Ministerinnen legen Papier für Lehrer-Dienstrecht vor

03.05.2012 | 18:36 |   (Die Presse)

Schmied, Heinisch-Hosek und Fekter präsentierten ihre Vorschläge für ein neues Dienstrecht: Lehrer sollen mehr Zeit an der Schule verbringen und höhere Einstiegsgehälter erhalten, so der Plan der Regierung.

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Wien/J.n. Das Lehrer-Dienstrecht soll einer großen Reform unterzogen werden, darauf einigte sich die Koalition schon Ende 2008. Nach zahlreichen Verzögerungen ist es nun so weit: Unterrichtsministerin Claudia Schmied, Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (beide SPÖ) und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) präsentierten gestern, Donnerstag, der Lehrergewerkschaft ihre Vorschläge für ein neues Dienstrecht.

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Einer der wohl umstrittensten Punkte ist die geforderte längere Anwesenheit der Lehrer in der Schule. Bereits 2009 scheiterte die Bildungsministerin mit ihrem Vorhaben, die Unterrichtszeit um zwei Stunden zu erhöhen. Die Ausweitung der Arbeitszeit ist aber alles andere als vom Tisch. Im Gespräch ist etwa die Forderung von Finanzministerin Fekter – Lehrer sollen sechs Stunden mehr arbeiten, davon aber nur vier bezahlt bekommen. Die Gewerkschaft steckte schon vor den Verhandlungen die Grenzen ab. Man sei zwar bereit, über „vernünftige Vorschläge“ zu verhandeln. Einem „Lehrersparpaket“, das mehr Arbeitszeit bei weniger Gehalt vorsieht, wird man aber sicherlich nicht zustimmen.

Entgegenkommen will die Regierung den Lehrern mit einem Versprechen: Müssen die Lehrer tatsächlich mehr Zeit in der Schule verbringen, so sollen adäquate Arbeitsräume geschaffen werden. Außerdem soll den Pädagogen Unterstützungspersonal zur Seite gestellt werden. Vernünftig wäre dabei eine Personalaufstockung im fünfstelligen Bereich, so die Lehrergewerkschaft.

Schneller einigen könnten sich Regierung und Lehrergewerkschaft in Sachen Bezahlung. Junglehrer sollen künftig höhere Einstiegsgehälter erhalten, die Gehaltskurve soll dafür abgeflacht werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.05.2012)

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118 Kommentare
 
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Gast: Fredak
04.05.2012 18:22
0 3

Wir haben ein Sparpaket

deshalb müssen auch Lehrer Sparen. Nicht noch mehr Personal den Schulen geben die den deppen für die Lehrer machen. Schluß mit Lustig. Lehrer 5 Wochen Urlaub alle. Keinen Tag mehr! Lehrer 40 Stunden Woche keine Minute weniger! Volle Überwachung der Lehrer. In Jeden Beruf gibt es vorgaben. Wer diese nicht möchte. Kann ja gehen. Die gerne Lehrer sind. Werden sich danach richten. Die nur Lehrer wegen der Freizeit geworden sind. Haben Pech denen steht es Frei zu Kündugen. Wenn die schon so einen sicheren Arbeitsplatz haben, das sie tun und lassen könne was sie Wollen. Änderrungen für alle Lehrer nicht nur für Neu Lehrer. Das wär ja noch ungerechter. Entweder der will oder er will nicht Lehrer sein. Wir Steuerzahler haben es satt. Für Lehrer 14 Monatsgehälter zu zahlen. Dabei Arbeiten sie nur 8 Monate wenn? Es ist eine Frechheit. Die Politik das rote Ministerium ist nicht imstande hier konsequenzen zu setzen.
Sparen alle! Oder Niemand. Privilegien wie Lehrer in Österreich haben gibt es in der ganzen EU nicht. Sonst vergleicht ihr auch jeden schmarn. Wer ist der beste in diesen Land. Besser als andere. In der EU. Wenn unsere Politiker zu feig sind Gesetze zu beschließen. Solls die EU machen für alle gleich. Wichtg ist: Niemand darf bevorzugt werden.

