkeit bei sehr hohen Kosten hat. Das Kernproblem sind die fehlenden Fähigkeiten der Absolventen, welche den Absolventen selber gut bekannt sind, auch den Unternehmen und den folgenden Ausbildungsstufen.

Ich gestehe Ihnen aber gerne zu die innere Materie des pragmatisierten Misthaufens zu kenne. Ich gestehe mir aber zu die Wirkungen dieses Misthaufens auf die Kinder Österreichs in der Praxis besser beurteilen zu können.

Re: Relevanz beachten!

Leben Sie in Ihrer eigenen Schwarz-Weiß-Welt weiter!
Es wäre schön, wenn Sie das Presse-Forum schlichtweg verlassen würden, dem Niveau würde es sehr gut tun!
Es gibt jede Menge anderer schauplätze für Ihre Ergüsse, z.B. ein Moststandl am Samstag-Markt. Dort hätten Sie begeistertes Publikum!


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
21.04.2012 11:06
1 3

Re: Re: Relevanz beachten!

Es geht doch um das Niveau des Österreichischen Bildungssystems und um das Niveau der Fähigkeiten der Absolventen. Es geht aber nicht am das Niveau der Qualität der Kommentare in einem Forum.

Nur die pragmatisierten Totalversager, welche nur die Rechte der Biennien, des frühen Ruhegenusses und Kostodiatenzulagen kennen, nicht aber die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

Die Leistung der über 100.000 Verantwortlichen für das Bildungssystem, diese hat ein Niveau von fast Null erreicht und daher das Niveaulose.

Ihre pragmatsierte Präpotent kommt aus Ihrem Kommentar deutlich heraus. Sie sind wahrscheinlich einer der Pragmatisierten Totalversager, welche immer die Mitmenschen für das eigene Versagen zur Verantwortung ziehen.

Es würde mich bei Ihnen nicht wundern, wenn Sie dem korrupten Inseratenkanzler persönlich bekannt wären.

Zu Ergüssen sind Sie wahrscheinlich nur noch in Ausnahmefällen fähig.

Übrigens ist Most eines der wertvollsten Lebensmittel wie die letzten Untersuchungen zum Vitamin - und Mineraliengehalt deutlich gemacht haben. Probierens doch mal, vielleicht wird ihre geistige Leistungsfähigkeit dadurch gesteigert.

Re: Re: Re: Relevanz beachten!

Das meinte ich!
Und gleichzeitig Ende.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
21.04.2012 11:33
0 1

Re: Re: Re: Re: Relevanz beachten!

Sie meinen also, dass Sie mit dem korrupten Inseratenkanzler bekannt sind und auf einer Stufe mit diesem Herren stehen?

Da ist es kein Wunder, dass es mit Österreich dem Ende zugeht.

Gast: Mr B
20.04.2012 15:54
1 3

und wieder eine Ausnahme

Wann hört das "und da machen wir eine Ausnahme" in Österreich endlich auf? Mit ständigen Ausnahmen und Sonderregelungen bleibt jede potenzielle Verbesserung automatisch im Morast stecken...

Bitte haltet doch einmal einen Termin ein!


Es ist schon nahezu lächerlich, 2013/14/15 nicht halten zu können.

Vielleicht sollten Lehrer "Ihre" wertvolle Freizeit endlich einmal zur Weiterbildung nutzen und sich mit der neuen Materie vertraut machen. Die ausserhalb der geschützten Werkstätte "Lehrerschutzverein Schule" Tätigen, müssen das fast täglich, sonst ist der Job nämlich weg!

Aber die Schüler hier in Geiselhaft zu nehmen ist der Gipfel und sollte längst ein Kündigungsgrund sein, denn Zeit für die Vorbereitung der Lehrer war mehr als genug.

