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Unis: Akademikerkinder bleiben unter sich

14.09.2012 | 20:18 |  Von Bernadette Bayrhammer (Die Presse)

Der Anteil von Studierenden aus niedrigen sozialen Schichten ist gesunken. Das durchschnittliche Alter der Studierenden hingegen steigt. Einen immer größeren Teil des Studiums finanzieren sie durch eigene Jobs.

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[Wien] Studierende aus verschiedenen sozialen Schichten sind an den heimischen Unis alles andere als gleich verteilt: Medizin ist bis heute ein Studium für die sogenannte Oberschicht – 36 Prozent der angehenden Mediziner sind aus bessergestellten Familien, nur acht Prozent sind aus niedrigen Schichten. Das zeigt die jüngste Studierendensozialerhebung des Wissenschaftsministeriums, die am Freitag präsentiert wurde.

Und mehr noch: Die Zahl der Studierenden aus niedrigen sozialen Schichten – definiert anhand von Bildungsstand und beruflicher Position der Eltern – sinkt generell. Seit 1998 ist ihr Anteil von 26 auf 18 Prozent zurückgegangen – je nach Hochschultyp ist der Anteil unterschiedlich (siehe Grafik). Gestiegen ist der Anteil mittlerer und gehobener Schichten (64 Prozent), jener der Studenten aus höheren Schichten blieb konstant bei 18 Prozent. Ein (Mit-)Grund: Die unteren sozialen Schichten schrumpfen – wegen des kontinuierlichen Bildungszuwachses – generell.
Dennoch ist die soziale Selektion vor allem an den Unis drastisch. Insgesamt ist die Chance, ein Hochschulstudium (also an Uni oder FH) zu beginnen, für Kinder, deren Mutter oder Vater zumindest Matura hat, rund 2,5-mal so hoch wie für Kinder von Eltern ohne höheren Schulabschluss. An den Unis ist die Chance dreimal so groß. Bildungsferne Studenten brechen ihr Studium außerdem – gerade zu Beginn – häufiger ab als andere: Nach drei Semestern an der Uni haben acht Prozent der Akademikerkinder, aber doppelt so viele Kinder bildungsferner Eltern ihr Studium hingeschmissen.

Schichtindex
Für die Erhebung wurde ein vierstufiger "Schichtindex" (niedrig, mittel, gehoben, hoch) erstellt, der sich aus Bildungsstand und beruflicher Position der Eltern zusammensetzt. Zur hohen sozialen Schicht zählen etwa Akademiker, die als Freiberufler, Unternehmer mit Angestellten bzw. Beamter oder Angestellter mit Leitungsfunktionen arbeiten, zur niedrigen Schicht beispielsweise Pflichtschulabsolventen und Eltern mit berufsbildender mittlerer Schulbildung, die in Arbeiter- bzw. Angestelltenpositionen ohne Leitungsfunktion tätig sind.

Etwas gemildert wird die Situation durch die Fachhochschulen: Sie sind für bildungsferne Schichten zugänglicher als die Unis – dass der Hochschulzugang in Summe etwas egalitärer geworden ist, liegt fast ausschließlich am FH-Ausbau in den vergangenen Jahren. Dass der soziale Hintergrund an den FH weniger Bedeutung hat, zeigt sich auch in der Abschlussquote: Jene von Akademikerkindern ist an den Unis deutlich höher als jene von Studenten aus bildungsfernen Familien – an den FH liegen Letztere sogar (minimal) vorn.