Re: Wir haben ein Sparpaket

oje!
sie sind beleidigt, weil sie in ihrer jugend die hasen mit ihrem vwgolf herumkutschierten, statt etwas gescheites gelernt zu haben..
sie armer!
hätten sie damals etwas mehr einsatz gezeigt, auch sie hätten maturieren und ein lehramtsstudium absolvieren können...
vielleicht hätten wir uns dann in den ferien dienstag vormittags um 10 uhr im freibad getroffen...
ach ja, vielleicht sehen wir uns ja: sie hinter der budel, eis- und pommes verkaufend, ich mit meinen kindern spielend im wasser ;-)

Antworten Gast: Lehrer Schutz Initiative Österreichs (LSIÖ)
04.05.2012 19:02
3 1

ACHTUNG ANZEIGE

Wir werden ihre diskriminierenden, verhetzerischen Aussagen von einem Rechtsanwalt überprüfen lassen und notfalls zur Anzeige bringen. Auch der Kärntner Bildungsreferent Uwe Scheuch hat Forum Teilnehmern, die ihn grob beleidigt haben, in einem Brief vom Rechtsanwalt mit einer Bearbeitungsgebühr belangt, und bei Nicht Bezahlen eine Anzeige in Aussicht gestellt.
Genau so wird die LSIÖ in Zukunft mit verhetzerischen und grob beleidigenden Postings verfahren.
Lehrer sind kein Freiwild. Hören sie damit auf, die Lehrer in Postings auf das Gröbste zu beleidigen und ihre Arbeit lächerlich zu machen.

LSIÖ - gegründet 2012

Antworten Antworten Gast: Franzia
05.05.2012 16:27
0 2

Da ist wirklich, keine spur...

von Hetze oder einer groben Beleidigung. Niemand hat die Arbeit der Lehrer Lächerlich gemacht. Es gibt garantiert genug gute Lehrer.

Trotzdem. Wenn in einen Betrieb was geändert wird. Mit passt es nicht! Muss ich gehen oder es hinnehmen. I

ch glaube der mit Leib und Seele Lehrer ist, den sind die paar Stunden mehr Arbeit egal.

Antworten Antworten Gast: Fredak
04.05.2012 20:10
1 3

Re: ACHTUNG ANZEIGE

Ich habe überhaupt Niemand verhetzt, Entschuldige, Aber wir haben auch nur 5 Wochen urlaub und müssen machen was unser Chef sagt.

Gast: Pensionist 1944
04.05.2012 17:04
1 4

@Presse Sie wissen wirklich nicht was wirklichkeit ist

"Außerdem soll den Pädagogen Unterstützungspersonal zur Seite gestellt werden. Vernünftig wäre dabei eine Personalaufstockung im fünfstelligen Bereich, so die Lehrergewerkschaft."

Was wolen die lehrer noch? Einen Schulwart der ihnen alles nahträgt! Eine Sekretärin die den Lehrern die Arbeit veorbereitet! Einen Assistenten die für dei Funktionen der Computer sorgt!

Da gibts Schulen in Wien die mehrere Sekretärinen, mehrere Schulwarte, mehrere Assitenten haben. Die nicht wissen wie der Tag vergeht, weil sie doch nichts zu tun haben.

Schulen wo Direktoren das Personal fürs Feste feiern einteilen. Dann glaubt die Presse an den Schwachsin.

Nicht mehr am Personal!
Weniger am Perosnal!

Lehrer sollen sich Ihre Schreibarbeiten, ihre Vorbereitungen selbst machen. Für das bekommen sie bezahlt. Da wird die Sekrätärin eingespannt, der Schulwart eingespannt, der Assistent eingespannt.

Natürlich hat diese Priorität nicht jede Schule. ich sage ihern das deise Schulen gibt.

Wenn man von diesen Schulen das Personal abbaut. Dort hinsetzt wo mann diese braucht.

Zb das ein bis zwei in jeder Schule gibt je nach größe die Schule hat. Aber höshens zwei Sekretärinen, Schulen mit Abendschule maxinmal drei. Schulwarte: Schulen mit Abendschule max vier.

In manchen Schulen wird alles verschwiegen, michts geht an die öffentlichleit. rot flagge durch und durch. Der Öffentlichkeit alles versüßen. Intern stinkt der Fisch beim Kopf.

Re: @

alter (1944) schützt vor torheit nicht! ;-)

Antworten Gast: Erwerbstätiger
04.05.2012 18:36
3 0

Sie wissen wirklich nicht was SIE SCHREIBEN!!!

Ich würde nicht so viel Dampf plaudern, wenn ich so wenig Ahnung hätte, wie sie. Aber wahrscheinlich haben sie "aus dem Bauch heraus" geschrieben, und ihr Geschreibsel nicht ein einziges Mal durchgelesen, denn sonst hätten sie sicher die Vielzahl an orthographischen Fehlern und Rechtschreibfehlern bemerkt und ausgebessert.