Gast: Tut ench Amun
20.04.2012 15:43
1 3

Froh bin ich,

dass Österreich so viele, so g´scheite Präsidenten hat!
Diese sollten sich lieber über ihre Deutschkenntnisse Sorgen machen, wenn der unter Anführungszeichen gesetzte Text "Unterschiedliche schulischen Schwerpunkte bedingen unterschiedliche Prüfungsanforderungen" dem tatsächlichen Wortlaut der Aussendung entspricht...
Auch mit der Schulmatrik/mit dem SchOG, die/das sie eigentlich als Vorgesetzte einer "nachgeordneten Dienststelle des Bundes" (!) kennen sollten, haben sie ihre liebe Not: Es gibt keinen naturwissenschaftlichen Zweig eines Gymnasiums!
Sie wollen nur den Schein aufrecht erhalten, dass es tatsächlich Niveauunterschiede zwischen dem G und dem RG gibt. Der Grund, warum die von der ÖVP dominierte Lehrergewerkschaft die Fassadenerhaltung von G und RG fordert, liegt lediglich darin, dass damit mehr M-Stunden für die M-Lehrer herausschauen. Das Gefasel von "Begabungsförderung" ist in diesem Fall völlig unbegründet.
Was in diesen zusätzlichen M-Stunden geschieht, unterliegt ohnedies keiner Kontrolle, weil die Lehrer ihre Aufgaben für die Matura selbst zusammenstellen und mit eintrainierten Beispielen den (Typen)Schein wahren. Wer schon mal Mathematik in beiden Typen unterrichtet hat, wird meistens feststellen, dass die G-Schüler mit weniger M-Stunden die besseren sind und die RG-Schüler das Mehr an Stunden für das Üben brauchen. Daher kann es eigentlich nur eine gefährliche Drohung sein, dass die RG-Schüler höherwertige Aufgaben bekommen sollen als die G-Schüler!

Antworten Gast: ma-lehrer
20.04.2012 23:29
2 0

Es gibt keinen naturwissenschaftlichen Zweig eines Gymnasiums!

Dann unterrichte ich anscheinend seit 30 Jahren in einem illegalen BORG.
Es gibt bei uns einen nw-Zweig, einen BE-Zweig (bildnerisches Gestalten), einen ME-Zweig (Instrumentalmusik) und einen DG-Zweig (Darstellende Geometrie)
Könnten Sie meinem Direktor und dem zuständigen LSR einmal erklären, dass sie seit Jahrzehnten illegal unterweg sind ;-)

Antworten Antworten Gast: Tut ench Amun
21.04.2012 14:24
1 0

Re: Es gibt keinen naturwissenschaftlichen Zweig eines Gymnasiums!

Leider haben Sie mich falsch verstanden: Hier steht "naturwissenschaftliches GYMNASIUM! Gemeint müsste ein naturwissenschaftliches REALGYMNASIUM sein - kennte ich nicht den Unterschied, würde ich mich auf dieselbe Unwissenheitsstufe wie die hochgelobten Präsidenten (= "Peripherpolitiker") stellen - da wäre dann meine Kritik unberechtigt!

Antworten Antworten Antworten Gast: so viele kluge menschen hier
22.04.2012 09:51
0 0

Re: Re: Hier steht "naturwissenschaftliches GYMNASIUM! Gemeint müsste ein naturwissenschaftliches REALGYMNASIUM sein

Und ? Ist ein "Real-Gymnasium" nicht auch ein "Gymnasium" ?

Was soll die I-Tüpferl-Reiterei ?

Von der Hirnrissigkeit ablenken, dass SchülerInnen mit unterschiedlich intensiven Vorbildungen in einzelnen Fächern dieselben Matura-Aufgaben darin bewältigen müssen ?


Antworten Gast: Carla Soziale
20.04.2012 18:30
3 0

Re: Froh bin ich,

Der Unterschied im M-Unterricht in den verschiedenen AHS-Formen wird vielleicht nicht so groß sein.
Aber der Vergleich KIPÄD (Kindergärtnerinnen) mit einem Zweig einer HTL zeigt doch deutliche Unterschiede in den Mathematikanforderungen. Trotzdem sollen deren Schüler bei der Mathematikmatura über den selben Mathematikkamm geschoren werden? Das scheint mir haarsträubend zu sein!

Re: Re: Froh bin ich,

"Der Unterschied im M-Unterricht in den verschiedenen AHS-Formen wird vielleicht nicht so groß sein."
So groß, wie ein mit 33% mehr Stunden dotierter Unterricht eben sein kann (3 bzw. 4 Stunden pro Woche).

Antworten Antworten Gast: Tut ench Amun
20.04.2012 20:11
0 0

Re: Re: Froh bin ich,

Liebe Carla, studieren Sie bitte die Konzepte. Im BHS-Bereich gibt es 9 Cluster - also keineswegs eine "Über-den-Kamm-scheren-Matura"! Hier wird sehr wohl differenziert, weil auch die Lehrpläne unterschiedlich sind. Das heißt dann auch "angewandte Mathematik"!
Im AHS-Bereich sind es lediglich 7 Zeilen (!), die den Unterschied zwischen G und RG definieren. Es geht nicht um die Stunden, sondern um die LP-Inhalte.

Schlagzeilen Bildung

AnmeldenAnmelden