Älter und öfter erwerbstätig

Insgesamt sind die Uni-Studierenden Langzeitstudierende: Von jenen, die 2003 ihr Studium aufgenommen hatten, schlossen nach 16 Semestern nur 44 Prozent ihr Studium ab, 29 Prozent brachen es ab, 27 Prozent waren nach wie vor inskribiert. Die lange Verweildauer an den Unis ist mit ein Grund dafür, dass die heimischen Studenten immer älter werden. In allen Sektoren ist das Durchschnittsalter der Studierenden gestiegen. Am ältesten sind Studenten an künstlerischen Unis (27 Jahre) und wissenschaftlichen Unis (26,9 Jahre), am jüngsten an den FH (25,4).
Ein weiterer Grund für das steigende Durchschnittsalter ist, dass immer mehr Ältere ein Studium beginnen, etwa über Zugänge wie die Berufsreifeprüfung oder Lehre mit Matura. Die Hochschulzugangsquote ist trotz schrumpfender Jahrgänge binnen fünf Jahren von 34 auf 47 Prozent gestiegen.
Gestiegen ist die Erwerbsquote der Studenten: je älter, desto höher die Erwerbsquote. Seit 2006 ist der Anteil der erwerbstätigen Studierenden von 58 auf 63 Prozent angewachsen. Statt 19,1 wenden sie aktuell im Schnitt 19,8 Stunden pro Woche für den Job auf. Studenten finanzieren einen immer größeren Teil ihres Lebens selbst. 42 Prozent ihres Budgets stammen aus dem eigenen Job, nur 38 Prozent stellt die Familie. Noch vor wenigen Jahren war die Familie Geldgeber Nummer eins.
Mehr Arbeit bedeutet aber nicht unbedingt mehr Budget: Studenten verfügen im Schnitt über 1000 € pro Monat, ein Drittel kommt mit maximal 700 € aus. Im Vergleich zu 2009 ist das ein reales Minus von zwei Prozent bei Kostensteigerungen von drei Prozent. 29 Prozent der Studenten klagen über Geldprobleme, für ebenso viele ist die Vereinbarkeit von Job und Studium schwierig. Der Bezieherkreis der Studienbeihilfe ist kleiner geworden: von 18 auf 15 Prozent.
Am Institut für Höhere Studien (IHS), das die Studie durchgeführt hat, regt man an, die Altersgrenzen für Förderungen zu überdenken. Minister Karlheinz Töchterle (ÖVP) kündigte an, „das Mögliche“ für einen Ausbau der Studienförderung zu tun – das sei allerdings abhängig vom Budget.
Übrigens: Das Uni-Studium mit den meisten Studenten aus niedrigen Schichten ist die Theologie.

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135 Kommentare
 
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den status quo geringer aufstiegschancen wird auch die gesamtschule nicht beheben

auch meine eltern haben nur eine lehre abgeschlossen. ich war der erste akademiker in der familie. was sie mir mitgaben, waren leistungsbereitschaft ("net jammern, von nix kommt nix") und flexibilität ("net jammern, das beste draus machen"). das wichtigste war, dass sie mir keine steine in den weg legten. abhängen, urlaub fahren und deshalb keine prüfungen machen war ein no-go ("wennst net lernen willst, dann ist sofort mit studium aufzuhören und zu arbeiten"). im grunde waren solche im raume stehenden (impliziten) drohungen nicht nötig, ich brachte den biss selber mit.

sicherlich mit entscheidend für meinen "aufstieg" war, dass ich ins gymnasium ging und nicht, wie fast alle volksschulkollegen und nachbarn in die hauptschule.

diese für mich günstige entscheidung fiel im alter von 10 jahren.

die zäsur nach der volksschule, wird zurecht kritisiert. ob die einführung der gesamtschule (in der diskutierten form) daran etwas ändern kann, kommentiere ich im nächsten post.

Re: den status quo geringer aufstiegschancen wird auch die gesamtschule nicht beheben

die zäsur nach der VS soll also durch die gesamtschule behoben werden. deren einführung wird aber nichts bewirken:

die entscheidung, in welche nms das kind geht, ist sehr stark vom wohnort geprägt. in besseren wohngegenden werden mehrheitlich akademikerkinder in der nms sitzen, in schlechteren vermehrt kinder bildungsferner schichten. entsprechend wird es zu niveauunterschieden kommen, v.a. bei hohem anteil schlecht deutsch sprechender kinder.

NMS mit hohem anteil bildungsnaher kinder werden mehr potenzielle uni-studierende produzieren als NMS in problembezirken. so gut kann eine NMS nie sein, als dass sie den einfluss bildungsferner peers ausgleichen könnte.

es wird sich rasch herumsprechen, welche NMS von eher "bildungsnahen" und welche von "bildungsfernen" kindern besucht werden. entsprechend erfolgt die schulwahl.

die zäsur nach der volksschule wird folglich trotz einführung der gesamtschule bestehen bleiben. der streit um die NMS ist ein sinnloses scheingefecht.

