Schmied: Keine Gelder für AHS-Ausbau

Unterrichtsministerin Schmied wil keine Gelder in den Ausbau der AHS-Unterstufe investieren, auch wenn dort Schüler aus Platzgründen abgewiesen werden.

Schmied Keine Gelder fuer
Schließen
Schmied Keine Gelder fuer
(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will keine zusätzlichen Gelder in den Ausbau der AHS-Unterstufe umleiten, auch wenn an sich "gymnasiumsreife" Schüler mangels Platz abgewiesen werden müssen. "Ich investiere nicht in den Ausbau von AHS-Standorten", sagte Schmied am Rande des Ministerrats am Dienstag. Das bedeute aber kein "Aushungern" der AHS, denn die Gymnasien würden weiterhin so viele Mittel wie gewohnt erhalten, sagte die Ministerin. Zusätzliche Gelder würden aber in den Ausbau der "Neuen Mittelschule" (Hauptschule) fließen.

Schmied verwies angesichts der Beschwerden der betroffenen Eltern darauf, dass es zwar einen Rechtsanspruch auf einen Pflichtschulplatz gebe, der auch erfüllt werde. Anspruch auf einen Wunschplatz gebe es aber keinen. Außerdem gehe sie davon aus, dass es in absehbarer Zeit ohnehin die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen geben werde. Ihre Strategie sei es daher nicht, die AHS Standorte auszubauen, sondern die gemeinsame Mittelschule in "Topqualität" bereitzustellen.

ÖVP: Schmied ist nicht "Ideologieministerin"

Kritik an den Aussagen von Unterrichtsministerin Claudia Schmied zur AHS kommt von der ÖVP. Generalsekretär Hannes Rauch wies die Ministerin in einer Aussendung darauf hin, dass sie "Unterrichts- und nicht Ideologieministerin" sei. "Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: AHS-Plätze werden überall, aber vor allem in den Ballungszentren stark nachgefragt", so Rauch. Die Unterrichtsministerin wäre daher gut beraten, ihr "Ideologietrommelfeuer" einzustellen. Denn auf Regierungsebene habe man sich auf eine klare Linie geeinigt: "Die Neue Mittelschule kommt, das Gymnasium bleibt."

(APA)

Kommentar zu Artikel:

Schmied: Keine Gelder für AHS-Ausbau

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen