Kindergärten: Ausbildnerinnen laufen Sturm

03.05.2012 | 18:36 |  REGINA PÖLL (Die Presse)

Der Protest der Kindergartenpädagoginnen vor der entscheidenden Ausschusssitzung zum Ausbildungsplan im Parlament weitet sich aus. Die Forderung: Alle Pädagoginnen sollen auf tertiärer Ebene ausgebildet werden.

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Wien. „Die Ausbildung der KindergartenpädagogInnen soll aufbauend oder ergänzend zu den Bundesbildungsanstalten für Kindergartenpädagogik an den Pädagogischen Hochschulen bis hin zur Einrichtung von Bachelorstudiengängen weiterentwickelt werden.“ An diese Ankündigung im Koalitionsabkommen von Rot und Schwarz erinnern besagte Kindergartenpädagoginnen nun mit einer Flut von Protestmails an die Nationalratsabgeordneten. Anlass ist die baldige öffentliche Sitzung des Parlamentarischen Sonderausschusses zum Bildungsvolksbegehren, in der auch die „PädagogInnenbildung – neu“ behandelt werden wird: Am Montag von zehn bis 13 Uhr ist es so weit.

Die Kernforderungen der Ausbildnerinnen, die sich mit Eltern und Sympathisanten (unter anderem) in der „Plattform EduCare“ organisiert haben: Alle Pädagoginnen – auch jene in den Kindergärten und Horten – sollen auf tertiärer Ebene ausgebildet werden. Und die Kindergärten sollen auch insoweit aufgewertet werden, als die Rahmenbedingungen künftig bundesweit gesetzlich geregelt werden. Mit „allen dienst- und besoldungsrechtlichen Konsequenzen“, wie es in den E-Mails heißt.

Laut Raphaela Keller vom Dachverband der Kindergarten- und HortpädagogInnen gibt es „noch keine großartige Reaktion“ der Politiker. Komme eine solche nicht spätestens Montag, schließe man „weitere Maßnahmen nicht aus“, so Keller zur „Presse“: „Veranstaltungen, Aktionen und Demos liegen sicherlich in der Luft.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.05.2012)

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7 Kommentare
Gast: gert333
04.05.2012 08:59
0 1

und was hat das mit den Kindern zu tun bzw bringt ihnen??

"..auch jene in den Kindergärten und Horten – sollen auf tertiärer Ebene ausgebildet werden. Und die Kindergärten sollen auch insoweit aufgewertet werden, als die Rahmenbedingungen künftig bundesweit gesetzlich geregelt werden. Mit „allen dienst- und besoldungsrechtlichen Konsequenzen“, wie es in den E-Mails heißt."

es geht also nur um die Bezahlung der Kindergärtnerinnen und sonst gar nichts und dazu werden die Kinder zum erpressen des Staates eingesetzt, so was sollte sanktioniert werden und nicht auch noch belohnt

den damen geht es überhaupt nicht um die kinder - ich schlage vor nur mehr 5 wochen urlaub für die kindergärtnerinnen und ganztageskinderbteruung zum selben lohn wie gehabt, der staat ist schon pleite und kann nicht mehr geld ausgeben, bessere leistungen durch mehr geld für kindergärtnerinnen sind eben nicht zu erwarten

Antworten Gast: zandi
04.05.2012 15:14
2 0

Re: und was hat das mit den Kindern zu tun bzw bringt ihnen??

Ich finde es sehr interessant,wenn Menschen über ein Thema reden von dem sie null Ahnung haben.Wir Pädagogen haben nur 5 Wochen Urlaubsanspruch.Und zu behaupten es geht nicht um die Kinder finde ich echt
eine Frechheit.Wer unsere Arbeitsbedingungen nicht kennt,sollte einfach
nicht mitreden oder sich informieren.

Antworten Antworten Gast: Korrektur
04.05.2012 18:06
0 0

Re: Re: und was hat das mit den Kindern zu tun bzw bringt ihnen??

um Sie geht es doch gar nicht, es geht explizit nur um Pädagoginnen

Antworten Gast: zandi
04.05.2012 15:13
1 0

Re: und was hat das mit den Kindern zu tun bzw bringt ihnen??

Ich finde es sehr interessant,wenn Menschen über ein Thema reden von dem sie null Ahnung haben.Wir Pädagogen haben nur 5 Wochen Urlaubsanspruch.Und zu behaupten es geht nicht um die Kinder finde ich echt
eine Frechheit.Wer unsere Arbeitsbedingungen nicht kennt,sollte einfach
nicht mitreden oder sich informieren.

Gast: Vollunterstützer
03.05.2012 23:43
2 0

Höchste Zeit

Wenn nicht baldigst im Kindergartenbereich massiv investiert wird, werden die Chancen der Kinder im nachfolgenden Pflichtschulbereich immer schlechter. Schlechtes Deutsch der Kinder zu Beginn - die Schönfärberei der Schulbehörden wie immer - und die weitere staatliche Betreuung der 15-Jährigen ist großteils ein Muss.
Und es werden wahrscheinlich wieder Kommissionen gebildet, Experten eingesetzt....

Antworten Gast: gast67890
04.05.2012 08:56
0 1

Re: Höchste Zeit

investitionen bringen da nichts, wenn zu hause nicht deutsch gesprochen wird, wenn 70% eines jahrganges fremdsprachig sind, dann kann man mit ein paar stunden nichts machen

den PädagogINNEN (komisch da ist es plötzlich nicht sexistisch diskriminierend usw) geht es doch nicht ums Kind, sondern um den eigenen Geldsack

Antworten Gast: 2Cent
04.05.2012 06:42
0 0

Re: Höchste Zeit

Wenn ich nicht mehr weiterweiß,

dann bild ich einen Arbeitskreis.

Schlagzeilen Bildung

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