Daher ein Tipp für eventuelle weitere Kommentare:

Zuerst überlegen, dann schreiben und bevor sie die Return Taste drücken: Durchlesen und über den Inhalt nachdenken.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass es keine Pensionen geben darf, die netto mehr als 1500.- Euro betragen. Denn wenn wir sparen wollen, dann überall, und auch bei den Personen, die keine Leistung mehr bringen müssen. Wer garantiert mir, dass ich eine für meine derzeitige Leistung als Erwerbstätiger eine entsprechende Pension bekomme?

Mir kommt die Galle hoch

"Da gibts Schulen in Wien..."
Blabla
"In manchen Schulen wird alles verschwiegen..."
Blabla
Verbreiten Sie hier bösartige Gerüchte?
oder
Sind Sie zu feig, diese Schulen zu nennen?

4 0

Vorsicht, Jürgen Rainer

Auch beim letzten Sparpaket haben sich am Ende die Pflichtschulgewerkschafter durchgesetzt; finanziert haben die letzte "Reform" im wesentlichen die HTL-Lehrer durch eine schlechtere Bezahlung der MDL und durch einen verminderten Abendschulfaktor.

Gast: soso_
04.05.2012 12:15
4 3

Nachteile von Einsparungen

Wenn die Lehrer statt 20 Stunden 40 Stunden pro Woche arbeiten würden, müssten ja alle Klassen doppelt besetzt werden. Und wenn der Urlaub von 3 Monaten auf 5 Wochen gekürzt würde, würden alle Reisebüros pleite gehen. Ich kenne einen Lehrer der konnte sich die Urlaube nicht mehr leisten, darum musste er sich ein Wohnmobil kaufen. Urlaube im Hotel sind nicht billig. :-)

Re: Nachteile von Einsparungen

Nur Loser glauben, dass Unterrichtsarbeit aus Nichtstun besteht.
Drum haben sie es ja auch zu nichts anderem als zu Sozialfällen gebracht

Gast: erdalis
04.05.2012 11:44
4 4

Verhandeln? Eigentlich sollte der Staat nach Geldsackdicke

die Dinge vorgeben und den Bediensteten nur ein Anhœrungsrecht einräumen.

Re: Verhandeln? Eigentlich sollte der Staat nach Geldsackdicke


Von der Geldsackdicke her gesehen: Ja, stimmt. Es geht ja auch nicht anders. Man kann nicht mehr ausgeben als vorhanden.

Aber man nicht beliebig viel um sein Geld einkaufen. Wenn man Leute will, die 40 Stunden pro Woche an 37 Wochen an der Schule anwensend sind, dann wird man auch welche finden, die anwesend sind.
Die Frage sollte aber sein: Was brauchen wir? Was brauchen wir für die Kinder? Welche Leistungen wollen wir für unser Geld erbracht haben, damit unsere Kinder bestmöglich vorbereitet sind.
Derzeit sind sie es übrigens: Österreich hat die weltweit niedrigste Jugendarbeitslosenquote, hervorragende Wirtschaftsdaten und sozialen Frieden und Sicherheit.
Es kann also meiner Meinung nur darum gehen, ein gutes System zu einem noch besseren weiterzuentwickeln.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
04.05.2012 15:27
0 2

Mit vollen Hosen ist gut stinken!

Ihre Beurteilung zu "Österreich hat die weltweit niedrigste Jugendarbeitslosenquote, hervorragende Wirtschaftsdaten und sozialen Frieden und Sicherheit" hält doch einer genaueren Betrachtung niemals Stand.

Zur Arbeitslosenquote:
Verfügbare Arbeitskräfte in % der Gesamtbevölkerung 2011:
1) Schweiz........55,7%
2) Deutschland..53,6%
3) Tschechien....51,8%
4) USA..............48,9%
5) Griechenland..46,2%
6) Frankreich......45,0%
7) Österreich......44,6%
Hätte Ö die gleiche Struktur, dann hätte Ö um satte 800.000 mehr Arbeitslose!
Die Jugendarbeitslosigkeit wird durch endloses Studieren und den staatlichen Lehrwerkstätten künstlich gedrückt.

Wirtschaftsdaten:
Vermutlich meinen Sie das hohe BIP. Dazu ist zu bemerken, dass diese BIP durch irre Staatsausgaben nach oben getrieben wird. Diese gehen ja zu Kosten in das BIP ein und berücksichtigen die nützliche Leistung nicht. Würde Ö anstatt der 2,2 Lehrpersonen dann 5 Lehrpersonen pro Klasse bezahlen, dann ginge das BIP sofort um Milliarden nach oben, auch wenn die Absolventen trotzdem kaum was können. Das BIP ist ein Bluff!

