Hundegestütze Pädagogik: Leitfaden für Schulen

10.05.2012 | 10:30 |   (DiePresse.com)

Österreich ist das erste europäische Land, in dem ein Unterrichtsministerium eine Richtlinie zum Einsatz von Hunden im Unterricht veröffentlicht. Ein Eignungstest ist notwendig.

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Das Unterrichtsministerium hat den Leitfaden zur hundegestützen Pädagogik "Hunde in der Schule" veröffentlicht. Er ist eine Informationsgrundlage für alle Schulleiter und Lehrer, die den Einsatz von Hunden im Unterricht überlegen.

Der Ausgangspunkt: Hunde tragen zu einem guten Klima in einer Klasse bei und fördern somit den Lernerfolg von Kindern. Österreich ist damit das erste europäische Land, in dem es eine derartige von einem zuständigen Ministerium veröffentlichte Richtlinie gibt. Unter der Beteiligung Experten wie Andrea Beetz und Kurt Kotrschal vom "Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mernsch-Tier-Beziehung" (IEMT) Österreich und der Universität Wien wurde dieser Leitfaden im Unterrichtsministerium erarbeitet.

Dazu wird ab Herbst 2012 an einigen Pädagogischen Hochschulen eine einschlägige Fortbildung für LehrerInnen angeboten, die mit Hunden in der Schule arbeiten wollen. Besonderes Augenmerk wird auf die pädagogische Qualität und die psychische Sicherheit der SchülerInnen gelegt und auf die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit der Hund seine Rolle als sozialer Katalysator entfalten kann und nicht überfordert wird.

Eignungstest für Pädagogen

Aus diesem Grund ist - ergänzend zur Wissensvermittlung an den Pädagogischen Hochschulen - auch ein Anteil an praktischer Ausbildung für Mensch und Hund im Leitfaden enthalten. Vor dem Beginn der Ausbildung müssen alle interessierten Pädagogen mit ihren Hunden einen Eignungstest durchführen, um sicher zu stellen, dass die Tiere für diese wichtige Aufgabe auch wirklich geeignet sind. In Wien werden diese Eignungstests vom Verein "Schulhund.at - Rund um den Hund" durchgeführt, der im Expertenteam an der Entstehung des Leitfadens mitgewirkt hat.

 

(Red.)

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3 Kommentare

Hundezwang für alle

Und wer zahlt die Psychologen für die Kinder mit Hundephobie und wer kümmert sich um die Allergiker?

Oder haben die halt Pech gehabt?

Re: Hundezwang für alle

Die Eltern können freiwillig wählen, ob sie ihr Kind in eine solche Klasse geben möchten. Und gerade Kindern mit "Hundephobie" (die diese übrigens meistens den Eltern zu verdanken haben) wäre eine solche Klasse nahezulegen.

Gast: dirge
10.05.2012 13:13
5

ein hund als unterrichtsminister

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