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Fast jedes zweite Bauern-Kind bekommt Studienbeihilfe

15.09.2012 | 09:30 |   (DiePresse.com)

Aber nur ein Viertel der Arbeiterkinder erhält eine Beihilfe. Die SPÖ fordert eine neue Berechnungsmethode.

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43 Prozent der Studenten, dessen Vater Land- oder Forstwirt ist, hat 2011 Studienbeihilfe erhalten. Das zeigt eine erstmals publizierte Auswertung der Beihilfebezieher nach dem Berufsstatus der Eltern in der am Freitag veröffentlichten Studierenden-Sozialerhebung 2011. Unter Arbeiter-Kindern wurde hingegen nur jeder Vierte gefördert, unter Kindern von Ein-Mann-Unternehmern 23 Prozent, unter Kindern einfacher Angestellter und Selbstständiger mit Angestellten jeweils rund 15 Prozent. Unter Studenten, deren Vater leitender Angestellter, Beamter oder Freiberufler ist, erhielt weniger als jeder Zehnte Beihilfe.

Zuletzt hat es in der SPÖ vermehrt Forderungen nach einer Veränderung der Berechnungsmethode gegeben, weil derzeit Kinder von Landwirten und Selbstständigen bevorzugt würden. Wie die Daten belegen, bekommt unter diesen tatsächlich ein größerer Anteil Beihilfen als im Gesamtschnitt von 15 Prozent aller Studenten. Das liegt laut Studienautor Martin Unger vom Institut für Höhere Studien (IHS) allerdings weniger am Stipendiensystem, sondern habe mit dem gesamten Steuersystem zu tun. So würden auch bei der Berechnung der Stipendien bei Selbstständigen Pauschalen und bei Bauern der Einheitswert herangezogen. Er sieht das Problem der Studienbeihilfe allerdings ohnehin bei jenen 85 Prozent der Studenten, die gar keine Studienbeihilfe erhalten, und nicht bei der relativ kleinen Gruppen der Kinder von Bauern und Studenten.

Bauernkinder machen nur vier Prozent aus

Die Kinder von Bauern sind an den Hochschulen übrigens klar in der Minderheit, sie machen insgesamt nur vier Prozent aller Studenten aus. Die größte Gruppe sind jene Studiosi, deren Vater leitender Angestellter ist (22 Prozent), gefolgt von Kindern einfacher Angestellter (15 Prozent), einfacher Beamter und Arbeiter (je 13 Prozent), leitender Beamter (elf Prozent) sowie Kinder von Selbstständigen mit Angestellten (zehn Prozent) bzw. selbstständigen Ein-Mann-Unternehmern (sechs Prozent) und Freiberuflern (drei Prozent).

(APA)

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6 Kommentare
Gast: sicher?
15.09.2012 18:33
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statistik und so

bei 1,5 prozent bevölkerungsanteil sind 4% anteil an den studierenden allerdings eine etwa 2,5fache ÜBERrepräsentation.... arme bauern und so.

Gast: praxxl
15.09.2012 11:21
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Kreiskys Gieß-Kannen-All-Inclusive-Sozialismus

In den 80er Jaren erhielt j e d e / r Halbwaise/in ein Stipendium aus sozialen Gründen in Höhe von damals 6000.-Ats. Aus diesem Geld hat sich ein Studienkollege (dessen verstorbener Vater hoher Landesbediensteter war und dessen noch lebende Mutter eine ansehnliche Witwenpension erhielt) damals jeden Sommer die ausgefallendsten Reisen nach Übersee finanziert. Kreiskis Schlaraffenland wird aber erst 30 Jahre danach kritisch evaluiert. Jetzt zahlen alle die Zeche f Kreiskys sozial ungerechten All-Inclusive-Sozialismus für manche...

Gast: BOKU_000001
15.09.2012 10:04
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Darüber hinaus ist jedoch auch zu lesen:

"Kinder von Beamt/inn/en, Angestellten und Selbständigen nehmen deutlich häufiger ein Studium auf als Kinder von ArbeiterInnen, Nichterwerbstätigen und LandwirtInnen."

Dies ist gerade deshalb der Fall, da sich für Studierende aus Landwirtschaften nicht nur die Frage nach dem finanziellen Überleben stellt sondern auch am heimischen Hof eine wichtige Arbeitskraft fehlt!

Antworten Gast: dd
15.09.2012 13:32
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also so ein blödsinn..

..sind denn andere weniger wichtig? pff..

Antworten Gast: :michael
15.09.2012 12:52
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Re: Darüber hinaus ist jedoch auch zu lesen:

Landwirte machen ca. 3% der österreichischen Bevölkerung aus. Wenn der Anteil bei den Studierenden 4% beträgt, ist das relativ hoch.

Antworten Antworten Gast: critical one
16.09.2012 00:01
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Re: Re: Darüber hinaus ist jedoch auch zu lesen:

Wenn man bedenkt, dass Land- und Forstwirte im Schnitt mehr Kinder bekommen als Angehörige anderer Berufsgruppen, ist das gar nicht mehr so hoch.

Mehr Kinder --> höhere finanzielle Belastung --> größere Chance auf Stipendium.

Aber in der Neidgesellschaft, in der wir leben, muss doch immer auf eine Gruppe losgegangen werden. Jetzt sind es mal die bösen, bösen Bauern. Und wenn uns das zu langweilig wird, dann gehen wir wieder auf die unfähigen Lehrer los und dann vielleicht wieder auf die Politiker.

Schöne, heile Welt.

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