Volljährige können Familienbeihilfe direkt beziehen

05.03.2013 | 19:49 |   (DiePresse.com)

Wenn die Eltern nicht widersprechen, kann die Beihilfe künftig direkt auf das Konto ihrer volljährigen Kinder gehen. Die entsprechende Gesetzesnovelle wurde nun beschlossen.

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Der Familienausschuss hat am Dienstag mehrheitlich, mit Ausnahme der FPÖ, die Direktauszahlung der Familienbeihilfe an Volljährige beschlossen. Das teilte die Parlamentskorrespondenz mit.

Laut der Novelle des Familienlastenausgleichsgesetzes sollen auch Volljährige, für die noch die Unterhaltspflicht besteht, ab 1. September 2013 beantragen können, die Beihilfe auf ihr eigenes Konto zu erhalten. Im Sinne der Selbstständigkeit junger Erwachsender sei dies ein bedeutender Schritt, waren sich die Fraktionen einig. Freiheitliche und Grüne kritisierten das Recht der Eltern, der Direktauszahlung an ihre Kinder widersprechen zu können. Dies komme letztlich einer Bevormundung der Jungen gleich. Minister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) lässt diese Kritik nicht gelten. Die notwendige Zustimmung ermögliche es etwa Studierenden, sich ihrer steuerlichen und unterhaltsbezogenen Situation bewusst zu werden.

Umsetzungskosten: 300.000 Euro

Neu geregelt im Gesetzesentwurf ist auch die Geschwisterstaffelung, damit sie im Fall der Direktauszahlung erhalten bleibt. Ende 2014 soll die Direktauszahlung mithilfe von Daten der Familienbeihilfedatenbank evaluiert werden. Für die administrativen und technischen Umsetzungskosten der Direktauszahlung an Volljährige sind 300.000 Euro vorgesehen, so Mitterlehner.

Ein weiterer Beschluss betrifft die Familienberatungsstellen, diese sollen bis Ende 2015 an allen Standorten in Österreich barrierefrei werden. Zwischen 2013 und 2015 ist hierfür rund eine Mio. Euro an zusätzlichen Budgetmitteln eingeplant.

(APA)

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10 Kommentare

Entweder sind es schon Volljährige

oder eben noch Kinder. Aber in Perversland können Volljährige deklariert als Kinder noch Kinderbeihilfe einstreifen.Nichts ist unmöglich.

Re: Entweder sind es schon Volljährige

Das sind Studenten. Man kann es ja dann umbenennen, wenn Sie sich dann wohler fühlen. Auszubildendeunterstützung, z.B.

viel Lärm um nichts

das übliche Wahlkampfgeplänkel:
der Bezug der Kinderbeihilfe durch die Volljährigen ist auch jetzt schon möglich gewesen, daher fallen ja auch kaum Umstellungskosten an ....

War das jetzt das "Wahlkampfgeschenk" an die Studenten oder kommt noch was?

Und was ist da neu?


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Und warum stimmt eine FPÖ dagegen? :D


Re: Und warum stimmt eine FPÖ dagegen? :D

weil sie der Ansicht sind, dass Eltern da nicht mehr widersprechen können sollten. Nur dann wäre es wirklich neu, wenn nur noch an den Volljährigen ausgezahlt wird. Das fände ich auch das vernünftigste.

Re: Und warum stimmt eine FPÖ dagegen? :D

weils dodln sind!

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Re: Re: Und warum stimmt eine FPÖ dagegen? :D

Die Antwort lasse ich gelten :D

Was mich aber vor allem interessieren würde ist, ob € 300.000,- viel oder wenig ist für so eine Umstellung und ob das wirklich was bringt. Ich bekomme zum Beispiel (bin Student) das Geld von meiner Mutter einfach Überwiesen. Dauerauftrag und kostet dem Steuerzahler gar nichts.


auszahlung

weil so sichergestellt wird, dass das geld auch wirklich der auszubildende erhält - vl. haben manche studenten ja in finanziellen belangen nicht so positive erfahrungen mit den eltern gemacht - in so einem fall frag ich mich allerdings ob die eltern dann dieser "neuen" auszahlungsmethode zustimmen bzw ob diese ohne angabe von gründen verweigert werden kann.

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Re: auszahlung

Es kann von den Eltern verweigert werden. Darum ist diese Umstellung auch so sinnlos...

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