Gast: na toll
16.09.2012 16:46
0 1

mal von der anderen seite gefragt

hat sich schon mal jemand überlegt, warum so viele akademikerkinder studieren?
ich weiß von einigen freunde (die das selbst erst nach jaheren begriffen haben), dass sie eigentlich nur studiert haben, weil es eben in der familie usus ist und nicht aus reiner weissbegier. so mancher rechtsanwalt oder arzt wollte eigentlich ganz etwas banles werden, konnte dies aber aus gesellschaftlichen gründen nicht (sozialer abstieg, versager?).

Gast: ach ja
16.09.2012 10:31
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da läuft was schief!

Einiges scheint da schief zu laufen ... Es gibt grundsätzlich nur mehr knapp noch die Hälfte des zur Stabilhaltung der bodenständigen Bevölkerung erforderlichen Nachwuchses.

Die Politk der permanenten Zuwanderung und des "Ersparens" des Großteils der eigenen Reproduktionskosten (man "stiehlt" lieber von anderen Sozietäten finanzierten Nachwuchs als eigenen zu "produzieren") beginnt ihre häßlichen Früchte zu tragen.

Parallel dazu versucht man die Gesellschaft wieder in die alten Ordogeleise zurückzuführen. Anstatt soziale Mobilität nach beiden Richtungen zu fördern werden - leider erfolgreich - alte Privilegien zu restaurieren versucht.

Die Schritte dafür waren: Verabschiedung des Stiftungsrechtes, Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer und jetzt die Wiedereinführung von Studiengebühren.

Für das Funktionieren der sozialen Selektionsmechanismen sind diese Vorgänge verheerend! "Totes Vermögen" anzuhäufen hat noch jede Gesellschaft ruiniert. Die Vermögenskonzentration durch Erbvorgänge dito! Wenn Bildung nicht für alle geeigneten Personen einer Gesellschaft gut und leicht zugängig ist dann vergeudet diese Gesellschaft ihre Ressourcen.

In Kombination mit fataler Zuwanderungspolitik anstatt konstruktiver Reproduktionspolitik pervertiert alles nur dazu die gar nicht so "Elitären" an den Futtertrögen zu halten und die Reproduktionsvorgänge so billig und für die aus den Futtertrögen Fressenden "ungefährlich" zu halten wie nur denkmöglich.

Bedenklich, bedenklich!

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das ist das ergebnis der schwarzen bildungspolitik

und die wollen das auch weiter so betreiben.

haben doch ihre eigenen kinder dabei bessere chancen.....

das nennt man dan elite-bilden!!!!

daher wähjlt weiter schwarz-blau!!!!

Gast: super
15.09.2012 19:19
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wer will, kann studieren

und wenn es jemanden nicht möglich ist im monat ca. 600 - 700 euro nebenbei zu verdienen (mein sohn macht das seit 6 Jahren), dann denke ich, das das wollen eben nicht stark genug ist.
in anderen ländern kosten studien 40.000 euro pro jahr...
muß einem wirklich alles in den allerwertesten geschoben werden?

Antworten Gast: BWVW
16.09.2012 11:27
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Bitte,

Deutsch lernen. Ihr Post ist beinahe unlesbar.

Antworten Gast: S/G
16.09.2012 07:55
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Re: wer will, kann studieren

Jaja und die Unterschichtskinder sind "selbst schuld", weil sie "wollen" halt nicht...?
Bis Kinder eine so starke Persönlichkeit haben, dass sie aus eigenem Willen (als vielleicht einziger in der Familie) ein jahrelanges Studium machen würden, ohne dass dies in der Familie geschätzt oder gar unterstützt wird (heißt ja nicht umsonst "bildungsferne Schicht"), ist es meist schon fast zu spät...Steht ja auch im Artikel, dass immer mehr Ältere ein Studium beginnen - das sind wohl nicht die Akademikerkinder...

wen wundert es...

beim österreichischen studienbeihilfensystem. ich kenne keinen einzigen der studienbeihilfe erhält und ein studium zu finanzieren ist nun mal teuer und ohne unterstützung der eltern schwer durchzustehen. das ergebnis sind langzeitstudenten, denn wer neben dem studium viel arbeiten muss, braucht auch länger. ich studiere derzeit in deutschland, hier ist die situation durch bafög, geförderte kredite für studenten, ganz anders. daran sollte sich österreich ein beispiel nehmen!

