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Wien vermisst 277 Schüler

14.09.2012 | 18:49 |  JULIA NEUHAUSER (Die Presse)

Urlaubsverlängerung? Allein 133 Volksschüler sind seit Schulbeginn noch nicht wieder erschienen. Die Eltern der abgängigen Schüler werden in den nächsten Tagen von den jeweiligen Schulleitungen vorgeladen.

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Wien. Der Stadtschulrat in Wien steht vor einem Rätsel: Seit Schulbeginn sind 277 Schüler nicht wieder aufgetaucht. Sie sind dem Unterricht unentschuldigt ferngeblieben – trotz Schulpflicht. Im Stadtschulrat wird vermutet, dass ein Teil dieser Schüler den Urlaub verlängert hat. Es könnte aber auch sein, dass die Familien verzogen sind und vergessen haben, das Kind von der Schule abzumelden. Die tatsächlichen Gründe will der Stadtschulrat nun untersuchen.

Die Eltern der 277 abgängigen Schüler werden in den nächsten Tagen von den jeweiligen Schulleitungen schriftlich vorgeladen. Sie müssen in die Schule kommen und das unentschuldigte Fernbleiben ihrer Kinder erklären. „Sollte sich herausstellen, dass es sich tatsächlich um Urlaubsverlängerer handelt und sind die Eltern zudem uneinsichtig, kann das zur Anzeige führen“, warnt Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl im Gespräch mit der „Presse“. In diesem Fall seien auch Verwaltungsstrafen nicht auszuschließen.

 

Vergleichswerte gibt es nicht

Während der Großteil der Schulschwänzer laut Studie zwischen 13 und 14 Jahre alt ist, fehlten in Wien zu Schulbeginn verhältnismäßig viele Volksschüler. Bis zum Stichtag am vergangenen Montag waren es 133 Kinder. Die Zahlen der fehlenden Schüler zu bewerten, fällt den Verantwortlichen schwer. „Es handelt sich um einen kleinen Kreis von Schülern“, sagt Brandsteidl. Immerhin gebe es insgesamt 220.000 Wiener Schüler. Unentschuldigt gefehlt hat in der ersten Woche also knapp einer von tausend. Vergleichswerte aus den Vorjahren gibt es nicht. Es wurde erstmals erhoben, wie viele Schüler unentschuldigt zu spät aus den Ferien zurückkommen.

Das Einschreiten des Stadtschulrates soll als Warnung verstanden werden und ist lediglich einer von mehreren Schritten im Kampf gegen das Schulschwänzen, sagt Brandsteidl. Bereits kurz vor Schulbeginn kündigte sie an, härter gegen Schulschwänzer vorzugehen. Während des Schuljahres soll am Ausbau des SMS-Meldesystems gearbeitet werden, mit dem Eltern informiert werden, wenn ihre Kinder unentschuldigt fehlen.

Auf Bundesebene hat man sich bereits vor wenigen Monaten auf einen Stufenplan gegen das Schulschwänzen geeinigt. Erstmals eingeschritten werden soll, wenn ein Schüler an drei aufeinanderfolgenden Tagen unentschuldigt nicht in die Schule kommt. Dann folgt ein Gespräch mit den Eltern. Weiters können Schulpsychologen, die Schulaufsicht sowie die Jugendwohlfahrt eingeschaltet werden. Die letzte Konsequenz: eine Strafe von 440 Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2012)

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15 Kommentare

Korrektur: 276 vermisste

...faymann ist bereits inskribierter.

chip

daher die Schüler chippen oder mit Telemetrie Sendern ausstatten. Die Sender dann in pink für die Mädels und blau für die Buben.

Re: chip

diese Telemetriesender finden sie dann auf einem Basar in der Osttürkei wieder.

Gast: Constanze
15.09.2012 21:56
0 2

....die Schüler aber nicht die Schule.

Es könnte aber auch sein, dass 277 Schüler erkannt haben, dass der Schulbesuch in der heutigen Zeit mehr Schaden als Segen bringt. Wenn dem so sein sollte, könnte auch von frühreif gesprochen werden.

1 0

Re: ....die Schüler aber nicht die Schule.

ihr Post zeigt ihre Beschrânktheit, nichts von frühreif!

Gast: Maitreya
15.09.2012 13:44
0 3

Bildungsmisere

Es wird Zeit die idiotische von Hitler eingeführte Schulpflicht wieder abzuschaffen. Dies würde viele Probleme auf einmal beseitigen. Für mehr Anregungen für eine bessere Schulausbildung:
www.der-dilletant.de/Bildungsmisere.html

2 0

Re: Bildungsmisere

Hitler hat die Schulpflicht nicht eingeführt, die stammt schon aus der Zeit von Maria Theresia! Lernens Geschichte!

Antworten Gast: Hellmesberger
15.09.2012 17:35
6 0

Re: Bildungsmisere

Allein die Schreibung des Wortes „Dilettant" belegt die Werthaftigkeit Ihres Beitrages.

Ich bin mir noch unsicher was mit den 277 Schüler mal passieren wird

Wenn ich bedenke, dass diese (noch) nicht dem Österreichischen Brennpunktschulen hilflos ausgesetzt sind, besteht durchaus mal eine Chance, dass aus ihnen mal etwas Anständiges werden könnte.

Auf der anderen Seite verstehe ich auch die Elten, wenn sie ihre Kindern nicht diesem Elend aussetzen wollen. Wenn ich nur daran denke, einer meiner Kinder müsste auf einer öffentlichen Schule in Wien gehen verfalle ich in Panik!

Re: Ich bin mir noch unsicher was mit den 277 Schüler mal passieren wird

Ihnen könnte eine Nachhilfestunde in Deutsch nicht schaden... selbst an einer öffentlichen Schule nicht...

vielleicht ....

gibt es da Schüler, die nur virtuell existieren aber in der realen Welt Kinderbeihilfe beziehen ..??

Gast: Nebel Peter
15.09.2012 03:38
9 2

Es könnte aber auch sein, dass die Familien verzogen sind und vergessen haben, das Kind von der Schule abzumelden.

Das wäre ein Grund zur Freude, wenn sie in ihr Heimatland zurückgekehrt wären

Gast: Daniel2012
14.09.2012 22:07
4 7

SMS erschwert schwänzen

Wir verwenden seit 4 Jahren das SMS System http://www.infosms.org/."" target="_blank">http://www.infosms.org/." target="_blank">http://www.infosms.org/." target="_blank">http://www.infosms.org/. Es gibt seit dem keine Schüler mehr, die "heimlich" - also ohne Wissen der Eltern - schwänzen.

Re: SMS erschwert schwänzen

miese Schnüffler

Re: Re: SMS erschwert schwänzen

Ja hallo! Sie fahren wohl gerne in den 30er-Zonen mit 60 km/h und parken prinzipiell im Halteverbot damit sie sich über diese schlimmen Typen aufregen können, denen das nicht gefällt und die ihnen eine Strafe aufbrummen??

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