Sozialer Frieden:
Nach dem letzten Armutsbericht muss diese Staatlichkeit schon mehr als 1/2 Menschen in manifester Armut verwalten, um die weiten mehr als 1/2 Menschen in Armutsgefährdung kümmert sich dieser Sozialstaat gleich gar nicht. Wenigstens diese ca. 13% der Gesellschaft haben keinen wirklichen Frieden und sind sicher eine gesellschaftliche Bombe.

Der Realität entrückt?

Gast: Frage
04.05.2012 11:25
4 6

Was sind 3 Lehrer?

Antwort: 1 Jahr Urlaub

Re: Was sind 3 Lehrer?

falsche antwort.
richtige antwort: ein think-tank!

Re: Re: Was sind 3 Lehrer?


Ja, so sehen sich die Lehrer gerne...

In der realen Welt haben Sie es aber mit Erwachsenen zu tun!

Und Lehrer sind eben nur Staatsangestellte ohne Risiko!

Nichts, worauf man besonders stolz sein sollte!

Pisa lässt Grüßen...


Re: Re: Re: Was sind 3 Lehrer?

naja, als staatsangestellter, der 3000 euro verdient (ohne risiko, wie sie sagen), lässt es sich schon gut leben...
der staat muss schön blöd sein, dass er mir so viel geld bezahlt, oder?
oder denkt "er" sich was dabei?
jetzt wirds aber für sie schwer, mir zu folgen, herr stammtisch... ;-)

Wenn Politiker,


Kämmerer und Gwerkschafter verhandeln, wird es immer sehr teuer für uns Österreicher!

Denn Lehrer sind ja leider auch Wähler!

Und Schulen kann man nicht in Konkurs schicken, wie die AUA!

Eine Volksabstimmung wäre die einzige Lösung um diese Leute in die Schranken zu weisen!


Antworten Gast: Johann S
04.05.2012 14:48
3 0

Re: Wenn Politiker,

Wie würden diese Fragen lauten?

Um in der österr. Politik erfolgreich zu sein...

... braucht man keine fachlichen Kompetenzen (sprich Ausbildung bzw. Know-How), sondern charakterliche Defizite!!


Re: Um in der österr. Politik erfolgreich zu sein...

dann gehen sie in die politik! wenn sie tolle dinge vertreten, wähle ich sie sofort!

Die Kommunalkreditgenies werden es schon richten -

keiner kennt sich aus und alle zahlen drauf.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
04.05.2012 08:03
3 7

Re: Die Kommunalkreditgenies werden es schon richten -

Stimmt, wahrscheinlich wird der volkswirtschaftliche Schaden für die Gesellschaft den angerichteten Schaden bei der Kommunalkredit aber weit übertreffen.

Bei der Kommunalkredit geht es bisher ja um etwa 2 Mrd. Euro, weitere 5-7 Mrd. Euro erscheinen sehr Wahrscheinlich, so dass der Gesamtschaden bei 7 -9 Mrd. Euro liegen wird. Ein Schaden, welcher sich über die Jahr kumuliert hat.

Im Bildungssystem werden schon bisher viele Milliarden verbrannt und kommen weder den Schüler, noch den Studierenden, noch der Gesellschaft irgendwie zum Nutzen. Tatsächlich sind alleine in den letzten Jahren (2000 bis 2010) die Kosten fürs Bildungssystem um satte 45,5% auf 16,3 Mrd. Euro gestiegen, der VIP aber nur um 21,1%. Es wurden also schon zusätzliche Kosten geschaffen, welche jedes Jahr um die 4 Mrd. betragen aber keinen Nutzen hatten. Wenn Sie diesen Schaden auf 10 Jahre hochrechnen, dann wurde den Österreichern ein Schaden um die 40 Mrd. schon gemacht.

Die neuen Vorhaben im Bildungssystem, NMS, 10.000 neue Beschäftigten (Psychologen, Unterstützungen) werden diesen Schaden noch viel größer machen.

Tatsächlich hätten die gewählten Volksvertreter die Verantwortung für die geschützten Bereiche und sollten deren Leistungsfähigkeit bei vernünftigen Kosten sicherstellen. Die Verantwortlichen haben aber die Kontrolle verloren und so bekommen die Österreicher einen immer größeren Schaden.

Schlaue Österreicher flüchten, es werden auch immer mehr.

Gast: UKW
03.05.2012 22:18
4 2

Auweh, das wird für die Steuerzahler wieder teuer

So wie immer, wenn zwei Beamte verhandeln. Einer spielt den Eigentümervertreter, einer den Arbeitnehmervertreter.

 
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