Gast: S/G
15.09.2012 17:37
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Chancengleichheit?

Der Trend, dass Kinder aus der Unterschicht (bzw. passender "bildungsfernen Schicht") nicht die gleichen "Chancen" auf ein Studium haben, wird sich nicht so einfach umkehren lassen.
Auch wenn Unterschichtskinder es an die Universität schaffen und dann Studienbeihilfe und andere Förderungen bekommen - der Unterschied bzw. das Problem beginnt doch schon viel früher (in der Familie, Kindergarten, Schule etc.).
Ob "Bildung" in einer Familie/im Freundeskreis etwas zählt, spielt schon eine große Rolle und hat viel mehr Einfluss auf die Ausbildungs"wahl" eines Kindes als z.B. die Höhe der Familienbeihilfe etc.
Man muss als Kind aus der bildungsfernen Schicht also sicher eine viel stärkere Persönlichkeit haben, um ein Studium "durchzuziehen" als ein Akademikerkind, das sich wohl eher selten dafür rechtfertigen muss, warum es die Matura machen möchte oder gar studieren...


Gast: Der Aufsteiger
15.09.2012 16:32
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Cursus honorum

Mein Großvater war Arbeiter und Analphabet, mein Vater ein kleiner Beamter. Ich selber habe aus weigener Kraft den Bildungsweg beschritten und bin heute als habilitierter Akademiker Universitätsprofessor. Soviel über die Möglichkeit, sioch selber emporzuarbeiten und als armer Leute Kind es trotzdem zu etwas zu bringen, Keine Partei hat mir dabei geholfen

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Re: Cursus honorum

aber intelligent waren sie - und sind sie dadurch offensichtlich nicht geworden.

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Re: Cursus honorum

keine ahnung wie alt sie sind, schätze aber, dass sie ohne kreisky´s reformen die chance kaum gehabt hätten....


Antworten Gast: Univ Doz
15.09.2012 19:08
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Re: Cursus honorum

Als Univ-Prof. sollten Sie wohl wirklich wissen, dass die eigene Existenz und das Umfeld nicht geeignet ist, die Realität zu beschreiben.
Beschämend eigentlich, dieses Posting.
Erinnert an folgende Argumentation: wenn Johannes Heesters so alt wurde, kann Rauchen nur gesund sein.

Antworten Antworten Gast: Der Aufsteiger
15.09.2012 19:34
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Re: Re: Cursus honorum

Schön weiter strebern, dann bringen sie es auch noch zu etwas, Herr Dozent

Antworten Antworten Antworten Gast: 1190Neustift
15.09.2012 19:39
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Re: Re: Re: Cursus honorum

Wie man hier sieht, ist es des öfteren doch nachteilig, dass auch der gesellschaftliche Bodensatz Zugang zu höherer Bildung erhalten hat.

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Re: Cursus honorum

da können sie sich ganz brav auf die schulter klopfen, dass sie das so fein gemacht haben. wenn ihre fähigkeit zu verknüpftem denken dennoch nicht über ihre eigene biographie hinaus geht, frage ich mich doch, ob die qualität der uni-professoren hierzulande überhaupt anreiz für ein universitätsstudium sein kann ^^

Antworten Antworten Gast: Der Aufsteiger
15.09.2012 19:36
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Re: Re: Cursus honorum

Ihre Gedankenführung ist ganz schön abstrakt. Hat man ihnen das auf einer Parteiakademie im Fache Dialektischer Materialismus beigebracht?

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Re: Re: Re: Cursus honorum

mit abstrakt hat das recht wenig zu tun. und mit dialektischem materialismus sogar noch weniger. hier geht es wohl eher um die frage, ob ein "uniprofessor" seiner einzelbiographie ernstlich repräsentativität zuspricht. ich will ihnen nicht die möglichkeit absprechen, ein interessanter, exemplarischer fall zu sein. in diesem fall scheint jedoch ihre argumentationsstrategie etwas unstimmig.

so oder so: glückwunsch für ihr engagement und ihre zielstrebigkeit. da können sie durchaus stolz auf sich sein. nur inhaltlich bringt ihr beitrag die diskussion um keinen schritt weiter. dessen müssten sie sich - als "universitätsprofessor" - EIGENTLICH durchaus bewusst sein. ;)

Gast: Zwickerl
15.09.2012 16:14
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wer sagt...

dass wir noch mehr Akademiker brauchen und nicht ebenso qualifizierte Facharbeiter (wo am meisten Wertschöpfung stattfindet)?
dass man als Kind einer einkommensschwachen Familie nicht doch studieren kann?
Habe selbst den zweiten Bildungsweg und war Werksstudent - allerdings konnte ich nur mit sparsamen Lebenswandel über die Runden kommen.
Aber ich habe es geschafft.

Re: wer sagt...

Wenn wir so weiter machen wie bisher, werden wir sehr bald nur mehr Facharbeiter für Länder sein, die sich mit dem Konzept von Eliteuniversitäten anfreunden. Sie sollten einmal sehen, wie es in den Unternehmen, die die neuesten technologischen Entwicklungen schaffen (IBM, Intel, etc.), so zugeht. Da hat man mit einer österreichischen Ausbildung nicht den Hauch einer Chance.

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Der Anteil von Studierenden aus niedrigen sozialen Schichten ist gesunken.

und dies sogar, obwohl es keine Studiengebühren (dafür der Lehrmittelaufwand extrem anstieg), gibt ?!

Seltsam, oder doc hgewollt, dass all did zuvor Begünstigten erneut vorrangig behandlet werden ?


bravo!

das österreichische bildungssstem verstärkt soziale unterschiede, anstatt die möglichkeit zu bieten sich aus der schicht in die man hineingeboren wurde, zu lösen.

mittelalter lässt grüssen...

Gast: Akanthus
15.09.2012 14:27
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Die Bildungs- und Hochschuldebatte

sollte sich aus meiner Sicht nicht zuletzt um folgende Fragen herum ansiedeln:
1. Studieren junge Menschen durchschnittlich in erster Linie aus Liebe zur Wissenschaft und ihrer Lehre oder eher zum Zweck des Erreichens eines höheren Lebensstandards durch entsprechende Berufsaussichten?
2. Geht es auf Frage 1 aufbauend um die Zahl von Personen mit akademischem Abschluss oder um die Zahl von Berufsfeldern, welche tatsächlich Akademiker erfordern und vor allem auch dementsprechend entlohnt werden?
3. Wird eine Lehre, welche mit Matura abgeschlossen wird, dazu führen, dass der solcherart herangebildete Facharbeiter in seinem erlernten Beruf bleibt oder doch eher auf eine Uni oder FH gehen wird?
4. Auf Frage 2 aufbauend: Wird die Qualität der in ihrem "Urberufsfeld" verbleibenden Facharbeiter durch eine Lehre mit Matura gesteigert?

Gast: M/K
15.09.2012 14:11
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Es studieren zu viele. Das Niveau sinkt!

IQ ist zu 70-80% genetisch vererbt. Folglich ist es logisch, dass Akademiker häufiger Akademikerkinder haben. Niemand regt sich auf, wenn Musiker häufiger Musikerkinder, Fußballer häufiger Fußballkinder, .... haben. Leider wieder einmal eine Diskussion die unreflektiert aus den USA übernommen wird. Europa und Österreich müssen lernen, selbstständig zu denken.

Antworten Gast: Hutbürger
15.09.2012 18:58
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Nährstand, Wehrstand, Lehrstand...

Man kann konservativ sein, ohne dem Kastensystem zu huldigen.

 
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Schlagzeilen Bildung